| Zitronenpieper | ||||||||||||
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Zitronenpieper (Macronyx sharpei) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Macronyx sharpei | ||||||||||||
| Jackson, 1904 |
Der Zitronenpieper (Macronyx sharpei) ist eine endemisch in Kenia vorkommende Singvogelart aus der Familie der Stelzen und Pieper. Der Artname ehrt den englischen Zoologen und Ornithologen Richard Bowdler Sharpe. Die lokale Bevölkerungsgruppe der Kikuyu nennt den Vogel gathonjo ka werũ-ini (weberähnlicher Vogel, der nur auf Grasflächen lebt).
Zitronenpieper erreichen eine Körperlänge von 16 bis 17 Zentimetern. Die Oberseite ist braun, die Federränder sind weiß eingefasst und verleihen den Vögeln ein schuppiges Muster. Die weißen Schwanzränder fallen im Flug besonders auf. Kehle, Brust und Bauch sind zitronengelb. Männchen und Weibchen ähneln sich, die Weibchen sind jedoch etwas blasser gefärbt. Die Iris der Vögel ist schwarz, der Schnabel dunkelgrau. Beine und Füße sind hell fleischfarben. Die Krallen sind sehr lang und gebogen.
Der Gelbkehlpieper (Macronyx croceus) unterscheidet sich durch einen schwarzen Bruststreifen.
Zitronenpieper kommen in Graslandschaften ausschließlich in Kenia vor. Bevorzugte Lebensräume sind mit Tussock bewachsene bergige Trockenrasenflächen. Die Höhenverbreitung reicht von 1850 bis auf 3600 Meter.
Zitronenpieper sind standorttreu und bilden je nach Qualität ihres Lebensraums dauerhafte Gruppen von zwei bis sieben Individuen. Ihre Nahrung suchen sie am Boden. Sie besteht aus Insekten und anderen Wirbellosen, insbesondere Heuschrecken (Orthoptera) und Käfern (Coleoptera). Die Brutzeit fällt in die Zeit während oder nach der Regenzeit, von März bis Juni, September bis Oktober sowie im Dezember. Das napfförmige Nest wird aus Wurzeln und trockenem Gras gefertigt und meist am Fuße von Tussockbüscheln platziert. Ein Gelege besteht aus zwei bis drei Eiern. Details zum Brutverhalten sind nicht dokumentiert, Stand 2026.
Die Populationen des Zitronenpiepers sind in ihren Vorkommensgebieten im Rückgang begriffen. Die Art wird von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als „endangered = stark gefährdet“ geführt. Ihr Graslandlebensraum wird durch die Ansiedlung von Kleinbauern parzelliert und durch Ackerland und Baumplantagen ersetzt. Viele der verbliebenen Weideflächen werden überweidet oder alle paar Jahre umgepflügt, um das für den Menschen unbrauchbare Tussockgras zu entfernen. Die zunehmende Bevölkerungsdichte hat zur Aufteilung von Höfen und zu einer Erhöhung der Viehbesatzdichte geführt. Die daraus resultierende intensive Beweidung führt zu offenen, kurzgrasigen Flächen, die als Lebensraum für die Art ungeeignet sind.