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1502 | |
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von Portugal aus an den Herzog von Ferrara. | |
| 1502 in anderen Kalendern | |
| Armenischer Kalender | 950/951 (Jahreswechsel Juli) |
| Äthiopischer Kalender | 1494/95 |
| Aztekischer Kalender | 9. Haus – Chicuhnahui Calli (bis Ende Januar/Anfang Februar: 8. Feuerstein – Chicuei Tecpatl) |
| Buddhistische Zeitrechnung | 2045/46 (südlicher Buddhismus); 2044/45 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) |
| Chinesischer Kalender | 69. (70.) Zyklus
Jahr des Wasser-Hundes 壬戌 (am Beginn des Jahres Metall-Hahn 辛酉) |
| Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) | 864/865 (Jahreswechsel April) |
| Dangun-Ära (Korea) | 3835/36 (2./3. Oktober) |
| Iranischer Kalender | 880/881 |
| Islamischer Kalender | 907/908(Jahreswechsel 6./7. Juli) |
| Jüdischer Kalender | 5262/63 (2./3. September) |
| Koptischer Kalender | 1218/19 |
| Malayalam-Kalender | 677/678 |
| Seleukidische Ära | Babylon: 1812/13 (Jahreswechsel April)
Syrien: 1813/14 (Jahreswechsel Oktober) |
| Spanische Ära | 1540 |
| Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) | 1558/59 (Jahreswechsel April) |

Am 26. Februar bittet Christoph Kolumbus die katholischen Könige Ferdinand von Aragón und Isabella von Kastilien um eine Flotte für eine weitere Reise nach Amerika, am 14. März wird die Expedition vom Königshaus genehmigt. Am 9. oder laut anderen Quellen am 11. Mai bricht Kolumbus von Cádiz aus zu seiner vierten Reise in die Neue Welt auf. Seine Flotte besteht aus vier Karavellen mit quer gestelltem Großsegel, dem Flaggschiff Capitana, der La Gallega, der Santiago de Palos und der Vizcaína mit insgesamt über 120 Mann Besatzung an Bord.
Die Expedition erreicht am 15. Juni als erste Europäer die Karibikinsel Martinique, wo sie in der Nähe der heutigen Gemeinde Carbet an Land gehen. Am 30. Juli betritt Kolumbus auch die karibische Insel Guanaja nahe der Nordküste des heutigen Honduras. In der Folge segelt er die mittelamerikanische Festlandküste zwischen Honduras Panama und dem Golf von Golf von Darién entlang. Am 14. August betritt er bei Kap Honduras erstmals das amerikanische Festland.
Am 25. September erreicht Christoph Kolumbus die Atlantikküste des heutigen Costa Rica und besucht die Isla Quiribrí. Am 2. November erreicht er eine Bucht im heutigen Panama, der er Qualitäten als schöner Hafen attestiert. Dort entsteht später die Stadt Portobelo. Die Karavelle Vizcaína muss dort wegen Zerstörungen durch den Schiffsbohrwurm aufgegeben werden.

Die vierte portugiesische Indienfahrt steht wieder unter dem Kommando Vasco da Gamas, nachdem dieser bei seinem Kinder- und Jugendfreund, König Manuel I., gegen eine erneute Berufung Pedro Álvares Cabrals zum Oberbefehlshaber der Flotte protestiert hat. Diesmal bricht er mit 21 schwer bewaffneten Schiffen auf. Bereits auf der Hinreise legt er in Ostafrika Stützpunkte an, unter anderem in Sofala. Da Gama entdeckt auf seiner zweiten Indienreise außerdem die Inselgruppe der Seychellen und nennt sie Ilhas do Almirante (Admiralsinseln).
Das Auftauchen der Portugiesen im Indischen Ozean und ihr Angriff auf das Handelsmonopol arabischer und indischer Händler führt zu einem latenten Kriegszustand. Vasco da Gama muss sich unmittelbar nach seiner Ankunft in indischen Gewässern vor Calicut einer Flotte von mehr als 100 indischen und arabischen, zumeist kleineren Schiffen zur Schlacht stellen, die das portugiesische Geschwader abfangen will. Den Enterkampf vermeidend sowie durch ihr wirksames Geschützfeuer können die Portugiesen die gegnerische Flotte fast vollständig vernichten. Durch Verhandlungen, das Ausnutzen von Rivalitäten unter den indischen Fürsten und rücksichtslose Gewaltanwendung gelingt es, den von den arabischen Händlern geförderten Widerstand der indischen Fürsten zu brechen. Vasco da Gama festigt Portugals Stellung an der indischen Malabarküste, indem er die portugiesischen Faktoreien in Cannanore und Cochin weiter ausbaut und stärkt.
Der Landsknecht Joß Fritz initiiert eine Bundschuh-Bewegung in Bruchsal und Untergrombach. Die Orte gehören zum Bistum Speyer, dessen Bischof Ludwig von Helmstatt kostspielige Bauten durch Erhöhung der Abgaben und Einschränkung der Forst-, Weide- und Fischereirechte seiner Untertanen finanziert hat. Die Artikel der Bundschuh-Bewegung verlangen die Aufhebung der Leibeigenschaft, Abschaffung des Zehnten und anderer Zölle, die Beseitigung adeliger Vorrechte bei der Nutznießung der Wälder und Fischgründe sowie die Einziehung eines Großteils der Klöster. Die Bewegung umfasst bald mindestens 7400 Personen im Gebiet zwischen Main und Neckar. Geplant sind zunächst die Besetzung Untergrombachs und anschließend ein Zug in die Markgrafschaft Baden, doch wird die Bewegung unter Missachtung des Beichtgeheimnisses verraten. Joß Fritz kann entkommen, doch 110 Mitglieder werden gefasst. Zehn Bauern werden als Abschreckung geköpft, gevierteilt und an den Landstraßen aufgehängt.




