Wolffenschild

Wappen derer von Wolffenschild

Wolffenschild, auch Wolffenschildt oder Wulffenschildt, in Schweden: Wolffensköld, oder Wolffenskjöld, ist ein livländisch-schwedisches, erloschenes Adelsgeschlecht.

Geschichte

Die Stammreihe des Geschlechts begann in Riga mit einer alteingesessenen Goldschmiede- und Münzmeister-Familie: Martin Wulff (* ca. 1520, † 1588) als heermeisterlicher, erzbischöflicher und schließlich städtischer Münzmeister. Es folgte sein Sohn und Münzmeister Henrich Wulff (* ca. 1555, † 1614). Dessen Sohn Martin Wulff (* ca. 1585, † 1633) wurde 1615 Inhaber der Münzprägeanstalt in Riga, er heiratete um 1617 Ursula Marquard, Schwester von Johann Marquard. 1617 erhielt er von König Gustav Adolf das Gut Atzelmoise und 1628 noch Jungfernhof geschenkt. 1623 wurde er zudem Rentmeister. Nach seinem Tod wurde als Nachfolger 1633 sein Bruder Heinrich Wulff (* ca. 1590, † 1659) von der Stadt Riga bestimmt und am 17. Oktober 1646 mit dem Namen Wolffensköld von Königin Christina in den schwedischen Adelstand nobilitiert. 1647 erfolgte die Introduzierung in die Ritterschaft bei der schwedischen Adelsklasse (Nr. 366). In Livland führte die Familie den Namen Wolffenschildt. Heinrichs Urenkel, Heinrich Erich von Wolffenschildt (* 1689; † 1771) immatrikulierte sich 1742 (Nr. 63) und 1745 bzw. 1747 (Nr. 76) in der livländischen Ritterschaft. Mit ihm ist das Geschlecht am 7. Oktober 1771 im Mannesstamm erloschen.

Wappen

Das Stammwappen zeigt in Gold einen aus einem grünen Hügel im linken Untereck wachsenden, rotbezungten, grauen Wolf, der mit den Pranken eine rote Rose an einem zweiblättrigen grünen Stängel hält. Auf dem Helm mit blau-goldenen und blau-silbernen Decken zwischen zwei silbern geharnischten Armen eine blaue (gelegentlich auch goldene) Sonne haltend, ein aus der Krone wachsender, rotbezungter Wolfskopf.

Stammlinie

Martin Wulff (* um 1520, † 1588), Goldschmied und Münzmeister in Riga

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Heinrich von Hagemeister: Materialien zu einer Geschichte der Landgüter Livlands. Teil 1, Eduard Frantzen’s Buchhandlung, Riga 1836, S. 47f u. 65f.
  2. ↑ Leonhard von Stryk: Beiträge zur Geschichte der Rittergüter Livlands. Zweiter Teil, Der lettische District. Albanus, Dresden 1885, S. 56.