Xjazz

Xjazz
Allgemeine Informationen
Ort Berlin
Genre Jazz, Electronica, Neo-Klassik
Website www.xjazz.net

Xjazz (Eigenschreibweise: XJAZZ!) ist ein genreübergreifendes Jazzfestival, das seit 2014 in Berlin-Kreuzberg veranstaltet wird. Neben Jazz finden vor allem Konzerte im elektronischen und klassischen Bereich statt.

Die Veranstaltungsorte befinden sich hauptsächlich in Berlin-Kreuzberg zwischen Moritzplatz und Schlesischem Tor.

Geschichte

2014 besuchten das Festival knapp 10.000 Gäste. „75 Prozent des Line-Ups sind Künstler aus der Hauptstadt. Das ist bei einem Festival dieser Größe wohl einmalig“, schreibt die Berliner Zeitung.

Im ersten Jahr fand das Festival ohne Förderung statt, 2015 und 2016 (100.000 €) wurde es mit Mitteln des Hauptstadtkulturfonds unterstützt. Die Partnerländer waren 2014 Island, 2015 Israel und 2016 die Türkei. 2016 kamen 14.000 Besucher. Ein Schwerpunkt des Festivals 2017 war Musik aus Polen. 2018 feierte das Festival sein fünfjähriges Bestehen. Anstatt eines einzelnen Partnerlandes gab es Kooperationsprojekte mit europäischen Künstlern.

Aufgrund der Verweigerung von Fördergeldern durch die Verwaltung wurde das Festival für 2026 abgesagt. Die darauf erfolgte Verschiebung der Veranstaltung auf den Herbst 2026 muss ebenfalls ausfallen, da der Förderantrag von der Kultursenatsverwaltung des Landes wieder negativ beschieden wurde. Nach Ansicht des Magazins Jazz thing wird das zum Ende des Festivals führen – „bei einem mit von Beginn an ausverkaufen Konzerten äußerst erfolgreichen Festival, in dem zwölf Jahre Herzblut stecken, und das nun gewissermaßen ein Fallbeispiel für kulturpolitische ‚Zerförderung‘ darstellt.“

Bedeutung

Laut Musicboard Berlin hat sich Xjazz „seit seinem Debüt im Mai 2014 [...] in kürzester Zeit als wichtiges, alternatives Berliner Festival etabliert, welches gekonnt über den stilistischen Tellerrand schaut und den Crossover von Elektronic, Pop, Neoklassik und Jazz fördert.“

Das Faze Magazin schrieb im Mai 2022: „Vom verwegenen Gesang Lady Blackbirds über die afro-karibisch-angehauchten Melodien der Saxofonistin Nubya Garcia, Angel Bat Dawids avantgardistischem Hip-Hop-Mix bis hin zu Gospel und Poesie verschränkt die 2022er-Ausgabe des Festivals revolutionäre und gegenkulturelle Wurzeln des Jazz mit voller Kraft.“

Xjazz wurde 2022 mit dem Deutschen Jazzpreis als „Festival des Jahres“ ausgezeichnet.

Einzelnachweise

  1. ↑ „XJAZZ schert sich bewusst nicht um Konventionen und enge Definitionen, das Programm umfasst Jazzmusik ebenso wie elektronisch improvisierte Musik, neue klassische Musik oder Singer/Songwriter“, lobt die Fachzeitschrift Jazz thing (108, April 2015).
  2. ↑ Start des X-Jazz-Festival in Berlin. Berliner Zeitung, 4. Februar 2020, abgerufen am 26. September 2022.
  3. ↑ Andreas Müller: X-Jazz-Festival: Angriff der Kellerkinder. In: Der Tagesspiegel. 4. Mai 2015 (tagesspiegel.de [abgerufen am 26. September 2022]).
  4. ↑ Berliner Zeitung: XJazz-Festival: Festival ohne Grenzen. 4. Mai 2015, abgerufen am 26. September 2022.
  5. ↑ Der Hauptstadtkulturfonds vergibt im zweiten Entscheidungsverfahren für das Jahr 2016 rund 4,5 Millionen € für 55 Projekte. 19. Januar 2016, abgerufen am 18. Januar 2026.
  6. ↑ Der Hauptstadtkulturfonds vergibt im zweiten Entscheidungsverfahren für das Jahr 2016 rund 4,5 Millionen € für 55 Projekte. 19. Januar 2016, abgerufen am 26. September 2022.
  7. ↑ Berlin: XJAZZ 2015. In: Jazz thing & Blue Rhythm. 26. Februar 2015, abgerufen am 26. September 2022.
  8. 1 2 X-Jazz Festival Berlin - "Jazz gehört nicht ins Museum". Deutschlandfunk Kultur, 3. Mai 2017, abgerufen am 26. September 2022.
  9. ↑ Victoriah Szirmai: Festivalbericht: XJAZZ 2018. In: fairaudio. 28. Mai 2018, abgerufen am 26. September 2022.
  10. ↑ Programmheft XJAZZ 2018, S. 5. Abgerufen am 26. September 2022.
  11. ↑ Festival XJAZZ fällt 2026 aus. Interview mit Sebastian Studnitzky. In: tipBerlin. Abgerufen am 10. März 2026.
  12. ↑ Eric Mandel: XJAZZ!: Erneute Absage. In: Jazz thing. 18. September 2026, abgerufen am 18. September 2026.
  13. ↑ XJAZZ Festival. In: Musicboard Berlin. 28. Juni 2019, abgerufen am 26. September 2022.
  14. ↑ Torsten Widua: XJAZZ! Festival - hier sind alle Infos zum preisgekrönten Event Anfang Mai 2022. In: FAZEmag. 1. Mai 2022, abgerufen am 26. September 2022.
  15. ↑ XJAZZ! FESTIVAL. In: Deutscher Jazzpreis. 3. Juni 2021, abgerufen am 26. September 2022.