Édith Marguerite Pauline Mourier (geboren 21. Dezember 1920 in Cherbourg; gestorben 19. Dezember 2017 in Paris) war eine französische Mathematikerin. Sie war Spezialistin für Wahrscheinlichkeitstheorie. Der Fortet-Mourier-Abstand, der den Abstand zwischen zwei Messungen quantifiziert, wurde nach ihr benannt.
Mourier studierte Mathematik an der Sorbonne und erwarb dort eine Licence. Danach forschte sie ab 1945 beim Centre national de la recherche scientifique (CNRS) und gehörte zu einem Kreis junger Wahrscheinlichkeitstheoretiker, die um die Sorbonne und vor allem das Institut Henri Poincaré aktiv waren. 1952 verteidigte sie ihre Doktorarbeit über „Éléments aléatoires dans un espace de Banach“ (Zufallselemente im Banachraum). Robert Fortet war ihr Doktorvater. Diese Arbeit erweiterte die Gesetze der großen Zahlen bezüglich Zufallspunkten in Funktionenräumen und definierte den Fortet-Mourier-Abstand. Nach dem Erwerb des Doktortitels wurde sie Maître de Recherche beim CNRS.
Danach war sie von 1956 bis 1967 Maître de conférences an der Universität Poitiers und von 1967 bis 1987 an der Universität Pierre und Marie Curie in Paris.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mourier, Édith |
| ALTERNATIVNAMEN | Mourier, Édith Marguerite Pauline (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | französische Mathematikerin |
| GEBURTSDATUM | 21. Dezember 1920 |
| GEBURTSORT | Cherbourg |
| STERBEDATUM | 19. Dezember 2017 |
| STERBEORT | Paris |