Yanomam-Sprachen

Yanomam-Sprachen.
  • Yanomamö [guu]
  • Ninam [shb]
  • Yanomámi [wca]
  • Sanumá [xsu]
  • Yaroamë [yro]
  • Die Yanomam- oder Yanomamö-Sprachen sind eine indigene Sprachfamilie Südamerikas im Grenzgebiet Brasiliens (Roraima) und Venezuelas (Amazonas). Zu den Yanomam-Sprachen gehören vier nahe verwandte Sprachen (in eckigen Klammern ist jeweils der Sprachcode nach ISO 639-3 angegeben):

    Die Gesamtzahl der Sprecher beträgt 34.000, davon ist das Yanomamö (eigentliches Yanomamï) mit 17.640 Sprechern die bedeutendste innerhalb der Sprachfamilie.

    Alternativ wird diese Sprachfamilie auch als ein Dialektkontinuum angesehen, d. h. als eine Einzelsprache.

    Sprachliche Charakteristik

    Es handelt sich um polysynthetische Ergativsprachen mit der Grundwortstellung Subjekt-Objekt-Verb (SOV). Sie zeichnen sich außerdem durch das Vorhandensein von Nominalklassen aus. Die Lautsysteme sind relativ einfach, es kommen u. a. zwei Zentralvokale [ɨ] und [ə] vor.

    Siehe auch

    Quellen

    Einzelnachweise

    1. ↑ nsf.gov abgerufen am 1. November 2024.
    2. ↑ Kohoroxitari ist ein Dorfname und bedeutet in etwa ‘Platz der Würmer’