Zwergstern

Vereinfachte Darstellung eines Hertzsprung-Russell-Diagramms

Unter einem Zwergstern wird in der Astronomie im Allgemeinen ein Hauptreihenstern verstanden. Diese befinden sich nach Yerkes-Klassifikation in der Leuchtkraftklasse V. Hauptreihensterne stellen die bei Weitem zahlreichsten Sterne dar. Im Gegensatz zu anderen Sternen setzen Hauptreihensterne ihre Energie durch die Fusion von Wasserstoff im stellaren Kern frei. Nichthauptreihensterne sind dagegen entwickelte Sterne, deren Wasserstoffvorrat im Kern erschöpft ist. Die Bezeichnung Zwerg ist hierbei relativ zu anderen Sternen desselben Spektraltyps, aber höherer Leuchtkraftklasse (Riesensternen): Betrachtet man Sterne gleicher Effektivtemperatur, so haben Sterne mit höherer Leuchtkraft auch einen größeren Radius. Nach dem jeweiligen Spektraltyp spricht man auch von z. B. gelben Zwergen (etwa bei der Sonne) oder von roten Zwergen.

Weitere stellare und substellare Objekte in der Astronomie führen „Zwerg“ im Namen, sind aber keine Hauptreihensterne und werden daher nicht zu den eigentlichen Zwergsternen gezählt:

Siehe auch

Wiktionary: Zwergstern – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Hans-Heinrich Voigt, Hermann-Josef Röser, Werner Tscharnuter: Abriss der Astronomie. 6. Auflage. Wiley-VCH, Weinheim 2012, ISBN 978-3-527-40736-1, S. 310 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. ↑ Effektivtemperatur. In: Lexikon der Astronomie. Spektrum, abgerufen am 17. Februar 2021.
  3. ↑ 23.1 The Death of Low-Mass Stars - Astronomy | OpenStax. Abgerufen am 15. Januar 2023 (englisch).
  4. ↑ Voigt, Röser, Tscharnuter, S. 566–568
  5. ↑ Adam Burrows: WHITE DWARFS (DEGENERATE DWARFS). In: Princeton University. Abgerufen am 15. Januar 2023 (englisch).
  6. ↑ R. F. Jameson, M. R. Sherrington, and A. R. Giles: A failed search for black dwarfs as companions to nearby stars. In: Monthly Notices of the Royal Astronomical Society. Band 205, Oktober 1983, S. 39–41, doi:10.1093/mnras/205.1.39P, bibcode:1983MNRAS.205P..39J.
  7. ↑ Arnold Hanslmeier: Einführung in Astronomie und Astrophysik. Springer, Heidelberg 2014, ISBN 978-3-642-37699-3, S. 389 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).