Die Erstbeschreibung stammt aus dem Jahre 1970 durch den LondonerHautarzt Edmund John Moynahan unter der Bezeichnung „XTE syndrome“.
Anscheinend gibt es seither keine weiteren Publikationen, die diesem Krankheitsbild eindeutig zugeordnet werden können.
Synonyme sind: Ektodermaldysplasie mit Xerodermie; Xte-Syndrom; englischMoynahan’s syndrome III; Xeroderma talipes enamel defects
Leiber nennt als weitere Synonyme: Moynahan-Syndrom und Amelo-zerebro-hypohidrotisches Syndrom.
Das Xte-Syndrom ist nicht zu verwechseln mit dem als „Moynahan-SyndromII“ bezeichneten Alopezie-Epilepsie-Intelligenzminderung-Syndrom Typ Moynahan, einem genetisch bedingten Epilepsiesyndrom mit angeborener Alopezie, Intelligenzminderung und Sprachverzögerung.
Häufigkeit und Ursache sind nicht bekannt, die Vererbung erfolgt autosomal-dominant.
Klinische Erscheinungen
Klinische Kriterien sind:
trockene, gerötete Haut durch Schweißdrüsenhypoplasie (Xerodermie)
fakultativ Skelettveränderungen wie Knochendeformitäten
Zahnschmelzdysplasie mit Gelbverfärbung, Deformation
Zerebrale Veränderungen, EEG-Auffälligkeiten
epileptische Anfälle, geistige Retardierung
Hinzu kommt dünnes, langsam wachsendes und spärliches Kopfhaar, fehlende Wimpern.
Einzelnachweise
123Bernfried Leiber (Begründer):Die klinischen Syndrome. Syndrome, Sequenzen und Symptomenkomplexe. Hrsg.: G. Burg, J. Kunze, D. Pongratz, P. G. Scheurlen, A. Schinzel, J. Spranger. 7., völlig neu bearb. Auflage. Band2: Symptome. Urban & Schwarzenberg, München u. a. 1990, ISBN 3-541-01727-9.
↑E. J. Moynahan: XTE syndrome (xeroderma, talipes and enamel defect): a new heredo-familial syndrome. Two cases. Homozygous inheritance of a dominant gene. In: Proceedings of the Royal Society of Medicine. Band 63, Nummer 5, Mai 1970, S.447–448, PMID 5453419, PMC1811831(freier Volltext).
↑Eintrag zu Moynahan-Syndrom. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten),abgerufen am 16.September 2024.
↑E. J. Moynahan:Familial Congenital Alopecia, Epilepsy, Mental Retardation with Unusual Electroencephalograms. In: Proceedings of the Royal Society of Medicine. Band55, Nr.5, 1962, S.411–412, doi:10.1177/003591576205500520, PMID 14476762, PMC1896622(freier Volltext).
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