Zenoberg

Zenoberg
Italienische Bezeichnung: Monte San Zeno
Staat Italien
Region Trentino-Südtirol
Provinz Südtirol (BZ)
Gemeinde Dorf Tirol
Koordinaten 46° 41′ N, 11° 10′ OKoordinaten: 46° 40′ 31″ N, 11° 10′ 12″ O
Fläche 1,87 km²
Einwohner 228 ()
Bevölkerungsdichte 122 Einw./km²
Telefonvorwahl 0473 CAP 39019
Kapelle der Zenoburg
Der am Kapellenportal angebrachte Tiroler Adler

Zenoberg (italienisch Monte San Zeno) ist eine Fraktion der Gemeinde Tirol in Südtirol (Italien). Sie befindet sich am südöstlichen Ende des Richtung Meraner Talkessel vorgeschobenen Küchelbergs direkt oberhalb der Kurstadt Meran. Zenoberg hat ca. 200 Einwohner und liegt auf 350–400 m Höhe.

Geschichte

Der heilige Valentin von Rätien soll sich gegen Ende seines Lebens ca. 470 auf ein kleines Bethaus (Oratulum) am Zenoberg zurückgezogen haben. Dort wurde die St. Valentinskirche erbaut. Venantius Fortunatus pilgerte im 6. Jh. zur Kirche und erwähnt sie als Valentini benedicti templa. Auch der heilige Corbinian soll hierhin hingepilgert sein. Die St.-Valentins-Kirche wurde später mit der St.-Zeno-Kirche zu einer Doppelkirche vereinigt.

Die Suppaner, ein dort ansässiges Edelsgeschlecht, führen bereits 1140 den Titel de monte S. Zenonis. Dies ist auch die erste Erwähnung der Örtlichkeit. 1432 scheint sie als mons sancti Zenonis auf.

Sehenswürdigkeiten

Besonderheiten

Der Hügel von Zenoberg eignet sich hervorragend zum Anbau der Vernatsch-Rebe.

Persönlichkeiten aus Zenoberg

Einzelnachweise

  1. ↑ Hannes Obermair: Bozen Süd – Bolzano Nord. Schriftlichkeit und urkundliche Überlieferung der Stadt Bozen bis 1500. Band 2. Stadtgemeinde Bozen, Bozen 2008, ISBN 978-88-901870-1-8, S. 74, Nr. 985.
  2. ↑ Josef Weingartner: Die Kunstdenkmäler Südtirols. 7. Auflage. Band 2, 1991, S. 602.
  3. ↑ Karl Moeser: Zwei Kapitel aus der Entwicklungsgeschichte des Tiroler Adlers, in: Festschrift zu Ehren Oswald Redlichs (= Veröffentlichungen des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum. Band 8). Innsbruck 1928, S. 459–498 (zobodat.at [PDF]).