
Wolfram Menzel (* 6. Juli 1933 in Marienbad; † 5. Oktober 2022 in Karlsruhe) war ein Informatiker und Mathematiker, der bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2001 an der Universität Karlsruhe im Bereich der Theoretischen Informatik tätig war.
Menzel wurde 1933 in Marienbad in der Tschechoslowakei geboren. Während des Zweiten Weltkriegs zog die Familie nach Eger (Cheb) in Tschechien. Dort besuchte er ein Gymnasium, doch regelmäßige Bombenabwürfe ab Oktober 1944 machten einen Abschluss unmöglich. In Bayern und später Hessen setzte er seine Ausbildung fort; in Darmstadt legte er dann 1952 sein Abitur ab. Danach studierte er Mathematik, Physik und Philosophie in Frankfurt am Main, wo er 1956 sein Diplom in Mathematik erhielt und 1959 im Bereich der Gruppentheorie promoviert wurde. Ab 1965 war Menzel wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Nachrichtenverarbeitung und Nachrichtenübertragung der Universität Karlsruhe. Im Jahr 1969 habilitierte er auch dort für das Fach Informatik und unterrichtete ab 1972 im Bereich der Theoretischen Informatik. Im Oktober 2001 wurde Menzel emeritiert und wohnte bis zu seinem Lebensende in der Nähe von Karlsruhe, wo er am 5. Oktober 2022 verstarb.
Menzels naturwissenschaftliche Veröffentlichungen sind:
Zwischen 1956 und 1985 veröffentlichte Menzel auch Gedichte, welche in unterschiedlichen Sammlungen, Zeitschriften und Anthologien erschienen. Zwei Gedichtbände, die diese Werke gesammelt enthalten, sind ebenfalls veröffentlicht worden. Der erste Band erschien 1985 in Karlsruhe unter dem Titel „der rand der spott“, der zweite Band „nicht oder anders“ im Jahr 2008 in Halle (Saale), wobei der zweite eine modifizierte Neuauflage des ersten ist.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Menzel, Wolfram |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher theoretischer Informatiker |
| GEBURTSDATUM | 6. Juli 1933 |
| GEBURTSORT | Marienbad |
| STERBEDATUM | 5. Oktober 2022 |
| STERBEORT | Karlsruhe |