
Zu den 8K-Auflösungen, meistens nur 8K genannt, zählen mehrere Bildauflösungen mit jeweils einer Breite in der Größenordnung von 8000 Pixel. Eine dieser Auflösungen hat horizontal und vertikal jeweils die doppelte Auflösung wie Ultra HD, also 7680 × 4320 Pixel. Das digitale Videoformat mit dieser Auflösung heißt unter anderem 8K UHD. In diesem Format können zwar Videos bei YouTube und Vimeo hochgeladen und angezeigt werden, aber lineares Fernsehen ist nur in Japan über Satellit und Video-on-Demand der großen Anbieter, wie z. B. Netflix, überhaupt nicht möglich.
| Format | Auflösung | Seitenverhältnis | Pixel | |
|---|---|---|---|---|
| Quad Hex XGA (QHXGA) | 8192 × 6144 | 1,3 | 4∶3 | 50.331.648 |
| - | 8192 × 5120 | 1,6 | 8∶5 | 41.943.040 |
| Full 8K | 8192 × 4608 | 1,7 | 16∶9 | 37.748.736 |
| DCI 8K (Vollformat) | 8192 × 4320 | 1,8962 | 256∶135 | 35.389.440 |
| Univisium, 8K 2:1 | 8192 × 4096 | 2,0 | 2∶1 | 33.554.432 |
| DCI 8K (CinemaScope-Ausschnitt) | 8192 × 3432 | 2,39 | 1024∶429 | 28.114.944 |
| DCI 8K (flach beschnitten) | 7992 × 4320 | 1,85 | 1.85∶1 | 34.525.440 |
| 8K UHD im 3:2-Format, 8K+ | 7680 × 5120 | 1,5 | 3∶2 | 39.321.600 |
| 8K Ultra HD (8K UHD) | 7680 × 4320 | 1,7 | 16∶9 | 33.177.600 |
| 8K UHD 2:1 | 7680 × 3840 | 2,0 | 2∶1 | 29.491.200 |
| 8K Ultrawide (8K UW) | 7680 × 3240 | 2,370 | 64:27 | 24.883.200 |
| Dual Ultra HD (DUHD) | 7680 × 2160 | 3,5 | 32∶9 | 16.588.800 |
Aufgrund der nicht genau festgelegten Spalten- und Zeilenzahl ergeben sich verschiedene 8K-Auflösungen und Seitenverhältnisse. Außerdem können zu einer bestimmten 8K-Auflösung mehrere Videoformate existieren, da noch verschiedene Bildfrequenzen, Farbtiefen, Helligkeits- und Farbwerte möglich sind.
Weniger gebräuchlich als bei 4K und 5K sind Bezeichnungen mit einer zweiten Ziffer gefolgt von einem weiteren K, wenn mit Vielfachen von 1000 zusätzlich die Größenordnung der vertikalen Auflösung feststeht. 8K4K wird als Spezifikation von HDMI-Kabeln verwendet, die aber nicht standardisiert ist.
Die Abkürzung „K“ wird in der Computertechnik seit langem als Binärpräfix verwendet. Der groß geschriebene Buchstabe „K“ lehnt sich an die Abkürzung „k“ des international standardisierten Präfixes Kilo für 1000 an, steht in der Digitaltechnik aber für den Faktor 210=1024. Die Abkürzung 8K bedeutet also 8 × 1024 = 8192. Bei digitalen Videoformaten steht 8K aber nicht für eine Zahl, sondern für ein Intervall: Bezüglich der horizontalen Auflösung darf 8K zwischen 7680 und 8192 liegen.
Digitale Wiedergabegeräte wie Computermonitore, Bildschirme, Fernsehgeräte oder Videoprojektoren, sowie Aufnahmegeräte, wie digitale Kinokameras oder Digitalkameras, die eine Spaltenzahl von rund 8000 Spalten unterstützen, können mit dem Attribut „8K“ gekennzeichnet werden. Diese Geräte sind in der Lage, Bilder und Videos mit dieser Spaltenzahl vollständig zu verarbeiten und wiederzugeben, ohne Bildpunkte mittels Downsampling zusammenfassen zu müssen. Bilder und Videos mit geringerer Bildauflösung als 8K können mit Hilfe von Upsampling oder Zeilenverdopplern auf Wiedergabegeräten, die nativ eine 8K-Auflösung unterstützen, formatfüllend dargestellt werden.
Die erforderlichen Datenmengen – zumindest bei mehr als 30 Bildern pro Sekunde – können nur über das High Definition Multimedia Interface (HDMI) ab der Version 2.1 (Januar 2017) oder über den DisplayPort ab der Version 1.3 (September 2014) zwischen den Geräten übertragen werden. HDMI-Kabel werden gelegentlich mit der nicht standardisierten Spezifikation „8K4K“ angeboten, obwohl sie nur HDMI 2.0 oder sogar nur HDMI 1.4 unterstützen. Die Bezeichnung „Ultra High Speed HDMI“ weist dagegen zuverlässig auf die Unterstützung von mindestens HDM 2.1 hin.
Die Auflösung von 8192 × 6144 Pixel wird Quad Hex XGA genannt, entspricht einer Bildgröße von 50,33 MegaPixel und ergibt ein Seitenverhältnis von 4:3. Anzeigegeräte mit dieser Auflösung gibt es nicht, Kamerasensoren hingegen schon. Die Actionkamera Insta360 Ace Pro 2 nimmt Fotos in dieser Auflösung auf. Das Gleiche gilt für viele Smartphones, darunter das HUAWEI Mate XT , HUAWEI Pura 80 Ultra , Honor 200 5G und realme P3x .
Die Auflösung von 8192 × 5120 Pixel entspricht einer Bildgröße von 41,94 MegaPixel und ergibt ein Seitenverhältnis von 16:10. Sie ist eine etablierte Spezifikation in der High-End-Kinotechnik:
Die Auflösung von 8192 × 4608 Pixel wird Full 8K, True 8K UHD, 8K 16:9, 8K UHD 4608p oder 8K 16:9 Cinema DCI genannt, entspricht einer Gesamtzahl von 37,75 MegaPixel und ergibt ein Seitenverhältnis von 16:9. Im Gegensatz zu den zuvor genannten Spezialformaten ist diese Auflösung sowohl bei High-End-Kameras als auch bei speziellen Produktionsmonitoren sowie in der PC-Hardware fest integriert.
Mehrere professionelle Filmkameras nutzen exakt dieses Raster, um das maximale Bild im 16:9-Format aufzunehmen, darunter
Für Videoschnittsoftware ist dieser Standard ideal. Wer ein Video in dieser Auflösung schneidet, besitzt im Vergleich zu 8K UHD (7680 × 4320 Pixel) einen kleinen Pixel-Puffer an allen Seiten. Dadurch lässt sich das Material in Software wie DaVinci Resolve leicht stabilisieren oder im Ausschnitt verändern, ohne dass das Bild für den späteren 8K-Export künstlich vergrößert werden muss.
DCI 8K ist das Format, welches sowohl horizontal als auch vertikal doppelt so fein wie DCI 4K auflöst und folgende Auflösungen umfasst:
Das Format wurde von Digital Cinema Initiatives standardisiert, wird auch als 8K – Digital Cinema Initiatives, Cinema 8K, oder 8K DCI bezeichnet und umfasst mit 8192 × 4320 Pixel die höchste Auflösung, die auf YouTube hochgeladen und dort abgespielt werden kann.
Fast alle namhaften Hersteller von High-End-Kameras nutzen dieses Raster als ihr natives Aufnahmeformat:
Die Auflösung von 8192 × 4096 Pixel heißt 8K 2:1 und entspricht einer Bildgröße von 33,55 MegaPixel. Bei 7680 × 3840 Pixel (knapp 29,5 Megapixel) wird der Begriff 8K UHD 2:1 verwendet. Beide Auflösungen werden auch als Univisium-Format bezeichnet, besitzen das Seitenverhältnis 2:1 und werden bei der Aufnahme von 360-Grad-Videos mit 360-Grad-Kameras und ihrer Wiedergabe in der virtuellen Realität mit Virtual-Reality-Headsets verwendet.
YouTube VR, Facebook 360 und Vimeo verarbeiten hochgeladenes 8K-360-Grad-Material nativ in beiden Auflösungen, das anschließend in der App oder VR-Brille zu einer virtuellen Kugel entzerrt wird.
Die Auflösung von 7680 × 5120 Pixel entspricht einer Bildgröße von 39,32 MegaPixel und besitzt ein klassisches 3:2-Seitenverhältnis. In Fachkreisen wird dieses Format oft als 8K UHD im 3:2-Format oder kurz 8K+ bezeichnet. Bildschirme oder Fernseher gibt es in dieser Auflösung nicht, aber aufgrund des gleichen Seitenverhältnis wie der Kleinbildfilm ist diese Auflösung im Bereich der professionellen Fotografie der absolute Standard.
Die Einzelbilder dieser Auflösung haben ein Seitenverhältnis von 16:9 und eine Größe von rund 33 Megapixel. Zur Anwendung kommt das Format als höchste Auflösung bei Vimeo und im japanischen Fernsehen (NHK), das zwei Programme in 8K UHD über Satellit ausstrahlt.
Folgende Bezeichnungen werden für diese Auflösung verwendet:
Die Society of Motion Picture and Television Engineers (SMPTE) spezifizierte bereits 2007 den von ihr UHDTV2 genannten Standard mit einer Auflösung von 7680 × 4320 Pixel. Die Internationalen Fernmeldeunion (ITU) übernahm ihn und fügte weitere Spezifikationen hinzu. Sie veröffentlichte am 23. August 2012 die ITU-R-Empfehlung BT.2020, in der sie ebenfalls die höhere Bildauflösung auf 7680 × 4320 Pixel festsetzte, dafür Bildfrequenzen bis 120 Hz zuließ und in diesem Zusammenhang Farbunterabtastung, Farbtiefe, und Farbraum spezifizierte. 2019 erarbeiteten die neu gegründete 8K Association (8KA) und die Consumer Technology Association (CTA) zwei verschiedene Normen für die Zertifizierung von 8K-UHD-Fernsehgeräten. Das DVB-Projekt befasst sich seit 2021 in der dritten Phase mit der Spezifikation von 8K UHD.
8K Ultra-HD bildet den Ausgangspunkt für die Benennung höherer Auflösungen. Durch Verdoppelung der Länge und Breite erhält man 16K mit 15360 × 8640 Bildpunkten und nochmaliger Verdoppelung 32K mit 30720 × 17280 Bildpunkten. Die Abkürzungen 16K UHD und 32K UHD sind dabei keine Rundungswerte der tatsächlichen horizontalen Auflösung, was 15K oder 31K ergäbe, sondern weisen auf die Verdopplung der vorhergehenden Auflösung von 8K UHD beziehungsweise 16K UHD hin.
Das einzig bekannte Display mit 16K UHD wurde 2019 von Sony vorgestellt und maß 19,5 × 5,5 m an einer Ladenfront. Ansonsten werden die größeren abgeleiteten Formate nur durch Multi-Monitor-Installationen erreicht.
Die Auflösung von 7680 × 3240 Pixel entspricht insgesamt 24,88 MegaPixel, besitzt ein breites Seitenverhältnis von 2,37:1 bzw. gerundet 21:9 und wird als 8K Ultrawide (8K UW) bezeichnet.
Die Auflösung von 7680 × 2160 Pixel wird Dual Ultra HD (DUHD) bezeichnet und entspricht zwei vollwertigen 4K-UHD-Monitoren (jeweils 3840 × 2160 Pixel), die nahtlos nebeneinander in einem einzigen Panel verbaut sind. Diese Auflösung kommt primär bei extrem großen High-End-Monitoren mit einer Bildschirmdiagonale von 57 Zoll zum Einsatz, z. B.
Um DUHD mit hoher Bildwiederholrate zu übertragen, ist zwingend DisplayPort 2.1 oder HDMI 2.1 mit Display Stream Compression (DSC) erforderlich. Für Computerspiele in dieser Auflösung ist eine absolute High-End-Grafikkarte wie eine Nvidia GeForce RTX 4090 oder AMD Radeon RX 7900 XTX notwendig.

Einzelbilder in einer 8K-Auflösung können im Profi-Bereich seit 2005 und im Consumer-Bereich seit 2015 aufgenommen werden. Digitale Kinokameras, die 8K-Videos ausgeben können, gibt es seit 2013. Heute teilen sich folgende Kameras den Großteil des Marktes für den High-End-Profi-Sektor (z. B. Hollywood-Spielfilme, High-Budget-Serien für Netflix oder HBO und Werbung):
In der Preisklasse der zuletzt genannten zwei Kameras liegt auch die Kinefinity Mavo Edge 8K Cinema Camera, die aber in teilweise anderen Auflösungen – darunter vier 5K-Auflösungen – filmen kann.
8K-taugliche Camcorder für Consumer oder Prosumer gibt es nicht. Es bieten sich drei Alternativen an:

Die für eine entsprechende optische Auflösung erforderlichen Objektive müssen bei der Bildaufnahme allerdings in der Lage sein, auch bei einer Ortsfrequenz von 2160 Linienpaaren pro Bildhöhe einen hohen Kontrast zu liefern. Bei einem Bildsensor im Vollformat entspricht dies einer Ortsfrequenz von 90 Linienpaaren pro Millimeter (Linienbreite = 5,6 Mikrometer, das entspricht eine Blendenzahl von ungefähr 4). Bei kleineren Bildsensoren mit einem Pixelabstand von einem Mikrometer, wie sie zum Beispiel in Smartphones eingesetzt werden, wäre hierfür theoretisch eine Blendenzahl von deutlich unter 1,0 erforderlich, die selbst mit entsprechenden korrigierten Objektiven technisch nicht mit der erforderlichen optischen Auflösung erreichbar ist. Eine dafür geeignete Modulationsübertragungsfunktion mit einer entsprechend hohen fotografischen Auflösung kann nur von optisch korrigierten sowie großen und nicht beugungsbegrenzten Spezialobjektiven (in der Regel ohne variable Brennweite) erreicht werden, bei denen die unvermeidlichen lateralen Lagefehler der optischen Abbildung in den digitalen Aufnahmen im Video-Post-Processing kompensiert werden können. Bei der Liveübertragung oder beim Streaming von Videoaufnahmen muss die für diese Kompensationen und die Datenkompression erforderliche Rechenleistung in Echtzeit zur Verfügung stehen.
Ab 2005 konnten Profis mit Hilfe des Digitalrückteils H2D-39 von Hasselblad, das mit einem 39-Megapixel-Sensor ausgestattet war, digital in der 8K-Auflösung fotografieren. 10 Jahre später war dies mit den digitalen Spiegelreflexkameras Canon EOS 5DS und 5DS R mit 50,6-Megapixel-Vollformatsensor auch für Consumer möglich.
Die Aufnahme von 8K-Videos war erstmals mit der spiegellosen Systemkamera Canon EOS R5 mit 50,3-Megapixel-Vollformatsensor, die im Juli 2020 auf dem Markt kam, möglich. Im März 2021 folgte die ebenfalls spiegellose Sony Alpha 1 mit 50,1-Megapixel-Vollformatsensor. Beide Kameras erzeugten 8K-Videos mit einer Bildrate von maximal 30 fps.
Ab Juni 2012 war das Symbian-Smartphone Nokia 808 PureView erhältlich, welches mit einer 41-Megapixel-Kamera ausgestattet war und bei Auswahl des 16:9-Seitenverhältnisses Fotos in einer Auflösung von 7728 × 4354 Pixel aufnehmen konnte. Gut ein Jahr später brachte Nokia mit dem Lumia 1020 dieselbe Kamera-Technologie in die Windows-Phone-Welt ein. Anschließend passierte jahrelang wenig, da die Industrie stattdessen auf kleinere Auflösungen (meist 12 bis 16 Megapixel) mit besseren Bildsensoren setzte. Erst im Januar 2019 folgten mit Honor View 20 und Redmi Note 7 zwei Smartphones, die nativ mit 48 MegaPixel auflösten.
Ab 2020 konnten Smartphones aufgrund höherer Rechenleistung nicht nur in der 8K-Auflösung fotografieren, sondern auch filmen. Mit der Galaxy-S20-Serie brachte Samsung im Februar die ersten Smartphones (S20, S20+ und S20 Ultra) heraus, welche Videos in 8K mit 24 Bildern pro Sekunde aufnehmen können. Fast zeitgleich stellte Xiaomi Mi 10 und Mi 10 Pro mit einem 108-Megapixel-Sensor und gut einen Monat später OnePlus die Modelle 9 und 9 Pro mit einem 48-Megapixel-Sensor vor, welche bei gleicher Auflösung sogar eine Bildrate von 30 fps ermöglichen. Ein halbes Jahr später folgten die Phablets der Galaxy-Note-20-Serie Note 20, Note 20 Ultra, Note 20 5G, Note 20 Ultra 5G, die wie die Smartphones der Galaxy-S20-Serie 8K-Videos mit 24 fps aufnehmen können.
Zu Beginn der 2000er Jahre entwickelte NHK in Zusammenarbeit mit Ikegami und JVC gigantische Prototypen, die Videos in 8K Ultra HD (7680 × 4320 Pixel) aufnehmen und übertragen konnten. Eine erste Demonstration fand im Januar 2003 statt. Bis die Kameras kompakt genug für Liveübertragungen außerhalb des Labors waren, dauerte es noch. Erste weltweite Beachtung fand der System-Einsatz bei Public Viewings der Olympischen Sommerspiele 2012 in London sowie im großen Stil bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi und der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Mit der Ikegami SHK-810 gab es ab 2015 die erste tragbare 8K-Kamera, welche bei den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro zum Einsatz kam. Hitachi kooperierte ebenfalls mit NHK und präsentierte auf der NAB-Show 2015 die Kamera SK-UHD-8060, die über ein 40-Gbps-Glasfaserkabel gleichzeitig 2K-, 4K- und 8K-Videosignale bereitstellen kann und deren Einsatz für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokyo geplant war.
Im September 2011 stellte Sony die F65 CineAlta vor, die zwar einen 8K-CMOS-Sensor besaß, aber nur 4K-Videos (4096 × 2160 Pixel) erzeugte. Die Ausgabe von 8K-Videos war ab 2013 möglich. Das japanische Unternehmen Astrodesign stellte auf der NAB-Show im April den 8K-Kamerakopf AH-4800 vor. Ab 2015 baute RED 8K-Sensoren in ihre Kamera-Systeme ein, zunächst den Dragon 8K VV für Aufnahmen im VistaVision-Format, der 2018 vom verbesserten Sensor MONSTRO 8K VV abgelöst wurde, und ab 2016 den Sensor Helium 8K S35 für Aufnahmen im Super-35-Format. Sharp stellte 2017 den weltweit ersten professionellen 8K-Camcorder 8C-B60A vor, der Aufnahme, Speicherung und Wiedergabe in einem einzigen Gehäuse vereinte.
Insta360 stellte auf der CES im Januar 2017 die 360°-Videokamera Insta360 Pro für professionelle Anwender vor, die im Frühjahr ausgeliefert wurde. Im August folgte die Obsidian R von Kandao. Beide Kameras besitzen sechs kreisförmig um das Gehäuse herum angeordnete Fischaugenobjektive. 8K-Videos können durch nachträgliches Stitching der aufgenommenen 4K-Videodateien am PC entstehen. Während bei Insta360 die Stitching-Software nach Anschluss des Computers an die Kamera ihren internen Prozessor nutzt, um die Videodateien direkt auf ihr zusammenzufügen, und somit auf einen weniger leistungsstarken PC mit geringerer Festplattenkapazität laufen kann, unterstützt Kandao 8K-Live-Streaming durch Stitching in Echtzeit auf einen angeschlossenen extrem leistungsstarken Server.
Die Ende 2019 erschienene Kandao QooCam 8K war die erste wirklich kompakte und auch für Consumer erschwingliche 360°-Kamera, die 8K-Videos lieferte, aber mit starker Hitzeentwicklung und kurzer Akkulaufzeit zu kämpfen hatte. Erst fast viereinhalb Jahre später schaffte es Insta360 mit der Insta360 X4, die 8K-Technik so zu optimieren, dass sie in einer massentauglichen, wasserdichten Action-Cam reibungslos funktionierte. Im August 2025 erschien die 360°-Kamera Osmo 360 von DJI, die erstmals quadratische Sensoren besitzt, bei denen es keine ungenutzten Bereiche wie bei rechteckigen Sensoren gibt, was eine 25 Prozent höhere Ausnutzung der Sensoren ergibt.
Auf der Internationalen Funkausstellung wurden 2018 erste größere Fernsehbildschirme vorgestellt, die 8K-Bilder wiedergeben können.
Die ursprünglichen Prognosen für den Absatz von 8K-UHD-Fernsehgeräten wurden jährlich reduziert. 2021 lag der Marktanteil dieser Geräte weltweit bei 0,15 %. Im vierten Quartal 2021 sank deren Auslieferung unter den Vorjahreswert. In der EU lag ihr Marktanteil Ende 2022 bei 2 %. Ursächlich können die mit der Chipkrise ab 2020 steigenden Preise sein, die durch die Verschärfung der EU-Ökodesign-Richtlinie 2023 (siehe Energieverbrauch) weiter hochgetrieben werden, bei gleichzeitig anhaltend geringem Angebot an Medieninhalten. Insbesondere Streaming-Anbieter wie Netflix beschränken sich auf 4K (Stand 2023), auch wenn das Ausgangsmaterial in 8K bereitsteht (etwa Squid Game). Auch in Japan konnte sich trotz der Verfügbarkeit von Fernsehkanälen das 8K-Format nicht durchsetzen. Stattdessen setzte sich die HDR-Technik in 4K-UHD-Fernsehern durch, so dass in den 2020er Jahren nahezu konstant drei Viertel der verkauften Fernsehgeräte 4K-UHD-Fernseher (2020 72 %, 1. Quartal 2021 75 %, 1. Quartal 2024 78 % und 1. Quartal 2025 74 %) waren.
Mit der ab 2023 geltenden Verschärfung der EU-Ökodesign-Richtlinie wurden einige 8K-UHD-Fernseher vom Markt genommen, und ihr Marktanteil sank auf 1 %. Im April 2025 stellte Sony die Produktion der 8K-UHD-Fernseher ein, obwohl sie von der Playstation 5 Pro mit 8K angesteuert werden können, was aber kaum genutzt wurde. Ob zu einem späteren Zeitpunkt wieder 8K-UHD-Modelle eingeführt wird, ließ der Hersteller offen. LG produziert seit Anfang 2026 keine 8K-UHD-Fernseher mehr. Somit verbleibt Samsung als letzter Hersteller, der im Mai 2025 neue 8K-UHD-Modelle mit KI-Prozessor für ein besseres Upscaling von 4K-Material mit Diagonalen von 65 Zoll (165 cm) bis 85 Zoll (215 cm) herausgebracht hat.
Der öffentlich-rechtliche japanische Fernsehsender NHK ist zurzeit (2026) der weltweit einzige Sender, der Programme im linearen Fernsehen in 8K-UHD-Auflösung – in Japan Super Hi-Vision genannt – überträgt. Neben der hohen Bildauflösung wird 22.2-Kanal-Ton angeboten. Die Ausstrahlung erfolgt nur über Satellit und startete am 1. Dezember 2018.
Der öffentliche japanische Fernsehsender NHK gab Anfang April 2014 im Rahmen der NAB Show in Las Vegas bekannt, im Jahr 2020 8K-UHD-Inhalte auf 8K-fähigen TV-Geräten zu übertragen. Bereits Anfang 2013 teilte NHG mit, er wolle ab 2016 im 12-GHz- und ab 2020 im 20-GHz-Band über Satellit ausstrahlen um die benötigte Bandbreite zur Verfügung zu haben.
Als das Format noch in der Erprobung war, konstruierten die Entwickler der NHK alle benötigten Geräte in enger Zusammenarbeit mit der Geräteindustrie. So verwendeten sie beispielsweise einen Cluster aus 16 HDTV-Videorekordern mit einer Gesamtkapazität von 3,5 Terabyte, um einen 18-minütigen Testfilm aufzunehmen. Die Kamera selbst wurde mit vier 64-mm-CCDs bestückt. Das System wurde in japanischen Museen und auf verschiedenen internationalen Messen wie der IBC, der NAB und der IFA präsentiert.
BBC hatte mit Hilfe des NHK ausgewählte Wettkämpfe der Olympischen Sommerspiele 2012 in 8K-UHD gezeigt. Mangels entsprechender Fernseher oder anderer Wiedergabegeräte wurden in drei Public-Viewing-Areas Großbildschirme aufgestellt, die eine Höhe von rund 15 Metern hatten und eine Auflösung von 7680 × 4320 Pixel boten. Die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro wurden in einem Testlauf in 8K nach Japan übertragen.
YouTube ermöglicht Videos mit maximal 8192 × 4320 Pixel (DCI 8K; 35,4 Megapixel). Bei Vimeo sind es maximal 7680 × 4320 Pixel (8K UHD, 33 Megapixel).
Die großen Video-on-Demand-Plattformen, wie z. B. Netflix, bieten Inhalte nur maximal in 4K-Auflösung an. Es gibt aber spezielle Premium- & Nischen-Plattformen und exklusive Hersteller-Kooperationen, die über diese Auflösung hinausgehen:
Im November 2018 veröffentlichte die NASA 8K-Aufnahmen, die mit einer Helium-Kamera der Red Digital Cinema Camera Company in der Internationalen Raumstation (ISS) gemacht wurden.
8K-taugliche Geräte sind in der Anschaffung noch unverhältnismäßig teuer und es gibt nur wenige Medieninhalte, die mit dieser Bildauflösung zur Verfügung stehen. Die Leistungsaufnahme und Wärmeentwicklung sowie der Bandbreiten- und Speicherbedarf von hochauflösenden Aufnahme-, Bildverarbeitungs- und Wiedergabegeräten ist in der Regel deutlich höher als bei Geräten mit geringerer Bildauflösung, ebenso die Kosten und der Ressourcenverbrauch der Herstellung. Dem abnehmenden Grenznutzen stehen also exponentiell steigende Nachteileffekte gegenüber.
Nach der Einführung von Full-HD 2006 dauerte es nur sechs Jahre, bis Fernseher mit der vierfachen Auflösung die 4K-UHD-Ära einläuteten. Deshalb schien eine weitere Vervierfachung der Bildauflösung binnen sechs Jahren der nächste logische Schritt zu sein. Im Jahr 2018 stand der TV-Markt vermeintlich erneut vor einer großen Umbruchphase: 8K-Fernseher sollten einen neuen Siegeszug antreten. Doch im Gegensatz zum Verkaufsboom, den die Full-HD- und 4K-UHD-Entwicklungen auslösten, blieben die 8K-TV-Verkäufe hinter den Erwartungen zurück. Viele TV-Hersteller haben ihr 8K-Engagement in den letzten Jahren komplett zurückgefahren und über eine 8K- oder gar 16K-TV-Zukunft spricht heute kaum noch jemand. Doch welche Nachteile sind der Grund dafür, dass sich die 8K-UHD-Fernseher nicht durchsetzten?
Selbst acht Jahre nach der Premiere 2018 bleibt der Kauf eines 8K-Fernsehers ein teures Vergnügen. Während sich 4K-Fernseher in nahezu allen Preisklassen und damit auch im attraktiven Einstiegssegment etabliert haben, werden 8K-TV-Geräte stets kaum unter 1500 Euro angeboten. Aufgrund der großen Preisdifferenz zu 4K-TV-Modellen stellen sich Konsumenten vornehmlich eine Frage: Warum so viel Geld für 8K-Technik ausgeben, wenn hochwertige 4K-Technik zum deutlich geringeren Preis angeboten wird?
Schon zur Markteinführung zeichnete sich ab, dass viele TV-Hersteller auf eine Entwicklung von 8K-UHD-TV-Geräten verzichteten, stattdessen wurden 8K-TV-Modelle im Alleingang weniger TV-Hersteller (Samsung fast 70 % Marktanteil, gefolgt von LG und dann Sony) angeboten. Ohne eine breite Marktabdeckung und Rückendeckung der gesamten TV-Branche blieb das Wachstum stets gehemmt. 8K-TVs blieben eine Ausnahmeerscheinung, was das Vertrauen in die neue Technik keinesfalls steigerte. Weniger Auswahl an neuer 8K-Display-Technik bedeutete letztendlich weniger Aufmerksamkeit und weniger Nachfrage, was einen Teufelskreis ergibt.
Bei einem 8K-Display müssen mehr Pixel digital angesteuert werden, was besonders leistungsstarke Prozessoren erfordert. Doch zu den größten Herausforderungen zählen die Anforderungen, die HDR-Videos (also Videos mit besonders leucht- und kontraststarken Bildern) an 8K-Displays stellen. Je mehr Pixel auf der gleichen Fläche Platz finden, desto kleiner fallen die Pixel aus. Durch Leiterbahnen und Transistoren für die Pixelansteuerung erhöht sich die Komplexität mit steigender Pixelanzahl enorm. Das macht sich in einer geringeren Effizienz bemerkbar und gerade die ersten 8K-TV-Modelle zeigten einen hohen Stromverbrauch und eine hohe Wärmeentwicklung. 8K-LCDs lassen durch das feinere Pixelgitter weniger Licht der LED-Beleuchtung hindurch als 4K-LCDs gleicher Bildschirmgröße. 8K-OLED-Displays müssen hingegen viermal mehr Pixel zum Leuchten bringen als 4K-OLED-Displays. In beiden Fällen steigen die Energieaufnahme und die Wärmeentwicklung. Neben deutlich höheren Anschaffungskosten erzeugen 8K-Displays damit höhere laufende Kosten, ohne sich bei der HDR-Qualität gegenüber 4K-Displays absetzen zu können.
Mit der ab 2023 geltenden Ökodesign-Richtlinie der EU wird ein Energieeffizienzindex (EEI) eingeführt, dessen Grenzwert von 8K-Fernsehern nur selten eingehalten werden kann.
Dass sich der Full-HD-Standard (2 Megapixel Auflösung) vergleichsweise schnell im Massenmarkt durchsetzen konnte, liegt nicht zuletzt am Größenwachstum der Flachbild-Fernseher. Wer von einer Bildröhre in einem Fernseher fürs Wohnzimmer mit einer tatsächlich sichtbaren Bilddiagonalen von oft 26 Zoll (ca. 66 Zentimeter) auf einen Flachbildfernseher mit einer Diagonalen von mindestens 32 Zoll (ca. 81 cm) wechselte, für den waren die Fortschritte in der Auflösung von SD zu 720p und schließlich zu Full HD stets nachvollziehbar. Bis heute gelten kleinere Full-HD-Fernseher als guter Kompromiss, wenn die Bilddiagonale nicht riesig ausfällt und der Sitzabstand mehrere Meter beträgt.
Schon beim Übergang zu 4K-UHD wurde es zunehmend schwieriger, die Auflösungsvorteile zu erkennen, denn das menschliche Auge kann bei Betrachtung des gesamten Bildes einzelne Pixel kaum noch erkennen. Bei Tests der Stiftung Warentest nahm etwa jede zweite Person die Unterschiede zwischen Ultra HD und Full HD nicht mehr wahr. Der Betrachtungsabstand bei 4K sollte im Bereich der dreifachen Bildhöhe liegen. Selbst, wer heute (2026) einen 100-Zoll-4K-Fernseher kauft, kann den Sitzabstand damit auf wenige Meter reduzieren, ohne dass die 4K-Auflösung zum limitierenden Faktor wird. Die 8K-Technologie profitiert hingegen von gigantischen Größen und ultrakurzen Abständen. Eine Studie von 2025 zeigte, dass sich ein echter 8K-Mehrwert erst einstellt, wenn der Betrachtungsabstand ungefähr der Bildbreite entspricht, was z. B. bei einer Diagonalen von 85 Zoll einen Sitzabstand von etwa zwei Metern ergibt. Der Bildschirm nimmt dabei den Großteil des Blickfeldes ein. Das kann auch noch zu vermehrten und unangenehm empfundenen Augen- und Kopfbewegungen führen.
Dass sich die 8K-Technik nicht durchsetzen konnte, ist auch der geringen Auswahl an 8K-Inhalten geschuldet. Film- und Serieninhalte werden meist in HD- und 4K-Qualität produziert. Für Sportinhalte wurden speziell in Japan zwar zahlreiche 8K-Testläufe durchgeführt, doch zu einem globalen Durchbruch bei der 8K-Übertragung der größten Sportveranstaltungen kam es nie. 8K-UHD-Fernseher wurden deshalb immer stärker über das 8K-Upscaling von HD- und 4K-Quellen vermarktet, was für viele Konsumenten ein weiterer Beweis dafür war, dass sich 8K-Inhalte nicht durchsetzen werden. Ein Nachfolger von Ultra HD Blu-ray könnte am ehesten die Qualitätsvorteile von 8K vermitteln, doch an eine Etablierung eines solchen Standards glaubt niemand mehr.
Streaming-Plattformen wie Youtube ermöglichten zwar 8K-Streaming, doch erste 8K-UHD-TV-Modelle unterstützten die entsprechenden Videocodecs nicht. Das weitaus größere Problem, da auch bei aktuellen Modellen relevant, ist die starke Videokomprimierung der 8K-Streams, wodurch sich deutliche Detailverluste gegenüber den 8K-Originalquellen zeigen. Zwar werden die Streaming-Technologien immer effizienter und moderne Codecs erfüllen auch die 8K-Anforderungen, doch Bandbreiten-Einsparungen lassen sich weiterhin am besten erzielen, wenn die Bildauflösung verringert wird. Der höhere Datenaufwand für 8K sorgt hingegen für steigende Kosten, weshalb TV- und Streaming-Anbieter das neue Format weiterhin meiden.
Eine subjektive Verbesserung könnte sich nur durch einen höheren Kontrastumfang und einen größeren Farbraum ergeben, die allerdings nichts mit der Bildauflösung zu tun haben und aufgrund der verwendeten Videokompression schon bei HDTV nicht ausgeschöpft wird. Tatsächlich unterstützen seit 2022 über 99 % aller verkauften Fernseher HDR, 83 % davon Dynamic-HDR (HDMI 2.1).
Dies belegt, dass die TV-Hersteller ihre Strategie geändert haben: Statt den Fokus auf 8K zu legen, begannen sie mehr und mehr, die Kontrast- und Farbqualität zu steigern, anstatt einfach nur mehr Pixel zu präsentieren. Höhere Helligkeit, sattere Farben, tiefere Schwarzwerte, bessere Kontraste und damit eine rundum bessere Bildqualität standen jetzt im Mittelpunkt. Obwohl HDR schon 2015 eingeführt wurde, hat diese Technologie nichts von ihrem Einfluss eingebüßt: Streaming-Inhalte, Filme und Spiele lassen sich am besten in HDR-Qualität genießen. TV- und Display-Hersteller setzen auch 2026 die technologische Entwicklung fort: Aktuelle OLED-, RGB-Mini-LED-LCD- und SQD-LCD-Fernseher erreichen eine exzellente 4K-HDR-Darstellungsqualität.
Auch bei den Computerspielen blieb die 8K-Revolution aus, denn selbst die leistungsstärksten PCs erreichen in den aufwändigsten Spielen meist keine native 8K-Qualität ruckelfrei. Durch aufwändiges Upscaling mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz lassen sich zwar 8K-ähnliche Resultate erreichen, doch der Spiele-Sektor entwickelte sich in eine andere Richtung: Angesichts Monitore mit einer Bildwiederholrate von 300, 500 oder gar 1000 Hz wird die Rechenleistung für mehr Bilder pro Sekunde statt höhere Bildauflösungen benötigt. Die Bildqualität und Atmosphäre in modernen Spielen kann auch durch besonders rechenintensive Licht- und Schattenberechnungen wie Raytracing und Path Tracing gesteigert werden.
Die im September 2020 veröffentlichte GeForce RTX 3090 wurde von Nvidia als die erste Gaming-Grafikkarte beworben, die 8K-fähig ist und eine UVP von 1499 US-Dollar hatte. Allerdings wurde diese Marketingaussage von der Fachpresse häufig als übertrieben und unangemessen betrachtet. In der Praxis erreicht die RTX 3090 in 8K-Auflösung nur in wenigen Spielen stabile Bildraten von 60 fps. Oft wird erst ihr Nachfolger, die GeForce RTX 4090, als die erste Grafikkarte angesehen, die in vielen modernen Titeln bei 8K spielbare Bildraten erreicht. Selbst der Nachfolger der RTX 4090, die RTX 5090, die für ihren großen Leistungssprung in 8K-Auflösung gelobt wurde, scheitert noch immer daran, in einigen modernen Titeln in 4K-Auflösung konstante 60 fps zu erreichen.
Bei Computermonitoren ist der Vorteil einer 8K-Auflösung deutlich erkennbar, denn der Nutzer kann im üblichen Betrachtungsabstand von 0,7 Metern zu einem 32-Zoll-8K-Monitor mehr Details erkennen als auf gleich großen 4K-Monitoren. Zudem ist (auch bei 8K-UHD-Fernsehern) die Simulation mehrerer Bildschirme, welche als Split Screen bezeichnet wird, besser möglich. Diese Technik wird häufig in Computerspielen angewendet, wenn mehrere Personen am Spiel beteiligt sind und jeder einen eigenen Bildschirmausschnitt betrachtet. Dabei sitzen die Personen auch bei einem Fernseher näher am Bildschirm und es ergibt sich bei einer höheren horizontalen Auflösung ein signifikanter Vorteil.
In der virtuellen und erweiterten Realität werden Head-Mounted Displays z. B. der Apple Vision- oder Meta Quest-Reihe verwendet, bei denen sich das Display direkt vor den Augen des Nutzers befindet und somit das Sichtfeld riesig ist. Wird nun eine 4K-Auflösung auf die gesamte 360-Grad-Umgebung aufgeteilt, entsteht ein Fliegengittereffekt, d. h. das Bild wirkt verpixelt. Erst ab einer 8K-Auflösung pro Auge wird das virtuelle Bild für das menschliche Auge extrem scharf und realistisch. Somit ist 8K unverzichtbar für VR-Computerspiele, virtuelle Reisen und immersive Live-Events wie z. B. Konzerte im VR.
Regisseure filmen fast nie in 8K, um das Video später auch in 8K im Kino zu zeigen. Sie nutzen die Pixel-Reserve in der Postproduktion, z. B.
In der minimalinvasiven Chirurgie steuern Ärzte bei Operationen mittels Endoskop Instrumente im Körper des Patienten ausschließlich über einen Monitor. 8K-Kameras an Endoskopen machen feinste Gewebestrukturen, Nervenbahnen und winzige Blutgefäße sichtbar, die in einer 2K- oder 4K-Auflösung übersehen werden könnten. Zudem erleichtern höhere Auflösungen die Diagnosen in der Telemedizin.
In modernen Museen, Freizeitparks, Planetarien oder wissenschaftlichen Ausstellungen werden zunehmend riesige Videowände oder Kuppel-Projektionen genutzt. Um auf einer Videowand von der Größe einer Hausfassade ein scharfes Bild für Zuschauer, die nah an der Wand stehen, zeigen zu können, ist eine Auflösung von mindestens 8K unerlässlich.
Mit 8K-Fernsehkameras kann bei Live-Übertragungen Personal und Kosten eingespart werden, indem die interessanten Bildinhalte – Region of Interest (ROI) genannt – automatisch durch eine Motiv- und Szenenerkennung mit künstlicher Intelligenz ermittelt und gefiltert werden. Eine einzelne Kamera kann hierbei synchron bis zu vier unterschiedliche Bildausschnitte in Full-HD-Auflösung liefern.
Satelliten, Drohnen oder Sicherheitskameras an Flughäfen und Grenzen müssen gigantische Flächen überwachen. Mit einer einzigen strategisch platzierten 8K-Kamera lässt sich ein riesiges Areal filmen. Bei einem Vorfall kann die Software digital extrem tief in das Bild hineinzoomen, um beispielsweise Gesichter oder Nummernschilder in hoher Qualität zu erkennen, ohne dass die Kamera physisch schwenken muss.