Als Zykluscomputer werden Messgeräte bezeichnet, mit denen Frauen ihre Fruchtbarkeit analysieren und protokollieren können. Dabei werden Körpermerkmale wie Basaltemperatur, Hormone im Morgenurin sowie die Konsistenz des Zervixschleims erfasst und ausgewertet. Ziel der Anwendung eines Zykluscomputers kann die Herbeiführung einer Empfängnis bei Kinderwunsch sein; wenn er zusätzlich auch zur natürlichen Empfängnisverhütung geeignet ist, spricht man von einem Verhütungscomputer oder Verhütungsrechner. Diese vereinfachen die Anwendung der Methoden der natürlichen Familienplanung. Die Anwenderin kann sich auf die regelmäßige und gewissenhafte Nutzung des Gerätes beschränken, während die Interpretation der Messwerte durch den Computer erfolgt und fruchtbare und unfruchtbare Tage klar angezeigt werden. Verhütungscomputer werden in der Europäischen Union als Medizinprodukte der Klasse IIb eingestuft.
Bei den auf dem Markt befindlichen Geräten kann zwischen folgenden Typen unterschieden werden:
Eine Alternative zur Handauswertung und zu Verhütungscomputern stellt Software dar, die sowohl die Temperatur- als auch die Symptothermalmethode anbietet. Die Stiftung Warentest wies im Jahr 2000 darauf hin, dass die manuelle Erfassung nach den strengen Regeln der natürlichen Familienplanung (NFP) der Arbeitsgruppe NFP in der Methodensicherheit mit einem Pearl-Index von 0,26 sicherer ist als die Nutzung eines Verhütungscomputers.