
Zoë Beck (* 12. März 1975 als Henrike Heiland in Ehringshausen im Lahn-Dill-Kreis) ist eine deutsche Schriftstellerin, Verlegerin, Übersetzerin, Dialogbuchautorin und Synchron-Regisseurin.

Henrike Heiland wuchs in einem Ort nahe Wetzlar auf. Im Alter von drei Jahren begann sie, Klavier zu spielen. Es folgten Auftritte und Auszeichnungen bei Wettbewerben. Nach dem Abitur studierte sie als Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes in Gießen, Bonn und Durham deutsche und englische Literatur. Sie schloss ihr Studium mit einer Magisterarbeit über die Kriminalschriftstellerin Elizabeth George ab. Anschließend arbeitete sie als Lektorin und TV-Producerin bei der Kirch-Gruppe. Seit 2004 ist sie als freie Autorin tätig und lebt in Berlin.
Heiland schrieb zunächst Drehbücher, u. a. für das ZDF-Kinderfernsehen den Weihnachtsfilm In der Weihnachtsbäckerei mit Rolf Zuckowski, diverse Episoden Tabaluga tivi, Nelly Net(t) sowie für den Disney Channel die deutsche Version der Sitcom Disneys Kurze Pause. Seit 2006 veröffentlicht sie als Schriftstellerin hauptsächlich Prosa.
Nach einer überstandenen Krebserkrankung im Jahr 2007 benannte sie sich in Zoë Beck um. Ihr Thriller Paradise City wurde auch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung besprochen und dort als „beunruhigendes Buch“ mit viel Wirklichkeitsgehalt gelesen. Auch Die Tageszeitung befand, Beck habe „die Stellschrauben der existierenden Welt eigentlich nur ein klein wenig weitergedreht und das so entstandene Szenario als Thriller verpackt.“ Die Presse sah „zwar Thriller auf dem Cover stehen“, der dystopische Roman aber sei „viel mehr als bloße Spannungsliteratur“ und Beck stehe damit „im besten Sinne in der Tradition der großartigen Margaret Atwood“.
Gemeinsam mit Jan Karsten gründete Beck 2013 den Literaturverlag CulturBooks. Der Verlag ging aus dem Online-Feuilleton Culturmag hervor.
Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit ist Beck literarische Übersetzerin, unter anderem übertrug sie Sally Rooney. Schon anlässlich der deutschen Ausgabe von deren Debüt hieß es: „Zoë Beck trifft in ihrer deutschen Übersetzung […] in jedem Kommunikationsmedium stilsicher den lässig unaufgeregten Ton des Originals.“ Zudem arbeitet Beck als Synchronregisseurin für Film und Fernsehen (u. a. Fantastic Four: First Steps, Alien: Romulus, Hackerville, Dietland, The Terror, The Mist, Fear the Walking Dead, Orange Is The New Black, Followers). Von September 2013 bis August 2014 war sie die Kolumnistin der SWR2-Sendung LiteraturEN, einer Radio-Kolumne, die jedes Jahr an einen anderen zeitgenössischen Autor vergeben wird, und verfasste anschließend Literaturbesprechungen für den Sender.
Zoë Beck fungiert auf Lesereisen internationaler Autoren als deren deutsche Stimme, zum Beispiel für Denise Mina, Val McDermid, Louise Welsh und Carl Nixon. Sie ist im Vorstand der Litprom, Mitbegründerin des feministischen Schriftstellerinnennetzwerks Herland und Mitinitiatorin des Aktionsbündnisses #verlagegegenrechts, bei der Leipziger Buchmesse 2018 und 2019 führte sie unter anderem die Veranstaltungsreihe Die Gedanken sind bunt durch. Beck ist seit 2018 Mitglied der Jury für den Kurt-Tucholsky-Preis. Bis Mai 2022 war sie Mitglied des PEN-Zentrum Deutschland, trat dann aber aus und gehört zu den Gründungsmitgliedern des PEN Berlin.
2021 hat Zoë Beck mit Depression. 100 Seiten ein Buch über die Krankheit veröffentlicht, unter der sie selbst leidet. Das Buch bringt privat-persönliche und öffentlich-wissenschaftliche Erkenntnisse über die Krankheit zusammen.
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(Hrsg.): x
| Personendaten | |
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| NAME | Beck, Zoë |
| ALTERNATIVNAMEN | Heiland, Henrike (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schriftstellerin, Verlegerin und Übersetzerin |
| GEBURTSDATUM | 12. März 1975 |
| GEBURTSORT | Ehringshausen, Lahn-Dill-Kreis |