| Asteroid (642) Clara | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Äußerer Hauptgürtel |
| Große Halbachse | 3,187 AE |
| Exzentrizität | 0,129 |
| Perihel – Aphel | 2,776 AE – 3,597 AE |
| Neigung der Bahnebene | 8,2° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 5,2° |
| Argument der Periapsis | 121,1° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 27. Februar 2023 |
| Siderische Umlaufperiode | 5 a 252 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 16,62 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 33,4 km ± 1,5 km |
| Albedo | 0,16 |
| Rotationsperiode | 8 h 14 min |
| Absolute Helligkeit | 10,1 mag |
| Spektralklasse (nach Tholen) |
S |
| Spektralklasse (nach SMASSII) |
L |
| Geschichte | |
| Entdecker | Max Wolf |
| Datum der Entdeckung | 8. September 1907 |
| Vorläufige Bezeichnung | 1907 RJ, 1949 BS |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
(642) Clara ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 8. September 1907 vom deutschen Astronomen Max Wolf an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 13,5 mag entdeckt wurde.
Der Asteroid wurde vom Entdecker nach einer Haushälterin der Familie Wolf benannt.
Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (642) Clara, für die damals Werte von 33,4 km bzw. 0,16 erhalten wurden. Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2012 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 38,2 km bzw. 0,11, diese Angaben beinhalten aber hohe Unsicherheiten.
Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt am 12. und 13. November 2004 am Oakley Observatory des Rose-Hulman Institute of Technology in Indiana. Aus der aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 8,19 h abgeleitet.
Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2020 eine prograde Rotation mit einer Periode von 8,23090 h berechnet werden.
Mit dem Weltraumteleskop Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) konnten während dessen Durchmusterung des Südhimmels 2018 bis 2019 auch Objekte des Sonnensystems beobachtet werden. Dabei wurden auch die Lichtkurven von fast 10.000 Asteroiden aufgezeichnet. Für (642) Clara wurde aus Messungen etwa vom 26. Mai bis 18. Juni 2019 eine Rotationsperiode von 8,23223 h erhalten.
Aus den Daten von ATLAS konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion noch einmal eine Rotationsperiode von 8,23083 h bestimmt werden. Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 8,2309 h berechnet.