Das Youssef-Syndrom ist eine artifizielle Verbindung zwischen Gebärmutter und Harnblase (uterovesikale Fistel oder vesikouterine Fistel), die zum Beispiel nach einer Schnittentbindung (Eröffnung des Uterus) durch versehentliche Verletzung der Blasenwand oder auch als Folge anderer Krankheiten entstehen kann. Sie ist nach dem ägyptischen Gynäkologen Abdel Fattah Youssef (1924–2001) benannt.
Diese Hämaturie wird auch Menurie oder Menourie genannt.
An Komplikationen werden eine sekundäre Amenorrhö, eine sekundäre Sterilität und eine Abortneigung beschrieben. Die Therapie besteht aus Fistelexzision und operativer Rekonstruktion.
Beschrieben wurden auch vesikozervikovaginale Fisteln mit Verbindungen zwischen Harnblase, Gebärmutterhals und Vagina.
Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient weder der Selbstdiagnose noch wird dadurch eine Diagnose durch einen Arzt ersetzt. Bitte hierzu den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!