X68000
Modellgeschichte
Geordnet nach Erscheinungsjahr, in Klammern interne Modellbezeichnung bzw. Nummer
- 1987: X68000 (CZ-600C)
- 1988: X68000 ACE-HD (CZ-611C), X68000 ACE (CZ-601C)
- 1989: X68000 EXPERT (CZ-602C), X68000 EXPERT-HD (CZ-612C), X68000 PRO (CZ-652C), X68000 PRO-HD (CZ-662C)
- 1990: X68000 EXPERT II (CZ-603C), X68000 EXPERT II-HD (CZ-613C), X68000 PRO II (CZ-653C), X68000 PRO II-HD (CZ-663C), X68000 SUPER (CZ-604C), X68000 SUPER-HD (CZ-623C)
- 1991: X68000 XVI (CZ-634C), X68000 XVI-HD (CZ-644C)
- 1992: X68000 CompactXVI (CZ-674C)
- 1993: X68030 (CZ-500C), X68030 HD (CZ-510C), X68030 Compact (CZ-300C), X68030 Compact-HD (CZ-310C)
Technische Daten
- Prozessor: Hitachi-Clon mit 10 MHz (HD68HC000) des Motorola 68000 für die ersten Modelle – spätere Modelle wie der X68000 XVI kamen wieder mit dem originalen Motorola 68000 bis 16 MHz und der X68030 mit dem Motorola MC68EC030 mit 25 MHz
- Mathematischer Co-Prozessor: MC68881 von Motorola (kann nachgerüstet werden, bei XVI in Steckplatz, sonst auf Zusatzplatine in Verbindung mit Speichererweiterung)
- Systemuhr: RP5C15 von Ricoh
- Diskettenlaufwerk-Controller: 72065 von NEC
- Festplattencontroller: MB89352A von Fujitsu (SCSI-Controller bei Super, XVI und X68030)
- Serieller-Anschluss-Controller: Z85C30 von Zilog, Zweikanal-Serieller-Anschluss für einmal RS232 und eine Maus
- Druckeranschluss, parallel: 8255 von NEC für Drucker und Joystickanschluss
- DMA-Controller: HD63450 von Hitachi (DMA für Diskettenlaufwerk, Festplatte, Erweiterungssteckplätze und ADPCM-Audio)
- ROM:
- 256 KB IPL (Initial Program Loader) ROM plus BIOS-ROM
- 768 KB Zeichengenerator-ROM: zwei Kanjifonts mit je 7238 Zeichen in den Formaten 24×24 und 16×16, zwei „halbbreite“ Fonts mit je 256 Zeichen in den Formaten 12×24 und 8×16, zwei „Viertelformat“-Fonts mit je 256 Zeichen in den Formaten 12×12 und 8×8. Die 7238 Zeichen der Kanjifonts setzen sich zusammen aus 3008 Zeichen JIS-1, 3478 Zeichen JIS-2 sowie 752 „Nicht-Kanji-Zeichen“ (Hiragana, Katakana, lateinisches, griechisches, kyrillisches Alphabet sowie Satzzeichen, Sondersymbole, Textgraphikzeichen für Umrandungen etc., alle in quadratischem Format). Die halbbreiten und Viertelformat-Fonts entsprechen dem 8-Bit-Teil des japanischen Shift/JIS-Codes.
- RAM:
- je nach Modell 1, 2 oder 4 MB Arbeitsspeicher, erweiterbar bis maximal 12 MB
- 512 KB Text-VRAM
- 512 KB Grafik-VRAM
- 32 KB Sprite-VRAM
- 16 KB statisches RAM
- Bildschirmauflösungen: es können entweder das Text-VRAM oder das Grafik-VRAM oder auch beide gleichzeitig „superimposed“ angezeigt werden. Für den Bildschirm kann zwischen einer Darstellung von 768×512, 512×512, 512×256 oder 256×256 Pixeln gewählt werden. Andere Bildschirmauflösungen sind nur per hardwarenaher Programmierung erzielbar. Falls Hardware-Sprites aktiviert werden, werden die entsprechenden Sprite-VRAM-Anteile zusätzlich superimposed.
- Text-VRAM: im VRAM 1024×1024 Pixel in 16 Farben, auf dem Bildschirm wird davon nur ein Ausschnitt sichtbar.
- Grafik-VRAM: im VRAM entweder 1024×1024 Pixel in 16 Farben, oder 512×512 Pixel in wahlweise 65.536 oder 256 oder 16 Farben. Je nach gewählter Farbtiefe können 1, 2 oder 4 komplette Bildschirminhalte im Grafik-VRAM untergebracht werden. Auch vom Grafik-VRAM wird je nach gewähltem Bildschirmmodus nur ein Ausschnitt angezeigt.
- Farben:
- Text-VRAM: 16 Farben frei wählbar aus einer Palette von 65.536 Farben
- Grafik-VRAM: 16 oder 256 Farben frei wählbar aus einer Palette von 65.536 Farben, oder alle 65.536 Farben gleichzeitig (bei max. 512×512 Pixeln)
- Sprites:
- 16×16 pixels, 16 Farben pro Sprite
- 128 Sprites pro Bildschirm, 16 Sprites pro Zeile
- Grafikhardware: Hardware scrolling, priority control, super-impose
- Sound:
- ADPCM: MSM6258 von Okidata
- FM-Synthesizer: YM2151 von Yamaha (zusammen mit YM3012 DAC Rauschgenerator)
- 2ch FM Synth, 8 Oktaven, 8 Stimmen
- Multifunktionscontroller 68901 von Motorola für:
- Monitorsynchronisation
- Serielle Schnittstelle
- Systemuhr
- Stand-by Betrieb
- FM Synthesizer (siehe Sound)
- IRQs und
- Tastatur
- Chips, die speziell für die X68000-Serie entwickelt wurden:
- Speichercontroller:
- ET bei X68000
- OHM bei ACE
- OHM2 bei Expert, Expert2, Super und XVI
- McCoy bei PRO und PRO II
- Systemcontroller:
- BUDDHA bei X68000
- MESSIAH bei Ace, Expert, Expert 2, und Super
- DOSA bei XVI
- SCOTCH bei Pro und PRO II
- Spritecontroller:
- Cynthia jr. bei X68000
- Cynthia bei Ace, Expert, Expert 2, Super, PRO und PRO II
- CRT Controller:
- VINAS 1+2 bei X68000
- VICON bei allen anderen
- Video Controller:
- VSOP bei X68000
- VIPS bei allen anderen
- Video Daten Selektor:
- RESERVE bei X68000
- CATHY bei allen anderen
- I/O Controller:
- SILICIAN bei X68000
- IOSC bei ACE
- IOSC-2 bei Expert und Expert 2
- PEDEC bei Super und XVI
- IOSC-2 bei PRO und PRO II
- Erweiterungsslots: 2 Kartenslots (4 bei den Pro-Modellen)
- Betriebssystem: Human68k (MS DOS-Lookalike von der Firma Hudson Soft), SX-Window GUI
- Stromversorgung: 100 V Wechselstrom, 50/60 Hz
- Gewicht: ca. 8 kg (ca. 10 kg bei Pro-Version)