Zimterlen

Zimterlen

Erlenblättrige Zimterle (Clethra alnifolia)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Scheinellergewächse (Clethraceae)
Gattung: Zimterlen
Wissenschaftlicher Name
Clethra
L.

Die Zimterlen oder Scheinellern (Clethra) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Scheinellergewächse (Clethraceae). Die meisten der etwa 77 Arten sind in der Neuen Welt und Südostasien verbreitet.

Beschreibung

Illustration der Erlenblättrigen Zimterle (Clethra alnifolia) aus Afbeeldingen der fraaiste, meest uitheemsche boomen en heesters, Tafel 57

Vegetative Merkmale

Die Zimterlen sind teils immergrüne, teils laubwerfende Bäume oder Sträucher. Knospen, Zweige, Blattspreiten, Blütenstände und Blüten sind locker bis dicht mit überwiegend sternförmigen Haaren behaart. Die wechselständigen Laubblätter stehen in Büscheln an den Zweigenden. Die Blattspreiten sind einfach (ungeteilt) mit meist gesägtem, teils auch glattem Blattrand. Es sind keine Nebenblätter vorhanden.

Generative Merkmale

Die endständigen traubigen Blütenstände sind meist vielblütig und langgestreckt; sie stehen einzeln oder in kleinen Gruppen.

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter überlappen sich. Die fünf meist weißen Kronblätter sind frei oder an der Basis verwachsen. Es sind zwei Kreise mit je fünf Staubblättern vorhanden; sie sind meist mit der Basis der Kronblätter verwachsen. Die Staubblätter sind mehr oder weniger V-förmig und nach innen gebogen. Drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Der Fruchtknoten ist annähernd kugelig, aber an der Griffelbasis abgeflacht. Jede der drei Fruchtknotenkammern enthalten 20 bis 40 Samenanlagen. Es ist ein Griffel vorhanden, der an der Spitze in einer meist dreilappigen oder dreispaltigen Narbe endet.

Die Kapselfrüchte sind halbkugelig bis kugelig, dreikammerig und behaart. Die Samen besitzen eine dünne Schale mit einer netzartigen Prägung.

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 8.

Fossil

Ein fossiler Vertreter dieser Gattung aus dem Baltischen Bernstein (Eozän, Alter etwa 40 bis 50 Millionen Jahre) ist der einzigen makaronesischen Art, Clethra arborea, sehr ähnlich.

Systematik und Verbreitung

Berg-Zimterle (Clethra acuminata)
Erlenblättrige Zimterle (Clethra alnifolia)
Maiglöckchen-Zimterle (Clethra arborea)
Japanische Zimterle (Clethra barbinervis), blühend
Japanische Zimterle (Clethra barbinervis), fruchtend
Clethra delavayi
Am Zweigende gehäuft stehende Laubblätter von Clethra mexicana
Clethra suaveolens

Die Gattung Clethra wurde 1753 durch Carl von Linné aufgestellt. Synonyme für Clethra L. sind: Junia Adans. nom. illeg., Volkameria P.Browne nom. illeg., Tinus L. nom. illeg., Gillena Adans. nom. illeg., Cuellaria Ruiz & Pav., Kowalewskia Turcz., Crossophrys Klotzsch.

Die Clethra-Arten sind in der Neuen Welt und Südostasien in den tropischen bis gemäßigt warmen Gebieten verbreitet. Nur eine Art, Clethra arborea, kommt auf makaronesischen Inseln vor.

Zur Gattung Clethra gehören etwa 77 Arten:

Quellen

Einzelnachweise

  1. ↑ George O. Poinar, Jr.: Life in Amber. 350 S., 147 Fig., 10 Tafeln, Stanford University Press, Stanford (Cal.) 1992, ISBN 0-8047-2001-0.
  2. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 Clethra. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science, abgerufen am 10. Oktober 2017.
Commons: Zimterlen (Clethra) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien