| Zanja Moroti | |||
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| Koordinaten | 23° 19′ 36″ S, 56° 19′ 31″ W | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Paraguay | ||
| Departamento Concepción | |||
| Detaildaten | |||
| Höhe | 66 m | ||
| Stadtgliederung | 2 | ||
| Postleitzahl | 010802 | ||
| Vorwahl | (595) (331) | ||
| Zeitzone | UTC−4 | ||
Zanja Moroti ist eine kleine Ansiedlung im Departamento Concepción im Distrikt Azotey in Paraguay. Der Ort liegt etwa 21,5 Kilometer nordöstlich von Azotey. Die Ansiedlung erreicht man in dem man nördlich von Azotey über die Ruta PY08 nach Osten abbiegt. Der Ort liegt Nahe des Río Apa.
Alfred Laubmann beschrieb das Gebiet als hügeliges Gelände. Es ist geprägt von Waldinseln mit üppigem Hochwald und Unterwuchs in Cerrado-Landschaft. Es existieren Regenwaldsümpfe und in der Regenzeit Bachläufen mit viel Schilff, Zypergräsern und anderen Wasserpflanzen. Die Freiwasserzone, also der freie, offene Bereich eines Gewässers beispielsweise eines Sees, der weder direkten Kontakt zum Ufer noch zum Gewässerboden hat, fehlt in dem Gebiet. Insbesondere am Arroyo Amambay ist die Landschaft von mitteltropischem Hochwald geprägt. Etwa 30 Kilometer südwestlich beginnen die freie Pampa, die sich bis weit in den Süden zieht.
Der Ort findet sich vor allem in der Literatur im Zusammenhang mit Sammeltätigkeiten von Hans Krieg (1888–1970), Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973) und Michael Mathias Kiefer (1902–1980). Diese sammelten dort beispielsweise Exemplare des Chacoguans (Ortalis canicollis), des Bronzekiebitz (Vanellus chilensis), des Gilbwaldsängers (Myiothlypis flaveola), des Krähenstirnvogels (Psarocolius decumanus), des Blassschopfspecht (Celeus lugubris), der Schwarzgesichttangare (Trichothraupis melanops), der Schwarztangare (Tachyphonus rufusdes), des Braunohrsittichs (Pyrrhura frontalis), des Pavuasittichs (Psittacara leucophthalmus), der Pauraquenachtschwalbe (Nyctidromus albicollis), des Elfenwaldsänger (Setophaga pitiayumi), des Chivivireo (Vireo chivi), der Schwarznackenbekarde (Tityra cayana), der Fahlbrustdrossel (Turdus leucomelas), des Wechselameisenwürgers (Thamnophilus caerulescens) und des Sperberwaldfalken (Micrastur ruficollis). Die Bälge gingen an die Zoologische Staatssammlung München und wurden hier unter anderem von Alfred Laubmann für sein Werk Die Vögel von Paraguay analysiert.
Es war die Dritte Gran Chaco Expedition in den Jahren 1931 bis 1932 unter der Leitung von Krieg, die sie über den Gran Chaco, nach Ostparaguay und Südbrasilien führte. Im Gebiet von Zanja Moroti sammelten die Expeditionsteilnehmer von 6. November bis 28. Dezember 1931. Mehr zu dieser Expedition berichtete Krieg später in seinem Buch Zwischen Anden und Atlantik. Reisen eines Biologen in Südamerika.