| Film | |
| Titel | You Can See Everything |
|---|---|
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Länge | 174 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Nathan Fielder, Lance Oppenheim |
| Produktion | Maggie Ambrose, Tatiana Bears, Jack Davis, Nathan Fielder, Lance Oppenheim |
| Musik | Ari Balouzian |
| Kamera | David Bolen |
| Schnitt | Adam Locke-Norton |
| Besetzung | |
You Can See Everything ist ein Dokumentarfilm von Nathan Fielder und Lance Oppenheim über die wegen Betrugs verurteilte Unternehmerin Elizabeth Holmes. Sie hatte im Jahr 2003 mit 19 Jahren das Biotech-Unternehmen Theranos gegründet, das Bluttests für zu Hause herstellen sollte und von Investoren mit Millionen überschüttet wurde, bis der Journalist John Carreyrou Nachforschungen anstellte. Die anfängliche Erfolgsgeschichte entpuppte sich zu einem der größten Betrugsfälle, den das Silicon Valley je erlebte. Der Film feierte Anfang September 2026 beim Telluride Film Festival seine Premiere und wurde Mitte Oktober von A24 in die US-Kinos gebracht.
Im Jahr 2023. In etwas mehr als einem Monat muss Elizabeth Holmes ihre rund elfjährige Haftstrafe antreten. Nathan Fielder konfrontiert die verurteilte Theranos-Gründerin und ihren Partner Billy Evans in Holmes' Elternhaus mit allen möglichen Fragen und dokumentiert ihr Leben in ihrem gemieteten Strandhaus im kalifornischen Del Mar.
Zwei Jahre später. Fielder begleitet Evans bei der Entwicklung der neuen Firma Haemanthus.

Regie führten Nathan Fielder und Lance Oppenheim. Oppenheim hatte Fielder per E-Mail kontaktiert, nachdem er erfahren hatte, dass dieser einen Teil seiner Dokumentation Some Kind of Heaven gesehen hatte. Die beiden Filmemacher freundeten sich an. Ursprünglich war der Film als ein persönliches Porträt angelegt, entwickelte sich in den drei Jahren, in denen er gedreht wurde, jedoch in einen 174 Minuten langen Dokumentarfilm. Mit Filmeditor Adam Locke-Norton arbeitete Fielder bereits für die Doku-Comedy-Fernsehserie The Rehearsal zusammen.
Seit dem 30. Mai 2023 befindet sich Holmes im Bundesgefängnis Bryan im US-Bundesstaat Texas in Haft. Ihr Partner Billy Evans wuchs in San Diego in einer angesehenen Familie auf. Seine Großeltern hatten 1953 ein später renommiertes Resort Hotel eröffnet und waren damit Pioniere der südkalifornischen Tourismusbranche. Der Familie gehören heute insgesamt drei Hotels. Im Jahr 2017 lernte der damals 25-Jährige Evans bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung Holmes kennen.
Die Filmmusik komponierte Ari Balouzian, mit dem Lance Oppenheim zuletzt für sein Spielfilmdebüt Primetime zusammenarbeitete. Er ist Mitglied des Soul- und Gospel-Trios Gabriels. Das Soundtrack-Album mit insgesamt 25 Musikstücken wurde am 16. Oktober 2026 von A24 Music als Download veröffentlicht.
Die Premiere des Films fand am 6. September 2026 beim Telluride Film Festival statt. Der erste lange Trailer wurde Ende September 2026 vorgestellt. Ebenfalls Ende September 2026 wurd der Film beim New York Film Festival gezeigt. Am 16. Oktober 2026 brachte A24 ihn in ausgewählte US-Kinos. Dort erhielt der Film ein R-Rating, was einer Freigabe ab 17 Jahren entspricht. Ende Oktober 2026 wird You Can See Everything beim Savannah Film Festival gezeigt. Sony Pictures Worldwide Acquisitions sicherte sich die Auswertungsrechte für Deutschland und Österreich.
Von den bei Rotten Tomatoes aufgeführten Kritiken sind 98 Prozent positiv bei einer durchschnittlichen Bewertung mit 9,3 von 10 möglichen Punkten. Bei Metacritic erhielt der Film einen Metascore von 97 von 100 möglichen Punkten.

Adrian Horton schreibt in ihrer Kritik im Guardian, der dreistündige Dokumentarfilm sei inszeniert wie ein Thriller und vertont wie ein Drama. Lance Oppenheims unverkennbarer Stil, Nahaufnahmen, die ein Gesicht erst eng umschließen und es dann mit Neugier durchbohren, passe perfekt zum Material. Es sei auch ungemein befriedigend zu beobachten, wie Nathan Fielders Blicke, seine hochgezogenen Augenbrauen, seine bohrenden Fragen und das Aufgeben sozialer Distanz, mit Holmes’ Wesen unschuldiger Herzlichkeit verschmelzen. Dieser einzigartige Film lebe zum Teil von einem Überraschungsmoment, sowohl für die Zuschauer als auch für die Filmemacher, die offenbar selbst nicht wussten, worauf sie sich einließen, als sie 2023 das Mietshaus von Holmes und Evans betraten.
You Can See Everything hat an seinem Startwochenende in Nordamerika 15 Millionen US-Dollar eingespielt und kam in den USA auf mehr als 2000 ausverkaufte Vorführungen. Dies stellte den besten Start eines Dokumentarfilms seit Fahrenheit 9/11 dar. Die weltweiten Einnahmen des Films aus Kinovorführungen belaufen sich auf 18,2 Millionen US-Dollar.
Bei den Cinema Eye Honors befindet sich You Can See Everything in der Longlist für den Besten Dokumentarfilm. Im Folgenden weitere Nominierungen.
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