Zentraldepot

Zentraldepot ist ein von Museen, Bibliotheken und Archiven benutzter Begriff für die räumliche Konzentration von Kunst- und Kulturgütern wie Büchern, Filmen, Archivalien, Museumsgut; siehe auch Depot (Museum). Meist werden außerdem Restaurierungswerkstätten und Büros der Mitarbeiter mit den Zentraldepots zusammengefasst. Geplant werden Zentraldepots von der Stiftung Weimarer Klassik und dem British Museum sowie der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, 2012 fertiggestellt wurde das der Städtischen Museen Freiburg.

Beispiele

Vor- und Nachteile

Zentraldepots bieten zahlreiche Vorteile, vor allem wenn sie mit den Räumlichkeiten für Restaurierungswerkstätten und Verwaltung verbunden sind: Kurze Wege für Mitarbeiter und Transport der Objekte, bessere Überwachung in konservatorischer und sicherheitstechnischer Hinsicht sowie geringere Kosten für Klimatisierung und Reinigung. Nachteilig sind eine häufig räumlich weiter entfernte Lage vom Ausstellungsräumen oder Benutzerarbeitsplätzen – vor allem letzteres ist bei Archiven und Bibliotheken nachteilig, da die Bereitstellung für Benutzer erschwert wird wenn längere Transportwege und damit Wartezeiten für den Benutzer entstehen. Auch wenn Zentraldepots unter Sicherheitsaspekten vorteilhaft sind, kann bei einem trotzdem eintretenden Schadensereignis (Feuer, Hochwasser) gleich ein großer Teil der Bestände betroffen sein, anders als bei einer Verteilung auf mehrere Standorte.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Das neue Zentrale Kunstdepot. Zugriff am 18. Dezember 2015