Żyglin

Żyglin
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Żyglin (Polen)
Żyglin (Polen)
Żyglin
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Stadtteil von: Miasteczko Śląskie
Geographische Lage: 50° 29′ N, 18° 57′ OKoordinaten: 50° 29′ 13″ N, 18° 56′ 52″ O
Einwohner: 775 (1931)
Postleitzahl: 42-610 Miasteczko Śląskie
Telefonvorwahl: (+48) (+48) 32
Kfz-Kennzeichen: STA

Żyglin (vormals auch Cyglin Wielki, deutsch Groß Zyglin) ist ein Stadtteil von Miasteczko Śląskie (Deutsch Piekar) in der Woiwodschaft Schlesien, Polen. Mit der Tochtersiedlung Żyglinek (Klein Zyglin) hat er ab dem Jahr 2021 ein Schulzenamt unter dem Namen Żyglin-Żyglinek.

Geschichte

Ortskirche

Der Ortsname ist vom Verb ż(e)glić (Eisenerz verhütten) oder von einem von diesem Verb abgeleiteten Personennamen abgeleitet. Einer Legende nach wurde die örtliche Kirche nach dem Ersten Mongoleneinfall in Polen um die Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet. Die erste sichere Erwähnung des Orts stammt aus dem Jahr 1384, der Pfarrei Zyglyn Maior dagegen aus dem Buch Liber beneficiorum von Jan Długosz (um 1440), worin er das Bistum Krakau ausführlich beschrieb (darunter auch Zyglyn Minor, vormals auch Nowy Żyglin, heute Żyglinek).

Der Ort liegt in dem Teilgebiet Oberschlesiens, das bis 1177/1178 zu Kleinpolen bzw. zum Herzogtum Krakau gehörte und dann zum Herzogtum Ratibor kam, und von einer Linie der Schlesischen Piasten regiert wurde. Die kleinpolnisch-schlesische Grenze an der Brynica (östlich des Dorfes, womit es zu Schlesien gehörte) bestand erst nach dem Verkauf des Herzogtums Siewierz im Jahr 1443. Aus dieser Zeit rührte die bis 1821 bestehende Zugehörigkeit der Pfarrei des Dekanats von Bytom (Beuthen) zum Bistum Krakau (danach im Bistum Breslau, ab 1925 im Bistum Katowice).

1598 war die Kirche in protestantischen Händen. Um das Jahr 1700 umfasste die Pfarrei außer Żyglin auch Żyglińskie Góry (Georgenberg, heutige Miasteczko Śląskie), Chechło, Boruszowiec, Nakło, Kuźnia, Vorwerk Bizja, Ostroźnica, Schloss Świerklaniec, Vorwerk und Mühle Bibiela, Siędros, Miotek, Kowoliki, Jędrysek, Zarach, Wymysłów und Mühle von Horzela.

1905 gab es 724 Einwohner, sie waren überwiegend (628) polnischsprachige Römisch-Katholiken, aber es gab auch 23 katholische Deutsche, sowie einige polnische und deutsche Evangelische.

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 wurden in Gross Zyglin 308 für den Anschluss an Polen und 98 Stimmen für den Verbleib bei Deutschland abgegeben.

Nach der polnischen Annexion Ost-Oberschlesiens 1922 gelangte Groß Zyglin zu Polen. Am 1. Januar 1973 wurde Żyglin Teil der Stadt Miasteczko Śląskie, zum 27. Mai 1975 wurde diese Teil von Tarnowskie Góry, ab 1994 ist das Städtchen Miasteczko Śląskie wieder unabhängig.

Commons: Żyglin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Interesujący wywód odnośnie nazwy Żyglin (polnisch), 2017
  2. ↑ Piotr Górecki: Parafie i kościoły diecezji gliwickiej. Z Dziejów Kultury Chrześcijańskiej na Śląsku, Nr. 94. Uniwersytet Opolski, Gliwice - Opole 2017, ISBN 978-83-65860-01-9, S. 242 (polnisch, opole.pl [PDF; abgerufen am 18. Oktober 2026]).
  3. ↑ Königlich Preußisches Statistisches Landesamt: Gemeindelexikon für die Provinz Schlesien. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und anderer amtlicher Quellen. In: Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Heft VI. Verlag des Königlichen Statistischen Landesamts, Berlin 1908, S. 356 (org.pl [abgerufen am 27. September 2025]).
  4. ↑ Ergebnisse der Volksabstimmung (Memento vom 8. November 2009 im Internet Archive), abgerufen am 5. November 2012.