| Strukturformel | ||||||||||||||||
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| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Zirconocendichlorid | |||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C10H10Cl2Zr | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose Kristalle | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 292,32 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||
| Dichte |
1,785 g·cm−3 | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
242–245 °C | |||||||||||||||
| Löslichkeit |
löslich in organischen Lösungsmitteln, Hydrolyse in Wasser | |||||||||||||||
| Brechungsindex |
1,555 ± 0,005 bei der Schmelztemperatur | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C | ||||||||||||||||
Zirconocendichlorid ist eine Organozirconiumverbindung, bestehend aus einem Zirconium-Zentralatom sowie zwei Cyclopentadienyl-Liganden und zwei Chlorid-Liganden. Zirconocendichlorid ist ein diamagnetischer, weißer Feststoff, der relativ stabil an Luft ist.
Zirconocendichlorid kann aus einem Zirconium(IV)-chlorid-THF-Komplex und Cyclopentadienylnatrium dargestellt werden:
Die eng verwandte Verbindung Cp2ZrBr2 wurde das erste Mal durch Birmingham und Wilkinson beschrieben.
Die Struktur der Verbindung ähnelt der einer Klappschaufel, die Cp-Ringe sind nicht parallel und der durchschnittliche Cp-M-Cp-Winkel (vom Flächenmittelpunkt aus) beträgt 128°. Der Cl-Zr-Cl-Winkel von 97,1° ist breiter als in Niobocendichlorid (85,6°) und Molybdocendichlorid (82°). Die Kenntnis über diesen Trend half, die Orientierung des HOMO in dieser Klasse von Komplexen nachzuweisen.
Zirconocendichlorid reagiert mit Lithiumaluminiumhydrid zu Cp2ZrHCl, dem Schwartz-Reagenz:
Da Lithiumaluminiumhydrid ein starkes Reduktionsmittel ist, kann durch zu weitgehende Reaktion der Dihydro-Komplex Cp2ZrH2 entstehen, dieser kann durch Dichlormethan ins Schwartz-Reagenz umgewandelt werden.
Zirconocendichlorid findet außerdem industriell als Katalysator oder Präkatalysator bei Polymerisationsreaktionen Anwendung. So sind auch Polymere zugänglich, die nicht über normale Ziegler-Natta-Katalysatoren zugänglich sind und z. B. besondere Taktizität, Molmasse oder Molmassenverteilung aufweisen.
Die Cyclopentadienyl-Liganden des Zirkonocendichlorid lassen sich durch mehrfache Arylierungen mit Arylbromiden in palladiumkatalysierten Reaktionen zu den entsprechenden 1,2,3,4,5-Pentaaryl-1,3-cyclopentadienen wie zum Beispiel 1,2,3,4,5-Pentakis(4-butylphenyl)-1,3-cyclopentadien umsetzen.