
Die Yamashiro-Tradition (jap. 山城伝, Yamashiro-den) ist eine Sammelbezeichnung für Schwertschmiedeschulen in der japanischen Provinz Yamashiro, die in unterschiedlicher Ausprägung ähnliche Charakteristika aufwiesen.
Die Yamashiro-Tradition gehörte neben der Sōshū-Tradition, der Bizen-Tradition, der Yamato-Tradition und der Mino-Tradition zu den fünf klassischen japanischen Schwertschmiedetraditionen (Gokaden).

Mit der Verlegung der japanischen Hauptstadt nach Heian-kyō (heute: Kyōto) in der Provinz Yamashiro im Jahr 794 wuchs die dortige Nachfrage nach Schwertern stark an. In der Folge verlagerte sich das Zentrum der japanischen Schwertproduktion von der Provinz Yamato in die Provinz Yamashiro. Einer der bedeutendsten Schwertschmiede aus dieser Frühphase war der Schwertschmied Munechika.
Innerhalb der Yamashiro-Tradition unterscheidet man zwischen verschiedenen Schulen. Diese waren die Sanjo-Schule, die Awataguchi-Schule, die Rai-Schule, die Ayakoji-Schule, die Ukai-Schule, die Aoe-Schule und die Enju-Schule.