| Asteroid (1921) Pala | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Hauptgürtelasteroid |
| Große Halbachse | 3,310 AE |
| Exzentrizität | 0,384 |
| Perihel – Aphel | 2,040 AE – 4,581 AE |
| Neigung der Bahnebene | 19,1° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 351,8° |
| Argument der Periapsis | 20,5° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 13. Dezember 2026 |
| Siderische Umlaufperiode | 6 a 8 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 15,75 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Absolute Helligkeit | 14,9 mag |
| Geschichte | |
| Entdecker | Tom Gehrels |
| Datum der Entdeckung | 20. September 1973 |
| Vorläufige Bezeichnung | 1973 SE |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
(1921) Pala ist ein Asteroid in der Hecuba-Lücke, der äußeren Begrenzung des äußeren Hauptgürtels. Er wurde am 20. September 1973 vom niederländischen Astronomen Tom Gehrels am Palomar-Observatorium in Kalifornien entdeckt.
Der Asteroid ist benannt nach dem Indianerreservat Pala am Fuße des Palomar Mountain. Man nimmt an, dass der Name auf einen indigenen Stamm zurückgeht, dessen Mitglieder seit vielen Jahrhunderten in der Gegend lebten.
(1921) Pala befindet sich in einer 2:1-Bahnresonanz mit dem Planeten Jupiter und bewegt sich in der Hecuba-Lücke zwischen den Asteroiden der Themis-Familie und den Mitgliedern der Cybele-Gruppe. Die Hecuba-Lücke liegt bei 3,27 AE Sonnenabstand und hat eine Breite von etwa 0,2 AE. Viele Jahre lang glaubte man, die Hecuba-Lücke sei völlig frei von Asteroiden. Mitte des 20. Jahrhunderts war nur ein einziger Asteroid, (1362) Griqua, bekannt, der sich in der 2:1-Resonanz befand. Ab den 1970er Jahren begann die Anzahl der bekannten Asteroiden zu wachsen, als die Asteroiden (1921) Pala und (1922) Zulu entdeckt wurden. In den folgenden 20 Jahren stieg die Zahl weiter an, sie erreichte Anfang der 1990er Jahre einen bescheidenen Wert von etwa 10 Objekten und 2001 waren bereits über 50 bekannt.
Eine Untersuchung von 2002 zu Asteroiden in einer 2:1-Resonanz mit Jupiter fand, dass die Umlaufbahn von (1921) Pala in hohem Maße instabil ist und nach numerischen Simulationen nur eine dynamische Lebensdauer von etwa 18 Mio. Jahren besitzt bis die Resonanz wieder aufgelöst wird. Mit einer angenommenen Albedo von 0,05 wurde der Durchmesser von (1921) Pala auf 8,3 km geschätzt.
Eine neue Untersuchung von 2005 identifizierte etwa 100 weitere Asteroiden in der 2:1-Resonanz mit Jupiter. Neue numerische Simulationen erbrachten für (1921) Pala nun nur noch eine dynamische Lebensdauer von 6 Mio. Jahren in der Resonanz. Es wurde gezeigt, dass das Vorhandensein instabiler Asteroiden in der 2:1-Resonanz durch einen kontinuierlichen Strom an Asteroiden erklärt werden könnte, die durch den Jarkowski-Effekt in die Resonanzzone getrieben werden.