Das Yamabe-Problem bezeichnet eine mathematische Fragestellung aus der Differentialgeometrie des japanischen Mathematikers Hidehiko Yamabe über die Deformation der Metrik einer kompakten Riemannschen Mannigfaltigkeit.
Yamabe selbst veröffentlichte eine Lösung zu dem Problem mittels Methoden aus der Variationsrechnung und der Theorie der elliptischen partiellen Differentialgleichungen, allerdings entdeckte Neil Trudinger 1968 einen Fehler darin. Trudinger konnte jedoch zeigen, dass die Lösung von Yamabe unter einer zusätzlichen restriktiven Annahme gilt. 1976 zeigte Thierry Aubin eine Verallgemeinerung des Resultates von Trudinger und 1984 wurde das Problem schließlich durch Richard Schoen vollständig (im affirmativen Sinne) gelöst.
Das Problem lautet wie folgt:
Oder in anderen Worten, ob konform äquivalent zu einem mit konstanter Skalarkrümmung ist.
Von Yamabe stammt folgendes Resultat. Sei die Dimension von und eine zu konform äquivalente Metrik, dann existiert eine Funktion , so dass . Sei der Laplace-Beltrami-Operator angewendet auf und seine kovariante Ableitung, dann gilt für die Skalarenkrümmungen folgende Beziehung
Mit der Substitution für eine positive Funktion und erhält man die Yamabe-Gleichung
welches ein nicht-lineares Eigenwertproblem
für den Operator ist. Wenn die Gleichung für eine Konstante erfüllt, dann hat eine konstante Skalarkrümmung.
Yamabe fand heraus, dass die Yamabe-Gleichung die Euler-Lagrange-Gleichung des Funktionals
ist, wobei über die zu konform äquivalenten Metriken variieren darf. Die Konstante
nennt man Yamabe-Invariante und ist eine Invariante der Konformal-Klasse von . Die Konformal-Klasse von ist .