Wolfgang Bethmann

Wolfgang Bethmann (* 25. Juli 1920 in Bornum; † 19. August 1990) war ein deutscher Zahnarzt und Hochschullehrer.

Leben

Er war der Sohn des Realschullehrers und Kantors Karl Hermann Erich Bethmann und seiner Ehefrau Emilie Margarete Bethmann, geborene Lehmann. Am 8. November 1938 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. September desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 7.023.931). Nach dem Schulabschluss studierte er von 1946 bis 1953 Medizin und Zahnmedizin an den Universitäten Halle-Wittenberg und Leipzig und promovierte zum Dr. med. und Dr. med. dent. Außerdem habilitierte er sich und wurde 1958 Dozent an der Karl-Marx-Universität Leipzig, wo er 1959 eine Professur mit Lehrauftrag übernahm. 1961 erhielt er den vollen Lehrauftrag und 1964 einen eigenen Lehrstuhl. Er wurde Direktor der Klinik und Poliklinik für Chirurgische Stomatologie und Kiefer-Gesichts-Chirurgie des Bereichs Medizin der Karl-Marx-Universität Leipzig. Daneben wurde er ärztlicher Direktor der Klinik Thallwitz und ab 1969 Präsident der Nationalen Vereinigung für den Wissenschaftlichen Film in der DDR.

Bethmann war auf Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde spezialisiert.

Familie

Wolfgang Bethmann hatte zwei Brüder:

Schriften (Auswahl)

Ehrungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/2771105
  2. ↑ Dominik Groß: Lexikon der Zahnärzte und Kieferchirurgen im «Dritten Reich» und im Nachkriegsdeutschland, Täter, Mitläufer, Oppositionelle, Verfolgte, Unbeteiligte. Band 1: Hochschullehrer und Forscher (A–L). Hentrich & Hentrich, Berlin/Leipzig 2022. S. 116
  3. ↑ DEFA-Chronik für das Jahr 1969
Personendaten
NAME Bethmann, Wolfgang
KURZBESCHREIBUNG deutscher Chirurg und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 25. Juli 1920
GEBURTSORT Bornum
STERBEDATUM 19. August 1990