Yaron Matras (geboren 24. Oktober 1963 in Chicago) ist ein US-amerikanischer Linguist mit dem Schwerpunkt Romani.
Yaron Matras studierte von 1982 bis 1983 Allgemeine Linguistik und Arabistik an der Hebräischen Universität Jerusalem, dann bis 1987 Vergleichende und Germanistische Linguistik an der Universität Tübingen. Nach seinem Wechsel an die Universität Hamburg, wo er 1989 seinen Magistergrad abschloss, spezialisierte er sich auf Soziolinguistik des Kurdischen und dann auf funktional-typologische Analyse des Romani. Mit Untersuchungen zu Grammatik und Diskurs des Romanes, insbesondere dem Dialekt der Kalderasch und Lovara, wurde er 1994 in Hamburg promoviert. Er arbeitete Teilzeit im Wissenschaftsbetrieb an der Hamburger Universität und als Pressesprecher bei der Rom und Cinti Union. 1995 erhielt er eine Stelle an der Universität Manchester, wo er bis 2020 forschte und lehrte. Im Jahr 2012 wurde er mit einem Senior Fellowship des Zukunftskollegs der Universität Konstanz ausgezeichnet. Ab 2017 hatte er eine dreijährige Wolfson-Professur der British Academy inne, die er der Forschung „zu einer neuen Epistemologie der städtischen Mehrsprachigkeit“ widmete. Seither hatte er verschiedene Positionen als Gastwissenschaftler, u. a. 2022/23 am Hanse-Wissenschaftskolleg. Seit 2023 ist er Associate Fellow am London Centre for the Study of Contemporary Antisemitism.
Matras war von 1999 bis 2017 Mitherausgeber der Zeitschrift Romani Studies. Beim Verlag Mouton de Gruyter gibt er die Forschungsreihe Language Contact and Bilingualism und, als Mitherausgeber, die Empirical Approaches to Language Typology heraus.
| Personendaten | |
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| NAME | Matras, Yaron |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Linguist |
| GEBURTSDATUM | 24. Oktober 1963 |
| GEBURTSORT | Chicago |