| Film | |
| Titel | 35 Fotos |
|---|---|
| Produktionsland | DDR |
| Erscheinungsjahr | 1985 |
| Länge | 4 Minuten |
| Produktionsunternehmen | DEFA-Studio für Dokumentarfilme |
| Stab | |
| Regie | Helke Misselwitz |
| Drehbuch | Helke Misselwitz |
| Musik | Cathrin Pfeifer |
| Kamera | Jürgen Rudow (Realkamera), Bernd Merten (Trickkamera) |
| Schnitt | Karin Schöning |
35 Fotos ist ein Dokumentarkurzfilm von Helke Misselwitz von 1985.
Karin R., geboren 1949, betrachtet 35 Fotos aus ihrem Leben, aus jedem Jahr eines. Sie reflektiert über ihr Leben, in dem manches nicht so lief, wie sie sich es vorgestellt hatte. Ihr Mann verließ sie, sodass sie nun mit ihren zwei Kindern alleine lebt.
Der Film sollte anlässlich des 35. Jahrestages der DDR im Oktober 1984 in einem Programm der DEFA-Kinobox gezeigt werden. Er wurde aber von staatlichen Stellen nicht zugelassen, da das dargestellte Leben nicht repräsentativ für Frauen in der DDR sei. Er wurde dann unter dem veränderten Titel Aus dem Familienalbum einer jungen Frau am 28. Juni 1985 in einer späteren Ausgabe der DEFA-Kinobox in Kinos der DDR gezeigt. Die DEFA bat Helke Misselwitz daraufhin, einen langen Dokumentarfilm über Frauen in der DDR zu machen. Winter adé, wurde einer der erfolgreichsten und wichtigsten DDR-Dokumentarfilme überhaupt.
35 Fotos wurde 2010 beim Filmfestival in Bristol wieder gezeigt, 2012 beim Filmfestival in Cottbus, 2017 im Filmmuseum Potsdam, 2021 in den Anthology Film Archives in New York und beim Internationalen Filmfestival in Mar del Plata in Argentinien bei Retrospektiven zum Werk der Regisseurin, 2022 beim Internationalen Filmfestival in Tui in Spanien und im Haus der Kulturen der Welt in Berlin, 2023 in Montreal in Kanada, 2024 im Berliner Kino Arsenal und 2026 im Goethe-Institut in Buenos Aires. Er ist auch auf der DVD Winter adé und andere Klassiker von Helke Misselwitz von 2022 enthalten.