
Yıldız Çakar (* 1978 in Diyarbakır) ist eine Autorin und Journalistin kurdischer Abstammung, die auf Kurdisch schreibt. Sie ist eines der Gründungsmitglieder der Kurdish Writers' Association und Mitglied des Kurdish PEN.
Zu Beginn ihrer journalistischen Tätigkeit arbeitete sie als Korrespondentin und Redakteurin für kurdische und türkische Zeitungen. Ihre zwischen 1999 und 2003 in der Zeitung Azadiya Welat und der Zeitschrift Jiyana Rewşen veröffentlichten Gedichte erschienen 2004 unter dem Titel Goristana Stêrkan.
Sie ist eines der Gründungsmitglieder der Vereinigung kurdischer Schriftsteller und war vor deren Schließung durch ein staatliches Dekret eine der Co-Vorsitzenden. Ihr literarisches und publizistisches Schaffen umfasst Gedichtbände, Romane, Kurzgeschichten und weitere Arbeiten.
Viele Gedichte, Theaterstücke und Geschichten von Çakar wurden ins Türkische, Arabische, Deutsche und Englische übersetzt.
Sie schrieb einen Monolog für die Royal Shakespeare Company, ein Theaterstück für das Maxim Gorki Theater in Berlin und einen Monolog für das Theater EastNBull in London.
Während ihrer Tätigkeit als Journalistin in kurdischen Zeitungen in der Türkei wurde sie immer wieder verhaftet und gefoltert. 1998 wurde ihre Folter nach eigener Aussage im offiziellen Report eines Menschenrechtsvereins dokumentiert.
Ihre Werke befassen sich unter anderem mit Tod und Exil sowie mit Erfahrungen von Vertreibung, Flucht und Gewalt im kurdischen Kontext.
Çakar lebt seit 2017 in Berlin im Exil. Am 15. Mai 2026 wurde sie am Flughafen Istanbul festgenommen, als sie von Deutschland nach Amed (Diyarbakır) weiterreisen wollte. Gegen sie lief ein Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs der „Terrorpropaganda“. Nach einer Befragung wurde die Festnahmeanordnung aufgehoben und Çakar wieder freigelassen.
Gedichte
Drehbücher
Artikel
Romane
Theaterstücke
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Çakar, Yıldız |
| KURZBESCHREIBUNG | türkisch-kurdische Autorin und Journalistin |
| GEBURTSDATUM | 1978 |
| GEBURTSORT | Diyarbakır |