Wynn Irwin

Wynn W. Irwin (* 11. Dezember 1932 in New York City, New York; † 15. Februar 2018 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Komiker, der von 1970 bis 2004 vor der Kamera aktiv war.

Leben

Irwin wurde 1932 in New York geboren. Nach seiner Schulzeit diente er bei der United States Army und studierte im Anschluss an der New York University (NYU).

Seit der High School war er auf der Bühne tätig, unter anderem in der Stand-up-Comedy im Feriengebiet der Catskill Mountains (niederländisch Katzenbach) im Borschtsch-Gürtel – den „Jiddischen Alpen“. Er besaß eine Zeit lang ein kleines Geschäft für Grußkarten, Stofftiere und Geschenkartikel in Oakland, bevor er wieder auf die Bühne zurückkehrte. Für seine Darstellung im Theaterstück Marvin and Mel wurde er mit der Bemerkung rezensiert, er wirke „wie ein Lumpensammler, der Lear spielt“.

Irwin kam erst im Alter von 38 Jahren zum Film und nach Hollywood. Eine erste Nebenrolle hatte er 1970 in dem Biopic Dirtymouth. Von 1973 bis 1974 spielte Irwin die Rolle des Arthur Swann in Lotsa Luck (auch: Lotta Luck!) an der Seite von Dom DeLuise. Außerdem trat er in zahlreichen Fernsehserien auf, darunter McMillan & Wife, Room 222, All in the Family, Barney Miller, Laverne & Shirley, der Mary Tyler Moore Show sowie wiederkehrend in Sugar Time und in zehn Folgen von Hart aber herzlich als Lt. Grey. Im Jahr 1975 war er an der Seite von Fannie Flagg im Fernsehfilm Home Cookin’ zu sehen, 1979 in der dreiteiligen Miniserie Verdammt in alle Ewigkeit und 1990 in Stirb langsam 2. Eine letzte Rolle vor der Kamera hatte er 2004 an der Seite von Ben Affleck in der Komödie Wie überleben wir Weihnachten?.

Im deutschen Sprachraum wurde Irwin unter anderem von Alexander Allerson, Heinz Theo Branding, Ivar Combrinck, Werner Ehrlicher, Harald Halgardt, Andreas Hanft, Claus Jurichs, Axel Lutter, Joachim Nottke, Manfred Petersen, Wolf Rüdiger Reutermann, Horst Schön, Jochen Schröder und Eberhard Wechselberg synchronisiert.

Irwin starb am 15. Februar 2018 im Alter von 85 Jahren in Los Angeles. Er war geschieden und hatte einen Sohn namens Andy.

Filmografie (Auswahl)

Commons: Wynn Irwin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Wynn Irwin. Internet Movie Database, abgerufen am 13. Oktober 2026.
  2. ↑ Wynn Irwin in The Movie Database (englisch), abgerufen am 13. Oktober 2026.
  3. ↑ Wynn Irwin bei Fernsehserien.de, abgerufen am 13. Oktober 2026.
  4. 1 2 Wynn Irwin in der Datenbank Find a Grave, abgerufen am 13. Oktober 2026.
  5. 1 2 3 Vernon Scott: Wynn Irwin Hates California: Slob Role Getting to Actor. In: New Journal, Mansfield, Ohio. 28. Juni 1974, abgerufen am 13. Oktober 2026 (englisch).
  6. ↑ Ruth Thompson: Bathrobe Gimmick Proving Lots-a-Luck for Wynn Irwin. In: Mount Vernon Register News. 11. Mai 1974, S. 17 (englisch).
  7. ↑ Jack Shafer: It’s About People. In: The Local Review, Park Ridge, New Jersey. 25. März 1976, S. 26, abgerufen am 13. Oktober 2026 (englisch).
  8. ↑ Kevin Kelly: Cast Raises Simple Ineptitude to Neurosis. In: The Boston Globe, Boston, Massachusetts. Newspapers, 30. Juni 1988, S. 34, abgerufen am 13. Oktober 2026 (englisch).
  9. ↑ Wynn Irwin. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 13. Oktober 2026.
  10. ↑ Harris M. Lentz III: Obituaries in the Performing Arts, 2018. In: Lentz’s Performing Arts Obituaries. Band 25. McFarland, 2019, ISBN 978-1-4766-7033-1, S. 180 (englisch, 439 S., google.de).
Personendaten
NAME Irwin, Wynn
ALTERNATIVNAMEN Irwin, Wynn W. (Geburtsname)
KURZBESCHREIBUNG US-amerikanischer Schauspieler
GEBURTSDATUM 11. Dezember 1932
GEBURTSORT New York City, New York, Vereinigte Staaten
STERBEDATUM 15. Februar 2018
STERBEORT Los Angeles, Kalifornien, Vereinigte Staaten