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1513 | |
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| 1513 in anderen Kalendern | |
| Armenischer Kalender | 961/962 (Jahreswechsel Juli) |
| Äthiopischer Kalender | 1505/06 |
| Aztekischer Kalender | 7. Feuerstein – Chicome Tecpatl (bis Ende Januar/Anfang Februar: 6. Rohre – Chicuace Acatl) |
| Buddhistische Zeitrechnung | 2056/57 (südlicher Buddhismus); 2055/56 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) |
| Chinesischer Kalender | 70. (71.) Zyklus
Jahr des Wasser-Hahns 癸酉 (am Beginn des Jahres Wasser-Affe 壬申) |
| Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) | 875/876 (Jahreswechsel April) |
| Dangun-Ära (Korea) | 3846/47 (2./3. Oktober) |
| Iranischer Kalender | 891/892 |
| Islamischer Kalender | 918/919 (Jahreswechsel 8./9. März) |
| Jüdischer Kalender | 5273/74 (31. August/ 1. September) |
| Koptischer Kalender | 1229/30 |
| Malayalam-Kalender | 688/689 |
| Seleukidische Ära | Babylon: 1823/24 (Jahreswechsel April)
Syrien: 1824/25 (Jahreswechsel Oktober) |
| Spanische Ära | 1551 |
| Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) | 1569/70 (Jahreswechsel April) |
Im Jahr 1513 stirbt Papst Julius II., was den Humanisten Erasmus von Rotterdam zu der Satire Julius vor der verschlossenen Himmelstür inspiriert. Zu seinem Nachfolger wählt das Konklave Giovanni de’ Medici, der den Namen Leo X. annimmt.
Der Krieg der Heiligen Liga gegen Frankreich hat mittlerweile fast ganz Europa erfasst. Obwohl die Republik Venedig die Seiten wechselt, gerät Frankreich insbesondere gegen die eidgenössischen Reisläufer immer weiter in die Defensive und muss unter anderem das Herzogtum Mailand aufgeben. Auch Heinrich VIII. von England greift zugunsten Kaiser Maximilians I. in den Krieg ein. Das wiederum bewegt König Jakob IV. von Schottland dazu, die Auld Alliance mit Frankreich wiederzubeleben und in England einzumarschieren. In der Schlacht von Flodden Field erleiden die Schotten jedoch eine vernichtende Niederlage und Jakob IV. kommt ums Leben. Nachfolger auf dem Thron wird sein 17 Monate alter Sohn Jakob V.
Auf der anderen Seite der Welt erblickt der Conquistador Vasco Núñez de Balboa nach einer verlustreichen Expedition durch die Landenge von Panama als erster Europäer den Pazifischen Ozean vom amerikanischen Kontinent aus, und die goldbesessenen Spanier hören erstmals von dem sagenhaften Inkareich im Süden.




Nach dem Tod von Johann I. am 20. Februar wird in Dänemark und Norwegen sein Sohn Christian II. zum König gewählt. Schweden, wo Sten Sture der Jüngere als Reichsverweser regiert, stellt die Kalmarer Union jedoch wie schon gegenüber Johann I. in Frage.
Großfürst Wassili III. begibt sich am 14. Juni mit seinen Brüdern nach Borovsk, das zum Sammelpunkt der moskowitischen Truppen für den zweiten Feldzug gegen Smolensk bestimmt worden ist. Am 11. September schließt er sich dem Truppenaufmarsch vor dieser wichtigen Festung im litauisch-russischen Grenzbereich an, kehrt aber nach vierwöchiger vergeblicher Belagerung am 21. November wieder nach Moskau zurück.

| Kultur | |
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20 Jahre nach dem Tod des Kaisers wird das bereits 1467 beim Bildhauer Niclas Gerhaert van Leyden in Auftrag gegebene Grabmal Kaiser Friedrichs III. im Wiener Stephansdom fertiggestellt. Es ist nicht nur eines der bedeutendsten plastischen Kunstwerke des Spätmittelalters, sondern auch einzigartig in seiner Monumentalität in einem Kirchenraum dieser Zeit. Am 12. November erfolgt die feierliche Übertragung von Friedrichs Leichnam aus der Herzogsgruft in das von Michael Tichter vollendete Hochgrab.

Albrecht Dürer schafft den ersten seiner drei Meisterstiche Ritter, Tod und Teufel. Wie auch andere Stiche des Künstlers zeichnet sich dieses Bild durch eine Vielzahl von Symbolen aus der Ikonographie aus. Der Ritter steht für die vita activa, ein aktives, kämpferisches Leben, der aber auch im Kampf das Risiko eingeht, bald zu sterben. Damit könnte es ein memento mori sein, was der Totenschädel neben der Initial-Tafel von A.D. mit Jahreszahl symbolisch auch auszudrücken versucht.

Raffael vollendet nach etwa einjähriger Arbeit die von Papst Julius II. anlässlich des Sieges über die Franzosen und der Einverleibung der Stadt Piacenza in den Kirchenstaat in Auftrag gegebene Sixtinische Madonna, berühmt vor allem für die Puttenengel am unteren Bildrand (Die Engel der Sixtina).


Papst Julius II. stirbt am 21. Februar. Bereits am 9./11. März wird vom am 4. März einberufenen Konklave der siebenunddreißigjährige Giovanni de’ Medici zum Papst gewählt und nimmt den Namen Leo X. an. Da er, obwohl Kardinal, kein Geistlicher ist, wird er nach seiner Papstwahl am 15. März zum Priester und am 17. März zum Bischof geweiht. Erst danach kann die Krönung am 19. März folgen. Während seines Pontifikats wird Rom ein Zentrum für Kunst und Kultur.
Das noch im Vorjahr von Julius II. einberufene fünfte Laterankonzil erklärt in seiner achten Sitzung am 19. Dezember das Dogma, dass der Mensch eine individuelle und unsterbliche Seele besitze, was die Voraussetzung für eine persönliche Unsterblichkeit ist.
Nachdem am 4. Februar Philipp von Rosenberg verstorben ist, wird am 12. Februar Georg von der Pfalz zum Bischof von Speyer. Die Priesterweihe empfängt er erst zwei Jahre später.
Am 9. Mai erklärt der neue Papst Leo X. aus dem Haus Medici seinen vermutlich unehelich geborenen Cousin Giulio de’ Medici zum Sohn einer heimlichen Ehe Giuliano di Piero de’ Medicis und ernennt ihn zum Erzbischof von Florenz. Am 23. September wird er zum Kardinal erhoben, am 29. September zu Kardinaldiakon der Titeldiakonie S. Maria in Domnica.
Nach dem Tod von Ernst II. von Sachsen am 3. August wird Albrecht von Brandenburg im Alter von 23 Jahren als Albrecht IV. zum Erzbischof von Magdeburg und als Albrecht V. zum Administrator des Bistums Halberstadt erhoben.
Hartmann II. von Kirchberg wird als Nachfolger des am 20. Mai gestorbenen Johann II. von Henneberg-Schleusingen zum Fürstabt des Klosters Fulda erhoben. Gleichzeitig wird er auch zum Abt der Reichsabtei Hersfeld gewählt. Da seine Aufmerksamkeit stärker den Ereignissen im Reich gilt, vernachlässigt er die ihm anvertrauten Kloster.



