| Yateley | ||
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| Staat: | ||
| Koordinaten | 51° 20′ N, 0° 50′ W | |
| OS National Grid | SU8160 | |
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| Traditionelle Grafschaft | Hampshire | |
| Einwohner | 20.334 (Stand: 2021) | |
| Verwaltung | ||
| Post town | YATELEY | |
| Vorwahl | 01252 01276 | |
| Landesteil | England | |
| Region | South East England | |
| Shire county | Hart | |
| District | Hampshire | |
| Britisches Parlament | Aldershot | |
| Website: Yateley Town Council | ||

Yateley ist eine Stadt und Civil Parish im District Hart in der englischen Grafschaft Hampshire. Sie liegt im Nordosten der Grafschaft nahe den Grenzen zu Berkshire und Surrey und gehört zum weiteren Einzugsgebiet von London. Zur Civil Parish zählen neben dem eigentlichen Ort auch Frogmore, Darby Green, ein Teil von Blackwater und der größte Teil des Flughafens Blackbushe. Yateley erhielt im Januar 1975 den Status einer Stadt und hatte bei der Volkszählung 2021 insgesamt 20.334 Einwohner. Der Ort befindet sich in einer begehrten Wohngegend. Im Jahr 2011 wurde der Bezirk Hart zum begehrtesten Wohnort Großbritanniens gekürt, und Yateley wurde in einem Artikel der BBC News als eine der dortigen Städte genannt.
Die ältesten Spuren menschlicher Besiedlung sind bearbeitete Feuersteine aus der Mittelsteinzeit, die auf dem Gebiet von Yateley Common gefunden wurden. Auf den Flussterrassen nördlich des heutigen Ortskerns wurden zudem Bestattungsurnen aus der frühen Bronzezeit entdeckt.
Der Ortsname wird aus dem alt- beziehungsweise mittelenglischen Wort yat oder yate für „Tor“ und ley für eine Waldlichtung hergeleitet. Der Name bezeichnete demnach möglicherweise eine Lichtung an einem Zugang zum Windsor Forest.
Vor der normannischen Eroberung Englands gehörte das Gebiet zur Grundherrschaft und Verwaltungseinheit von Crondall. Die mittelalterliche Gemeinde Yateley umfasste ein deutlich größeres Gebiet, zu dem auch Blackwater, Hawley, Southwood, Bramshot, Cove und Minley gehörten. Yateley bestand damals aus verstreuten kleinen Bauernhöfen auf den landwirtschaftlich wenig ertragreichen Heideböden.
Die anglikanische Pfarrkirche St Peter enthält noch Reste einer möglicherweise angelsächsischen Nordwand. Das heutige Kirchenschiff ist überwiegend normannischen Ursprungs, während der Chor aus der frühgotischen Epoche stammt. Im 14. Jahrhundert wurde ein südliches Seitenschiff und im 15. Jahrhundert eine Vorhalle ergänzt. Der charakteristische Westturm besitzt eine Holzkonstruktion. Die Kirche wurde im Mai 1979 durch einen Brand weitgehend zerstört und anschließend wiederaufgebaut. Sie ist als Baudenkmal der Kategorie Grade II geschützt.
Bis ins frühe 20. Jahrhundert blieb Yateley überwiegend ländlich geprägt. Seit den 1920er-Jahren entstanden zunehmend Wohnsiedlungen auf den früheren Heide- und Allmendeflächen. Während des Zweiten Weltkriegs wurden im Westen des Ortes Baracken für Angehörige der Royal Air Force errichtet, die nach Kriegsende vorübergehend als Unterkünfte genutzt wurden. Anschließend wurden große Flächen für den Wohnungsbau freigegeben. Die Einwohnerzahl stieg von 4469 im Jahr 1961 auf rund 20.000 im Jahr 1981. Der 1894 eingerichtete Gemeinderat wurde 1975 mit der Verleihung des Stadtstatus zum Yateley Town Council.
Yateley liegt auf flachwelligen Terrassen aus Bagshot-Sand südlich des Tals des River Blackwater. Nördlich des Ortes befinden sich mehrere Seen, die durch die Flutung früherer Sand- und Kiesgruben entstanden. Der Fluss bildet in diesem Gebiet einen Teil der Grenze zwischen Hampshire und Berkshire.
Südlich des bebauten Stadtgebiets liegt Yateley Common, eine etwa 200 Hektar große Landschaft aus Heideflächen, Wäldern und Teichen. Sie wird als Country Park vom Hampshire County Council verwaltet. Große Teile der Fläche gehören zum Schutzgebiet Castle Bottom to Yateley and Hawley Commons, das sowohl als Site of Special Scientific Interest als auch als Teil des europäischen Vogelschutzgebiets Thames Basin Heaths ausgewiesen ist. Zu den dort vorkommenden geschützten Vogelarten gehört die Provencegrasmücke.
Zum Stadtgebiet gehören mehrere historische Grünflächen. Yateley Green besteht aus offenen Grasflächen, Waldstücken, Wasserläufen und dem Shute’s Pond. Das Gebiet wurde 1977 zusammen mit der Kirche St Peter als Denkmalschutzgebiet ausgewiesen und 1981 sowie 1988 erweitert. Weitere geschützte historische Ortsbereiche befinden sich in Cricket Hill und Darby Green.
Das historische Zentrum liegt um Yateley Green, Church End Green und die Reading Road. Trotz der umfangreichen Wohnbebauung seit den 1960er-Jahren blieben dort Grünflächen, alte Bäume, unregelmäßig verlaufende Straßen und mehrere historische Gebäude erhalten.
Zu den bedeutendsten Bauwerken gehört neben St Peter die südlich des Zentrums gelegene Yateley Hall. Das Anfang des 18. Jahrhunderts errichtete Herrenhaus ist ein zweigeschossiger Backsteinbau mit ausgebautem Dachgeschoss. Auf der Ostseite haben sich Teile eines mittelalterlichen Wassergrabens erhalten. Das Gebäude ist als Baudenkmal der Kategorie Grade II* eingestuft.
Ein weiteres historisches Gebäude ist das Brookfield House an der Firgrove Road. Das frühere Bauernhaus entstand im späten 15. oder frühen 16. Jahrhundert als Fachwerkbau und wurde im 17. und 18. Jahrhundert erweitert und umgestaltet.
Die Yateley School ist eine staatliche Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe für Schüler im Alter von 11 bis 18 Jahren. Daneben bestehen mehrere Grundschulen sowie die private Yateley Manor School, die 1947 gegründet wurde.
Yateley besitzt keinen eigenen Bahnhof. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich im benachbarten Sandhurst und wird von Great Western Railway bedient. Eine Buslinie verbindet Yateley über Camberley und Frimley mit Aldershot. Südlich der Stadt verläuft die A30, während die B3272 durch das historische Zentrum führt.
Der 2013 gegründete Fußballverein Yateley United trägt seine Heimspiele im Sean Devereux Park aus. Der Sportpark ist nach dem aus Yateley stammenden Entwicklungshelfer Sean Devereux benannt.
Der Yateley Cricket Club wurde 1881 gegründet. Seine ersten Spielstätten befanden sich beim Gasthaus The Cricketers am Cricket Hill und später auf Yateley Green. Im Jahr 1999 bezog der Verein eine neu errichtete Anlage im Sean Devereux Park, die gemeinsam mit dem örtlichen Hockeyverein entwickelt worden war.
Zu den regelmäßigen Veranstaltungen gehört das Musikfestival Gig on the Green, das auf einer Grünfläche der Stadt ausgetragen wird.