Der Lebensraum umfasst offene baum- und strauchbestandene Flächen, auch Galeriewald.
Merkmale
Die Art ist 10cm groß und wiegt zwischen 6 und 12g. Das Männchen hat eine schwarze bis zum Nacken reichende Kopfkappe mit weißen Punkten, die Stirn trägt breite rote Federspitzen, die einen roten Fleck bilden. Die Nasenhaare sind weiß bis bräunlich, die Wangen dunkelbraun, die Ohrdecken angedeutet schwärzlich gebändert mit kleinem weißem Hinteraugenstreif. Die Nackenseiten sind schwärzlich gebändert. Die Oberseite ist matt bräunlich, manchmal diskret gebändert. Die Flügeldecken sind braun und haben gelbbraune Ränder, die Flugfedern sind dunkelbraun, die Armschwingen und Schirmfedern tragen hellere Ränder. Die Schwanzoberseite ist dunkelbraun, das zentrale Federpaar hat auf der Innenseite einen weißen Streifen, die äußeren Steuerfedern haben einen schräg verlaufenden weißen Subterminalfleck.
Kinn und Kehle sind weiß bis hellbräunlich mit schwärzlicher Bänderung, die übrige durchgehend schwarz gebänderte Unterseite ist weiß, Flanken gelbbraun überhaucht. Die Flügelunterseite ist blass braun, die Unterflügeldecken sind etwas heller. Der Schnabel ist kurz, der Schnabelfirst leicht gebogen, schwarz mit etwas hellerer Basis am Unterschnabel. Die Iris ist dunkel kastanienbraun, die Orbitalhaut blaugrau, die Beine sind grau.
Beim Weibchen fehlt das Rot am Kopf. Jungvögel sind dunkler und matter gefärbt, noch ohne weiße Kopfflecken, und meist deutlicher gebändert.
Die Art unterscheidet sich vom Andenzwergspecht (Picumnus dorbignyanus) durch braunere Oberseite, gebänderte und weniger geschuppte Unterseite, vom Temminckzwergspecht (Picumnus temminckii) durch das Fehlen von Zimttönen im Gefieder.
P. c. macconnelliSharpe, 1901 – Nordosten Brasiliens (Amazonasbecken bis Rio Tapajós), Oberseite ungebändert, dunkelbraune Ohrdecken manchmal mit weißen Punkten, kräftige breite Bänderung an Kinn, Kehle und Oberbrust
P. c. confususKinnear, 1927 – Südwesten Guyanas, Französisch-Guayana und Roraima im äußersten Norden Brasiliens, dunklere Ohrdecken ohne weiße obere Begrenzung, brauner Rücken mit blasser Bänderung, sehr schmale helle Flügelspitzen und deutlich gebänderte Kehle
P. c. pilcomayensisHargitt, 1891 – Südosten Boliviens und Paraguay bis Nordosten Argentiniens und Uruguay, Oberseite grau, Unterseite mit dichter stehender schwarzer und weißer Bänderung, beim Männchen weniger Rot auf der Kopfkappe
P. c. tucumanusHartert, E.J.O., 1909} – Nordwesten Argentiniens, grau-braune Oberseite deutlicher gebändert, Kehle gelblich-braun, Brust dunkler gebändert, auf der Unterseite größerer Abstand zwischen den schwarzen Bändern, beim Männchen ist das Rot nur auf der Stirn, oft auch weniger weiße Flecken auf der Haube
P. c. thamnophiloidesBond, J. & Meyer de Schauensee, 1942 – Südosten Boliviens bis Nordwesten Argentiniens, Oberseite grau, Unterseite weniger strukturiert, an Kehle und oberer Brust einzelne dunkle Bänder, Flanken mit pfeilspitzenartiger Zeichnung, Unterseite fast unstrukturiert
Stimme
Der Ruf des Männchens wird als hohes, abfallendes oder langgezogen wellenförmiges “tsirrrr” beschrieben, auch als “tsirit, tsick”. Der Vogel trommelt laut auf kleinen toten Stümpfen.
Lebensweise
Die Nahrung besteht hauptsächlich aus kleinen Insekten, Larven und Eiern von holzbohrenden Käfern und Ameisen, die hörbar hämmernd aus Löchern in Bäumen und Sträuchern gesammelt werden. Gejagt wird einzeln, manchmal in gemischten Jagdgemeinschaften auf unterer und mittlerer Vegetationsebene, meist im Unterholz. Der Vogel hängt oft unten an Zweigen oder an deren Spitze.
Die Brutzeit liegt im Norden zwischen Juli und Dezember, im Süden zwischen September und März. Beide Elternvögel stellen die Nisthöhle her, oft nur wenige Meter über dem Erdboden, gerne in schmalen Stämmen, der runde oder ovale Eingang ist 2–4cm groß, die Höhle 10–20cm tief. Die Art ist ein vermutlich ein Standvogel, insbesondere wird das Nistgebiet nur ungern verlassen. Das Gelege besteht aus 2–4 weißen Eiern.
Der Bestand gilt als „nicht gefährdet“ (least Concern).
Literatur
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