| Zihl La Thièle / Thielle | ||
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| Daten | ||
| Gewässerkennzahl | CH: 207 | |
| Lage | Schweizer Mittelland
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| Flusssystem | Rhein | |
| Abfluss über | Nidau-Büren-Kanal → Aare → Rhein → Nordsee | |
| Ursprung | Zusammenfluss der Orbe und des Talent nordöstlich von Orbe 46° 44′ 15″ N, 6° 33′ 48″ O | |
| Mündung | in der Stadt Biel/Bienne in den Nidau-Büren-KanalKoordinaten: 47° 7′ 10″ N, 7° 15′ 16″ O; CH1903: 586023 / 218734 47° 7′ 10″ N, 7° 15′ 16″ O
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| Länge | 20 km (insgesamt in den drei Abschnitten; Zuflüsse etwa 60 km zur weitesten Quelle im System der Orbe) | |
| Einzugsgebiet | 476 km² | |
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Die Zihl sind drei Abschnitte des Gewässers zwischen Orbe-Ebene und Aare, das durch Neuenburger- und Bielersee zweimal unterbrochen wird.
1265 („Teyla flumine“) wurde der Fluss erstmals schriftlich erwähnt. Der Name könnte mit dem urindogermanischen Verb *teih1 „warm werden, schmelzen“ in Zusammenhang stehen, was dahingehend begründet sein könnte, dass sich im Einzugsgebiet keine Gletscher befinden (im Gegensatz z. B. zur Aare).
Die Zihl entsteht aus dem Zusammenfluss der Orbe und des Talent nordöstlich des Städtchens Orbe im schweizerischen Kanton Waadt, fliesst zum grössten Teil als kanalisierter Fluss nach Nordosten durch die intensiv bewirtschaftete Orbeebene (frz. Plaine de l'Orbe) und mündet nach 9 km bei Yverdon-les-Bains in den Neuenburgersee.
Der mittlere Teil der Zihl ist die Verbindung zwischen Neuenburger- und Bielersee (mittlere Zihl), die anlässlich der Juragewässerkorrektion durch den Zihlkanal ersetzt wurde, wovon aber noch Flussschleifen – La Vieille Thielle – erhalten geblieben sind.
Der untere Teil der Zihl bildet den natürlichen Abfluss aus dem Bielersee in die Aare (untere Zihl). Davon ist noch das erste, etwa 2 km lange Stück zwischen dem Bielersee und der Einmündung in den Nidau-Büren-Kanal erhalten geblieben. Die restlichen 7 km Flussstrecke bis zur Einmündung in die Aare hat der parallel verlaufende Nidau-Büren-Kanal ersetzt.
Das 475,95 km² grosse Einzugsgebiet der Zihl wird durch sie über den Zihlkanal, die Aare und den Rhein zur Nordsee entwässert.
Der im 17. Jahrhundert begonnene Bau einer schiffbaren Verbindung zwischen Rhone und Rhein vom Genfersee aus via Venoge, Canal d’Entreroches, Zihl und Aare bis zur Aare-Mündung in den Rhein bei Koblenz konnte nicht beendet werden. Die bis Anfang dieses Jahrhunderts bei allen Wasser- und Strassenbauten in der Schweiz offen gehaltene Möglichkeit, diesen Transhelvetischen Kanal einst zu schaffen, wurde inzwischen offiziell aufgegeben.
Im April 2018 wurde auf einem 1,8 Kilometer langen Abschnitt oberhalb von Yverdon mit der Renaturierung der Zihl begonnen. Neben dem Hochwasserschutz stand die Schaffung der biologischen Vielfalt sowie die Nutzung als Naherholungsgebiet im Zentrum.
Auf ihrem Weg wird der Fluss von 23 Übergängen überquert: 12 Brücken im oberen Abschnitt (La Thièle), 3 Brücken im mittleren Abschnitt (Zihlkanal) und 8 Brücken im unteren Abschnitt (Alte Zihl).