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1478 | |
|---|---|
wird Doge der Republik Venedig. | |
| 1478 in anderen Kalendern | |
| Armenischer Kalender | 926/927 (Jahreswechsel Juli) |
| Äthiopischer Kalender | 1470/71 |
| Aztekischer Kalender | 11. Haus – Matlactli ozce Calli (bis Ende Januar/Anfang Februar: 10. Feuerstein – Matlactli Tecpatl) |
| Buddhistische Zeitrechnung | 2021/22 (südlicher Buddhismus); 2020/21 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) |
| Chinesischer Kalender | 69. (70.) Zyklus
Jahr des Erde-Hundes 戊戌 (am Beginn des Jahres Feuer-Hahn 丁酉) |
| Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) | 840/841 (Jahreswechsel April) |
| Iranischer Kalender | 856/857 |
| Islamischer Kalender | 882/883 (Jahreswechsel 3./4. April) |
| Jüdischer Kalender | 5238/39 (28./29. August) |
| Koptischer Kalender | 1194/95 |
| Malayalam-Kalender | 653/654 |
| Seleukidische Ära | Babylon: 1788/89 (Jahreswechsel April)
Syrien: 1789/90 (Jahreswechsel Oktober) |
| Spanische Ära | 1516 |
| Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) | 1534/35 (Jahreswechsel April) |
Mit der Pazzi-Verschwörung des Florentiner Adels soll die herrschende Familie Medici durch die Ermordung ihres Oberhaupts Lorenzo il Magnifico und seines Bruders und Mitregenten Giuliano di Piero de’ Medici als De-facto-Regenten der Toskana entmachtet werden. Sie sollen durch Francesco de’ Pazzi und Girolamo Riario, einen Neffen von Papst Sixtus IV., ersetzt werden. Das Attentat scheitert, Giuliano fällt dem Anschlag am Ostersonntag, dem 26. April, während des Hochamts im Dom Santa Maria del Fiore zum Opfer, doch Lorenzo entkommt verletzt. Die wütenden Florentiner töten daraufhin die Verschwörer, die sie ergreifen können. Jacopo de’ Pazzi wird aus einem Fenster gestoßen, nackt durch die Straßen der Stadt gestoßen und in den Arno geworfen. Der Familie Pazzi werden ihre Florentiner Besitzungen weggenommen, jede Spur ihres Namens getilgt. Mitverschwörer Francesco Salviati, obwohl Erzbischof, wird an den Mauern des Palazzo della Signoria gehängt. Lorenzo gelingt es, Kardinal Raffaele Riario, einen Neffen des Papstes, der fast sicher mit der Verschwörung nichts zu tun hatte, zu retten, ebenso wie zwei Verwandte der Verschwörer. Die entkommenen Beteiligten werden durch ganz Italien gejagt. Einem der Hauptattentäter, Bernardo Bandini Baroncelli, gelingt jedoch die Flucht bis Konstantinopel.
Florenz wird vom Papst wegen der Tötung des Erzbischofs unter Interdictum gestellt, so dass das Lesen der Messe und die Kommunion verboten ist. Sixtus verpflichtet den traditionellen militärischen Arm des Papstes, den König von Neapel, Ferdinand I., Florenz anzugreifen. Da er keine Hilfe von seinen üblichen Verbündeten, Bologna und Mailand, erhält, ist Lorenzo gezwungen, sich mit geschickter Diplomatie über den Tag zu retten. Er segelt nach Neapel und begibt sich in die Gewalt Ferdinands, der ihn drei Monate gefangen hält, bevor er ihn mit Geschenken freilässt.

Die Republik Nowgorod wird nach längerer Belagerung der Hauptstadt vom Großfürstentum Moskau besiegt und an dieses angeschlossen. Damit endet die Tradition des Wetsche in der Stadt.
Im gleichen Jahr verwendet Großfürst Iwan III. ungekrönt erstmals den Titel Zar.
Nachdem er zum wiederholten Mal gegen seinen Bruder Edward IV. konspiriert hat, wird George Plantagenet, 1. Duke of Clarence, wegen Hochverrats angeklagt, zum Tode verurteilt und am 18. Februar im Tower of London – angeblich auf seinen Wunsch durch Ertränken in einem Fass mit Malvasierwein – hingerichtet.

Das äußere Holstentor, ein Stadttor, das die Altstadt der Hansestadt Lübeck nach Westen begrenzt, wird fertiggestellt. Das spätgotische Gebäude ist Teil der Lübecker Stadtbefestigung. Es löst das Innere Holstentor, das zur Sicherung der Stadt nicht mehr als ausreichend angesehen wurde.
Nach der Pazzi-Verschwörung malt Sandro Botticelli um 1478 das Porträt des Giuliano de’ Medici in drei Versionen. Alle drei Gemälde sind auf Holz mit Temperafarben gemalt, also Farbaufstrichen, deren Bindemittel aus einer Mischung von wässrigen und nicht wässrigen Substanzen besteht, die durch einen Emulgator zusammengehalten werden.
Ein Stadtbrand zerstört die Stadt Jüterbog. Sie wird danach durch den Magdeburger Erzbischof Ernst erweitert und aufwendig neu aufgebaut.
