(3290) Azabu

Asteroid
(3290) Azabu
{{{Bild}}}
{{{Bildtext}}}
{{{Bild2}}}
{{{Bildtext2}}}
Eigenschaften des Orbits Animation
Oskulation für Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Hauptgürtelasteroid
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3,957 AE
Exzentrizität 0,132
Perihel – Aphel 3,434 AE – 4,479 AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 2,8°
Länge des aufsteigenden Knotens 75,1°
Argument der Periapsis 108,6°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 25. Januar 2025
Siderische Umlaufperiode 7 a 318 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 14,91 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 10,2 km ± 0,3 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,32
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 7 h 40 min
Absolute Helligkeit 12,2 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Tom Gehrels,
C. J. van Houten,
I. van Houten-Groeneveld
Datum der Entdeckung 19. September 1973
Vorläufige Bezeichnung 1973 SZ1, 1982 VX2
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

(3290) Azabu ist ein Asteroid jenseits des äußeren Hauptgürtels. Am 19. September 1973 entdeckten ihn Cornelis Johannes van Houten und Ingrid van Houten-Groeneveld an der Universität Leiden auf Aufnahmen, die von Tom Gehrels am Palomar-Observatorium in Kalifornien gemacht worden waren. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass das Objekt bereits am 8. April 1954 am Palomar-Observatorium fotografiert worden war.

Der Asteroid ist benannt nach Azabu, dem ehemaligen Standort des Astronomischen Observatoriums von Tokio. Das Recht zur Namensgebung wurde von Gehrels mit den japanischen Entdeckern des nachfolgend nummerierten Asteroiden (3291) Dunlap getauscht.

(3290) Azabu wird zwar zu den Hauptgürtelasteroiden gezählt, bewegt sich aber weit außerhalb der Hecuba-Lücke und ist ein Mitglied der Hilda-Gruppe. Diese bewegt sich in einer 3:2-Bahnresonanz mit dem Planeten Jupiter um die Sonne. Obwohl der gegenseitige Bahnabstand (Minimum orbit intersection distance, MOID) von Jupiter und (3290) Azabu immer wieder zwischen 0,44 und 0,51 AE schwankte, sind sich die beiden Himmelskörper durch die Bahnresonanz in den vergangenen 10.000 Jahren nie näher gekommen als bis auf etwa 1,93 AE (289 Mio. km).

Wissenschaftliche Auswertung

Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot speziell für Mitglieder der Hilda-Gruppe führte 2012 für (3290) Azabu zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 10,2 km bzw. 0,32.

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt am 4. Juni 1994 am La-Silla-Observatorium in Chile. Aus der nur während etwa drei Stunden aufgezeichneten Lichtkurve wurde auf eine Rotationsperiode von >12 h geschlossen. Weitere Beobachtungen erfolgten vom 16. bis 18. April 2017 am Center for Solar System Studies (CS3) in Colorado und Kalifornien. Die Lichtkurve wurde zu einer Periode von 7,670 h ausgewertet.

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion dagegen eine sehr viel längere Rotationsperiode von 168,4 h bestimmt werden.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ C. E. Spratt: The Hilda group of minor planets. In: Journal of the Royal Astronomical Society of Canada. Band 83, 1989, S. 393–404, bibcode:1989JRASC..83..393S (PDF; 173 kB).
  2. ↑ A. Vitagliano: SOLEX 12.1. Abgerufen am 9. Juli 2020 (englisch).
  3. ↑ T. Grav, A. K. Mainzer, J. Bauer, J. Masiero, T. Spahr, R. S. McMillan, R. Walker, R. Cutri, E. Wright, P. R. Eisenhardt, E. Blauvelt, E. DeBaun, D. Elsbury, T. Gautier IV, S. Gomillion, E. Hand, A. Wilkins: WISE/NEOWISE Observations of the Hilda Population: Preliminary Results. In: The Astrophysical Journal. Band 744, Nr. 2, 2012, S. 1–15, doi:10.1088/0004-637X/744/2/197 (PDF; 3,45 MB).
  4. ↑ M. Dahlgren, J. F. Lahulla, C.-I. Lagerkvist, J. Lagerros, S. Mottola, A. Erikson, M. Gonano-Beurer, M. Di Martino: A Study of Hilda Asteroids. V. Lightcurves of 47 Hilda Asteroids. In: Icarus. Band 133, Nr. 2, 1998, S. 247–285, doi:10.1006/icar.1998.5919.
  5. ↑ B. D. Warner, R. D. Stephens: Lightcurve Analysis of Hilda Asteroids at the Center for Solar System Studies: 2017 April thru July. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 44, Nr. 4, 2017, S. 331–334, bibcode:2017MPBu...44..331W (PDF; 3,99 MB).
  6. ↑ J. Ďurech, M. Vávra, R. Vančo, N. Erasmus: Rotation Periods of Asteroids Determined With Bootstrap Convex Inversion From ATLAS Photometry. In: Frontiers in Astronomy and Space Sciences. Band 9, 2022, S. 1–7, doi:10.3389/fspas.2022.809771 (PDF; 1,01 MB).