Ein Schema von Zufallsvariablen, auch Dreiecksschema genannt, bezeichnet in der Wahrscheinlichkeitstheorie eine Verallgemeinerung einer Folge von Zufallsvariablen, bei der die Zufallsvariablen über einen zweiten Index in kleinere Gruppen zusammengefasst werden. Dies hat den Vorteil, dass man gewisse Eigenschaften (Normiertheit, Zentriertheit, Unabhängigkeit) nur für diese Untergruppen fordern muss und nicht für die gesamte Folge und dabei trotzdem noch gewisse Aussagen treffen kann. Schemata von Zufallsvariablen spielen eine Rolle bei dem zentralen Grenzwertsatz von Lindeberg-Feller, einer Verallgemeinerung des zentralen Grenzwertsatzes für Partialsummen von Schemata von Zufallsvariablen.
Für jedes sei ein gegeben und Zufallsvariablen . Dann heißt
ein Schema von Zufallsvariablen. Die Zufallsvariablen werden also immer in Gruppen der Größe zusammengefasst.
Gegeben sei eine Folge unabhängig identisch verteilter Zufallsvariablen. Wir setzen der Einfachheit halber für alle . Die Gruppen bestehen also alle aus 4 Zufallsvariablen. Das Schema sei nun definiert als
Es werden also immer Teilsummen der Folgen gebildet, welche die Länge haben und sich gegenseitig nicht überlappen. Ausgeschrieben würde das Schema so aussehen:
Wie auch bei Folgen von Zufallsvariablen lassen sich für Schemata von Zufallsvariablen noch einige Präzisierungen des Begriffs angeben.
Ein Schema von Zufallsvariablen heißt ein unabhängiges Schema, wenn für alle die Zufallsvariablen stochastisch unabhängig sind.
Ein Schema von Zufallsvariablen heißt ein zentriertes Schema, wenn ist für alle .
Ein Schema von Zufallsvariablen heißt ein normiertes Schema, wenn für alle gilt, dass
ist.
Ein zentriertes Schema von Zufallsvariablen heißt asymptotisch vernachlässigbares Schema, wenn
ist für jedes .