| 7-Eleven, Inc. | |
|---|---|
| Rechtsform | Corporation |
| Gründung | 1927 |
| Sitz | Dallas, Texas (Vereinigte Staaten) |
| Leitung | Joseph DePinto |
| Mitarbeiterzahl | 138.808 (2020) |
| Branche | Einzelhandel |
| Website | www.7-eleven.com |
7-Eleven (sprich englisch Seven-Eleven) ist ein international tätiger US-amerikanischer Einzelhandelskonzern mit Sitz in Dallas (USA), dessen Inhaber die japanische Seven & I Holdings Co., Ltd. ist. 7-Eleven ist spezialisiert auf Convenience Stores und betreibt, gemessen an der Anzahl der Filialen, die weltweit größte Kette von Einzelhandelsgeschäften. Im Jahr 2024 waren dies ca. 85.000 Geschäfte in 19 verschiedenen Ländern.
Ursprünglich waren die Geschäfte von 7.00 bis 23.00 Uhr geöffnet, durch die Zeitangabe 7 am bis 11 pm (7–11) entstand die Unternehmensbezeichnung.
Nach der Einführung des aktuellen Logos durch 7-Eleven im Jahr 1968 wurde in der Zeichenfolge „ELEVEn“ ein kleines n verwendet, weil die erste Frau von John P. Thompson Sr., dem Präsidenten des Unternehmens in den 1960er Jahren, befand, dass der Schriftzug nur in Großbuchstaben ein wenig aggressiv wirke. Sie schlug die Änderung vor, „um das Logo anmutiger aussehen zu lassen“. Kaum wahrnehmbare Asymmetrien tragen zusätzlich zur grafischen Ausgewogenheit bei.


Das Unternehmen wurde 1927 in Oak Cliff, einem Vorort von Dallas (Texas), gegründet. Die Märkte hießen zunächst „Tote'm“, der Name 7-Eleven wird erst seit 1946 verwendet. Betreiberin der Kette war die Southland Corporation mit Sitz in Dallas, die aus der 1927 gegründeten Southland Ice Company hervorgegangen war. 1983 kaufte Southland die Citgo Petroleum Corporation, um die eigene Kraftstoffversorgung zu sichern. Nachdem der kanadische Investor Samuel Belzberg 1987 eine Übernahme angekündigt hatte, führte die Gründerfamilie Thompson im Juli 1987 einen fremdfinanzierten Rückkauf (Leveraged Buyout) durch. Hohe Schulden, der Börsenkrach vom Oktober 1987 und eine schwächere Entwicklung des Kerngeschäfts zwangen das Unternehmen anschließend zum Verkauf zahlreicher Geschäftsbereiche und Filialen. Im Oktober 1990 meldete Southland Insolvenz nach Chapter 11 an; im März 1991 ging die Mehrheit an eine Holdinggesellschaft des japanischen Einzelhandelsunternehmens Itō-Yōkadō (イトーヨーカ堂) und der Seven-Eleven Japan Co. Ltd. über. Das Unternehmen ist ein Tochterunternehmen der Seven & I Holdings.
Im Februar 1986 kündigte Southland an, in seinen Filialen landesweit Videokassetten zu verleihen. Der unter dem Namen MovieQuik gestartete Dienst begann im Großraum Washington, D.C., wo etwa 200 Titel je Filiale im Format VHS für 99 Cent an Werktagen und 1,99 US-Dollar an Wochenenden angeboten wurden. Bis Mitte 1987 war der Verleih in mehr als 4.000 der rund 8.500 Filialen verfügbar; die Abwicklung erfolgte über Barcode-Mitgliedskarten und das bestehende Rechnernetz des Unternehmens. Der Aufbau des Verleihgeschäfts belastete zusammen mit der Ausweitung des Schnellgastronomie-Angebots die Erträge; Unternehmenspräsident Jere W. Thompson erklärte im Mai 1987, MovieQuik werde erst im Folgejahr Gewinn abwerfen. Am 7. März 1988 verkaufte Southland das MovieQuik-System im Zuge der Veräußerungen nach dem Leveraged Buyout für 52 Millionen US-Dollar an die Cevaxs Corporation.
Von den 85.000 Geschäften weltweit sind nur ein kleiner Teil Filialen des Konzerns, der Rest wird von selbstständigen Franchisenehmern betrieben. Die größte Anzahl der 7-Eleven-Geschäfte findet sich in Japan, mit 21.402 Filialen im Jahr 2022. Hinsichtlich des globalen Umsatzes und der globalen Mitarbeiterzahl sind keine konsolidierten Zahlen bekannt. Die größten Tochtergesellschaften befinden sich in Japan und in den USA. 7-Eleven Japan hatte im Jahr 2022 ca. 5.700 Mitarbeiter bei 5.184 Billionen Yen Einzelhandelsumsatz (ca. 32 Milliarden Euro). 7-Eleven USA hatte im Jahr 2010 ca. 47.000 Mitarbeiter bei 16,7 Milliarden USD Einzelhandelsumsatz. Die Zahl der Mitarbeiter in den Franchise-Filialen ist nicht bekannt.
Zwar kündigte 2004 der norwegische Lizenznehmer Reitan Group an, bis 2006 einen 7-Eleven-Shop in Berlin zu eröffnen und das deutsche Netz dann zügig auf 100 Geschäfte auszubauen. Bislang wurde dieser Plan aber nicht umgesetzt, sodass 7-Eleven in Deutschland nicht präsent ist.
Die Filialen sind in der Regel als kleine, einfach gehaltene Geschäfte angelegt, die Dinge des alltäglichen Bedarfs anbieten und damit konzeptionell einem Convenience Shop entsprechen. 7-Eleven hat hierbei ein einfaches Geschäftsmodell: Sie versorgen so viele Kunden wie möglich, und das mit möglichst wenig Aufwand. Statt großer Verkaufsflächen setzt das Unternehmen auf kleine Läden an belebten Orten mit hoher Kundenfrequenz. Dahinter stand auch die Entwicklung eines eigenen effizienten Transportsystems zur Versorgung der Läden. In den USA, Kanada, Australien sowie Norwegen wird an manchen 7-Eleven-Geschäften auch Kraftstoff verkauft (zum Beispiel Citgo und Shell). Der Werbeslogan in den USA lautet: Oh Thank Heaven for 7-Eleven (Dem Himmel sei Dank für 7-Eleven).
2020 übernahm 7-Eleven für 21 Milliarden Dollar alle 3.900 Speedway-Stores von Marathon Petroleum. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Märkte in den USA und Kanada auf 14.000.
Ende 2020 gab es in Thailand 12.225 Geschäfte. 1988 wurde CP All in Bangkok als exklusiver Franchisenehmer gegründet. Ein Jahr später eröffneten die ersten Geschäfte in Bangkok. 2020 betrug der Umsatz 12 Milliarden Baht (ca. 300 Mio. Euro). In Thailand sind die Geschäfte rund um die Uhr geöffnet. Eine weitere Besonderheit ist, dass viele Rechnungen, wie für Strom, Wasser und Telekomdienstleistungen in den Geschäften bezahlt werden können. Am 7. Mai 2020 unterzeichnete die CP All Cambodia einen Franchisevertrag für Kambodscha. Im August 2021 wurde das erste Geschäft in Phnom Penh eröffnet. Im September 2023 eröffnete die Tochterfirma CP All Laos das erste Geschäft in Laos.
Im April 2023 teilte 7-Eleven mit, es wolle verstärkt nach Westeuropa, u. a. nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz expandieren. Im April 2024 wurde dann bekannt, dass 7-Eleven einen Wiedereintritt im Vereinigten Königreich plante. Das Unternehmen hatte früher schon einmal rund 50 Filialen in Großbritannien betrieben, diese aber 1997 verkauft.
Die Schwerpunkte der Aktivitäten mit insgesamt mehr als 57.300 Filialen liegen in Ostasien (≈ 45.500 Filialen) und Nordamerika (≈ 14.000 Filialen).
Die internationale Expansion begann 1968 mit Kanada, gefolgt von Mexiko (1971) und Japan (1973). Bis 1993 hatte 7-Eleven auf diesem Weg Filialen in weiteren Ländern eröffnet, darunter Australien (1976), Taiwan (1979), Schweden (1980), Hongkong (1981), Singapur und die Philippinen (1983), Malaysia (1984), Norwegen (1986), Südkorea und Thailand (1988), die Volksrepublik China (1992) sowie Dänemark (1993).
7-Eleven hat Filialen in folgenden Ländern:

Von 1981 bis 1991 war 7-Eleven Hauptsponsor des Radsportteams, das den Namen des Unternehmens trug. Nach dem Ausstieg von 7-Eleven wurde es zum Team Motorola.
Die Kette überraschte 2007 in Nordamerika mit einer ungewöhnlichen Werbeaktion: Alle nordamerikanischen Supermärkte verkauften Simpsons-Produkte wie „Buzz-Cola“. Zwölf Märkte wurden sogar in den aus der Simpsons-Serie bekannten „Kwik-E-Mart“ umbenannt.