Die RTX 5070, RTX 5080 und RTX 5090 auf der CES 2025
Die GeForce-50-Serie ist eine Serie von Grafikkarten des Unternehmens Nvidia und Nachfolger der GeForce-40-Serie. Alle Grafikprozessoren basieren auf der Blackwell-Architektur, benannt nach dem US-amerikanischen Mathematiker David Blackwell und verfügen über RT-Kerne der vierten Generation von Nvidia RTX für hardwarebeschleunigtes Echtzeit-Raytracing sowie Tensor-Kerne der fünften Generation mit Fokus auf Deep Learning Super Sampling (DLSS). Am 6. Januar 2025 wurden die ersten Modelle der GeForce-50-Serie vorgestellt.
Die Grafikprozessoren werden bei TSMC im 4NP-Fertigungsprozess hergestellt, wobei es sich um einen für Nvidia angepassten 5-nm-Prozess handelt.
Beschreibung
GDDR7
Die Leiterbahnplatten der RTX 5080 und 5090 (oben und unten; FE für die Founders Edition von Nvidia)Größenvergleich zwischen RTX 5090 (rechts) und dem Vorgänger RTX 4090, beide in der Founders Edition
GPUs der GeForce-RTX-50-Serie sind die ersten GPUs für den Endverbrauchermarkt mit GDDR7-Videospeicher, was eine größere Speicherbandbreite bei gleicher Busbreite im Vergleich zum GDDR6- und GDDR6X-Speicher der RTX-40-Serie ermöglicht. Desktop-GPUs der RTX-50-Serie verwenden GDDR7-Module von Samsung, da diese früher zur Validierung verfügbar waren als Module von SK Hynix und Micron.
12V-2×6 Anschluss
Die GeForce-RTX-50-Serie verwendet den 16-poligen 12V-2×6-Anschluss, der eine Überarbeitung des 12VHPWR-Anschlusses der RTX-40-Serie darstellt. Bei einigen RTX 4090-GPUs gab es Probleme mit dem Schmelzen des 12VHPWR-Anschlusses, da der Anschluss nicht vollständig saß und es Konstruktionsfehler gab, die keine ausreichende Sicherheit und Fehlertoleranz implementierten. Die im Juli 2023 von PCI-SIG veröffentlichte Überarbeitung des 12V2×6-Anschlusses soll dieses Problem beheben, indem die vier Sensorstifte gekürzt wurden, sodass der Anschluss keinen Strom liefert, wenn er nicht vollständig sitzt. Das ältere 12VHPWR-Design würde hingegen bis zu 150W Leistung zulassen, selbst wenn die Sensorstifte keinen vollständigen Kontakt hätten. 12V-2×6 ist abwärtskompatibel mit vorhandenen 12VHPWR-Kabeln und -Adaptern.
Nvidia hat seinen AIB-Partnern vorgeschrieben, dass bei allen Designs der RTX-50-Serie der 16-polige 12V-2×6-Anschluss verwendet werden muss. Bei der RTX-40-Serie war der 12VHPWR-Anschluss nur bei SKUs mit höherer Leistung wie der RTX 4070 Ti, RTX 4080 und RTX 4090 vorgeschrieben, während bei den AIB-Designs RTX 4060, RTX 4060 Ti und RTX 4070 die Möglichkeit bestand, 8-polige PCIe-Anschlüsse zu verwenden. Der 600W-fähige 12VHPWR-Anschluss wäre bei SKUs unter 200 W nicht erforderlich gewesen.
I/O
Die GeForce-RTX-50-Serie umfasst DisplayPort 2.1a mit höheren Display-Ausgabedatenraten zur Unterstützung von Displays mit hoher Auflösung und hoher Bildwiederholrate. Die RTX-40-Serie wurde dafür kritisiert, dass sie nur DisplayPort 1.4 (32Gbit/s) unterstützt, während die konkurrierende Radeon-RX 7000-Serie bereits DisplayPort 2.1 UHBR13.5 (54Gbit/s) bietet.
Auf der Consumer Electronics Show 2025 kündigte VESA eine Zusammenarbeit mit Nvidia am neuen aktiven Kabelstandard DP80LL (low loss) UHBR20 an. DP80LL ermöglicht 80Gbit/s DisplayPort 2.1 mit einer Kabellänge von bis zu 3 Metern, da passive DP80-Kabel aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Signalintegrität in der Länge begrenzt sind.
Grafikkartenmodelle weiterer Hersteller
Die Palit GeForce RTX 5090 Gamerock, ein sogenanntes "Custom-Modell"
Neben der Nvidia GeForce RTX 50XX Founders Edition bieten weitere Hersteller eigene Karten mit Nvidia-Blackwell-Grafikprozessor an. Diese umfassen ASUS, Gainward, Gigabyte, Inno3D, KFA2, Manli, MSI, Palit, PNY und Zotac. Diese Modelle umfassen sowohl luftgekühlte Modelle als auch welche mit Wasserkühlung.
12Mit dem angegebenen Zeitpunkt ist der Termin der öffentlichen Vorstellung angegeben, nicht der Termin der Verfügbarkeit der Modelle.
12Die angegebenen Leistungswerte für die Rechenleistung über die Streamprozessoren, die Pixel- und Texelfüllrate, sowie die Speicherbandbreite sind theoretische Maximalwerte (bei Boosttakt), die nicht direkt mit den Leistungswerten anderer Architekturen vergleichbar sind. Die Gesamtleistung einer Grafikkarte hängt unter anderem davon ab, wie gut die vorhandenen Ressourcen ausgenutzt bzw. ausgelastet werden können. Außerdem gibt es noch andere, hier nicht aufgeführte Faktoren, die die Leistungsfähigkeit beeinflussen.
1234Bei den angegebenen Taktraten handelt es sich um die von Nvidia empfohlenen bzw. festgelegten Referenzdaten, beim Speichertakt wird der effektive Takt angegeben. Allerdings kann der genaue Takt durch verschiedene Taktgeber um einige Megahertz abweichen, des Weiteren liegt die finale Festlegung der Taktraten in den Händen der jeweiligen Grafikkarten-Hersteller. Daher ist es durchaus möglich, dass es Grafikkarten-Modelle gibt oder geben wird, die abweichende Taktraten besitzen.
12Der von Nvidia angegebene MGCP-Wert entspricht nicht zwingend der maximalen Leistungsaufnahme. Dieser Wert ist auch nicht unbedingt mit dem TDP-Wert des Konkurrenten AMD vergleichbar.
↑Die in der Tabelle aufgeführten Messwerte beziehen sich auf die reine Leistungsaufnahme von Grafikkarten, die dem Nvidia-Referenzdesign entsprechen. Um diese Werte zu messen, bedarf es einer speziellen Messvorrichtung; je nach eingesetzter Messtechnik und gegebenen Messbedingungen, inklusive des genutzten Programms, mit dem die 3D-Last erzeugt wird, können die Werte zwischen unterschiedlichen Apparaturen schwanken. Daher sind hier Messwertbereiche angegeben, die jeweils die niedrigsten, typischen und höchsten gemessenen Werte aus verschiedenen Quellen darstellen.
Rezension
RTX 5080
Die RTX 5080 wurde von der ComputerBase als „[...] isoliert betrachtet gute Grafikkarte [...]“ mit „[...] genügend Leistung für das Spielen in Ultra HD [...]“ bezeichnet. Gelobt wurde neben der DLSS-4-Kompatibilität die Effizienz sowie die niedrigen Betriebstemperaturen. Allerdings wurde der geringe Leistungssprung im Vergleich zum Vorgängermodell kritisiert: „So macht die Grafikkarte den kleinsten Leistungssprung zum Vorgänger, den es mit einer 80er-GeForce in über zwei Jahrzehnten GeForce je gegeben hat [...]“.