Der Buchstabe Í, Kleinbuchstabe í, ist ein Buchstabe des lateinischen Schriftsystems, bestehend aus einem I mit Akut, der bei dem Kleinbuchstaben den i-Punkt ersetzt. Er kommt unter anderem im Altnordischen (bzw. ī), im Isländischen, Färöischen und Tschechischen vor und gilt in diesen Sprachen als ein gesonderter Buchstabe. Außerdem wird er auch im Ungarischen, Slowakischen, Irischen, Spanischen und Katalanischen verwendet.
Im Isländischen ist das Í der zwölfte und im Färöischen der elfte Buchstabe des Alphabets. Er wird gesondert zwischen I und J einsortiert: … h, i, í, j, k …
Vor der Herausgabe des Føroysk orðabók 1998 wurde das färöische í unter i einsortiert. Daraus resultiert in Wortlisten:
Im Färöischen heißt der Buchstabe fyrra í [ˈfɪrːa ˈʊi] („vorderes í“ – im Gegensatz zum „hinteren í“, dem Ý) und wird wie folgt ausgesprochen:
Dabei steht es nie in kurzer unbetonter Stellung.
Im Isländischen wird das Í wie folgt ausgesprochen:
Wie im Färöischen ist das Wort í die Präposition „in“.
In diesen Sprachen bezeichnet das Í ein langes I [].
Beispiel im Tschechischen: bít – schlagen, gegenüber bit – Bit.
Im internationalen Zeichenkodierungssystem Unicode nimmt das große Í Position U+00CD ein, das kleine í liegt auf U+00ED. Die gleiche Position hat es auch im Zeichensatz Latin-1.
Auf Tastaturen wird das Í mit der Akut-Tottaste erzeugt, die zuerst gedrückt wird, und danach entweder das große oder kleine I.
Auch das isländische und färöische Tastaturlayout sieht für die Buchstaben á, (é), í, ó, ú, ý keine eigenen Tasten vor, sodass auch dort die Eingabe wie oben beschrieben erfolgt.
In HTML kann das Í auch mit den folgenden benannten Entitäten umschrieben werden:
ÍíIn TeX wird das Í wie folgt wiedergegeben:
\'I\'\i (\i erzeugt ein punktloses ı)