| ASUSTeK Computer | |
|---|---|
| Rechtsform | Corporation |
| ISIN | US04648R6053 |
| Gründung | 1989 |
| Sitz | Taipeh, Taiwan |
| Leitung | Jonney Shih (Chairman), Ted Hsu (Vice Chairman), Jonathan Tsang (Präsident Asus-Gruppe) |
| Mitarbeiterzahl | 14.500 (2026) |
| Umsatz | 688,9 Mrd. NT$ (21,4 Mrd. EUR) (2026) |
| Branche | Computerhardware |
| Website | www.asus.com |

ASUSTeK Computer Inc., kurz ASUS [] (chinesisch 華碩電腦 / 华硕电脑, Pinyin Huáshùo Diànnǎo), ist ein 1989 gegründeter großer taiwanesischer Hersteller von Computer-Hardware mit Sitz in Taipeh. Der Hersteller ist allgemein unter dem Markennamen Asus bekannt.
Das Unternehmen bietet unter anderem Desktops, Laptops, Netbooks, Mobiltelefone, Netzwerkgeräte, Monitore, WLAN-Router, Projektoren, Hauptplatinen, Grafikkarten, optische Speichermedien, Multimedia-Produkte, Peripheriegeräte, Wearables, Server, Workstations und Tablet-PCs, auch als Erstausrüster, an.
Im Januar 2008 wurde das Unternehmen in die drei rechtlich selbständigen Geschäftsbereiche Asus, Pegatron und Unihan aufgeteilt. Die Aktien des Unternehmens werden unter dem Börsenkürzel 2357 an der Taiwan Stock Exchange und unter ASKD an der London Stock Exchange gehandelt.
Im Jahr 2025 erreichte Asus nach Verkaufszahlen einen Marktanteil von über sieben Prozent und stellt damit den fünftgrößten PC-Hersteller der Welt dar.
Das Unternehmen wurde im April 1989 in Taipeh (Taiwan) von den vier Acer-Mitarbeitern TH Tung, Ted Hsu, Wayne Hsieh und MT Liao gegründet, ursprünglich als Acertek. Der Handelsname Asus steht als Symbol für das geflügelte Pferd Pegasus und stellt eine Kurzform dieses Wortes dar.
Die ASUS Computer GmbH wurde 1991 als deutsch-österreichische Niederlassung mit Sitz in Ratingen gegründet. Geschäftsführer des Handelsunternehmens ist Li-Hsiang Chen. AsusTek betreibt Niederlassungen in Deutschland, der Schweiz, Italien, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Russland und den USA sowie ein europäisches Servicecenter in Tschechien.
Im Jahre 2002 wurde die Marke ASRock ausgegliedert, um mit Unternehmen wie Foxconn im Bereich des OEM-Marktes zu konkurrieren.
Laut der taiwanischen IT-Tageszeitung DigiTimes wurde bei Asus zum 1. März 2006 eine Restrukturierung durchgeführt, um das Geschäft mit der Eigenmarke Asus vom OEM-Geschäft (v. a. mit Notebooks) zu trennen. Ebenfalls 2006 schuf Asus die Marke Republic of Gamers (ROG), um darüber Notebooks, Smartphones und andere High-End-Hardware speziell für Gamer zu vermarkten. 2009 folgte die preisgünstigere Serie The Ultimate Force (TUF).
Das Unternehmen wurde im Januar 2008 in drei rechtlich getrennte Unternehmen aufgeteilt. Im Geschäftsbereich mit dem Markennamen Asus fertigt das Unternehmen Notebooks, Komplettsysteme und PC-Bauteile für Endkunden, die Sparte Pegatron ist für das OEM-Geschäft zuständig. Computergehäuse und Zubehör, welches nicht unmittelbar in Computern genutzt wird, wird vom Bereich Unihan gefertigt.
Im Jahr 2011 war Asus der fünftgrößte Notebook-Hersteller der Welt. Die Produktreihe Transformer erreichte bei 2,1 Millionen Exemplaren einen Marktanteil von drei Prozent. Nach Verkaufszahlen von 2019 war Asus der sechstgrößte PC-Hersteller der Welt mit einem Marktanteil von über fünf Prozent. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit über 14.500 Angestellte in 62 Niederlassungen (Stand Dezember 2020).

Zur Produktpalette des Konzerns gehören Hauptplatinen, Grafikkarten, Soundkarten, Notebooks, Smartphones, Barebones, Netzwerkkomponenten, PDAs, Server, Monitore, Computergehäuse sowie Mobiltelefone. Das Unternehmen fertigt als Auftragshersteller unter dem Namen Asusalpha jedoch auch Produkte, die dann von Marken wie Hewlett-Packard, Sony, Samsung Group, Apple, Dell und Fujitsu Siemens Computers vertrieben werden.
Im Jahre 2008 verkaufte das Unternehmen 21 Millionen Mainboards. Das entspricht etwa 14 % der weltweiten Nachfrage. Damit gehört ASUS zusammen mit Elitegroup (ebenfalls 21 Millionen), Gigabyte Technology (19 Millionen) und Micro-Star International (16 Millionen) zu den weltweit vier größten Mainboardherstellern. 2014 stieg die Zahl verkaufter Mainboards im Do-it-Yourself Bereich (Eigenbau-PCs) auf 22 Millionen Stück. 2020 stellte das Unternehmen mit Hilfe eines B550-Mainboards einen neuen Speichertakt-„Weltrekord“ auf.
Asus produziert und vertreibt Mini-PCs, All-in-one-PCs, Tower-PCs und Gaming Tower-PCs. Mini-PCs hat Asus bereits seit 2006 im Sortiment und gehörte damit zu den ersten Anbietern dieser PC-Klasse. Heute unterscheidet Asus vier Serien: „ProArt“, „VivoMini“, „Stick-PCs“ und „Chrome OS-Geräte“.

Auch werden Grafikkarten mit Chipsätzen von Nvidia und AMD produziert und hauptsächlich in den eigenen Reihen „ROG – Republic of Gamers“ sowie „TUF Gaming“ vertrieben.
Asus vertreibt Wi-Fi-Router und -Systeme unter den Markennamen „AiMesh“ und „ZenWifi“ und nutzt dabei die Mesh-Technologie sowie (als einer der ersten Anbieter) den Hochgeschwindigkeits-Standard Wi-Fi 6.
Im Januar 2020 präsentierten Asus und der Prozessorhersteller Nvidia den schnellsten Monitor der Welt. Der für Gamer konzipierte ROG Swift 360 besitzt eine Frequenz von 360 Hertz. Eine weitere Neuentwicklung des Jahres 2020 waren hoch auflösende Gaming-Monitore, die sich über HDMI 2.1-Schnittstellen mit Spielekonsolen verbinden lassen.

Am 24. Januar 2008 wurde das Mini-Notebook Asus Eee PC auch in Deutschland und Österreich auf den Markt gebracht. Später wurde die EEE PC-Sparte zur „Eee Family“ erweitert, diese enthielt neben Netbooks auch All-in-one-PCs, kleine Mikrocomputer und Tablets.

Auf der Consumer Electronics Show (CES) im Jahr 2011 in Las Vegas stellte Asus offiziell mehrere Tablet-Computer-Versionen vor, darunter Tablets mit und ohne ausziehbarer Tastatur unterhalb des Bildschirms, mit dem Nvidia Tegra-2-Prozessor oder dem Snapdragon-Prozessor der Firma Qualcomm und mit dem für Tablet-Computer optimierten Android-Betriebssystem Honeycomb. Das Asus EeePad Transformer Prime, das im Januar 2012 auf den Markt kam, war das erste Tablet in Deutschland, das einen Nvidia Tegra 3-Chipsatz verwendete.
In Kooperation mit der italienischen Automobilmanufaktur Automobili Lamborghini stellte das Unternehmen die hochpreisigen VX und ZX Handy- und Notebook-Modelle her. Die Notebooks hoben sich durch die Verwendung hochwertiger Materialien und zahlreicher Lamborghini-Wappen von der restlichen Modellpalette ab.
Im April 2012 kam das Padfone von Asus auf den Markt, ein Smartphone, das sich als Tablet und mit Hilfe von Zubehör auch als Netbook nutzen ließ. Im Oktober 2012 stellte das Unternehmen den Nachfolger Padfone 2 vor. Wie bei der ersten Generation handelte es sich um ein Smartphone, das sich durch Einschieben in eine „Tablet-Hülle“ ohne eigenen Prozessor in ein 10,1-Zoll-Tablet umwandeln ließ. Im März 2013 erweiterte der Hersteller die Padfone-Familie mit dem „Padfone Infinity“ mit einem Full-HD-Bildschirm.
In Kooperation mit Garmin entstand das erste Smartphone, Garmin Asus Nüvifone A50 der Marke Asus im deutschsprachigen Raum. Die ROG-Smartphones wurden speziell an Gamer gerichtet. Im Oktober 2024 wurde das ROG Phone 9 mit einem Snapdragon 8 Elite-Prozessor als letztes Mobiltelefon von ASUS angekündigt. Anfang 2026 gab Asus die Aufgabe dieses Marktsegmentes bekannt.
Im Jahr 2000 plante Asus, „3D SeeThrough“ in ihre mitgelieferten Grafiktreiber zu integrieren. Dieses Feature stellt texturierte 3D-Modelle als Wireframe dar, man konnte also durch sie hindurchsehen, was aus den Reihen der Online-Shooter-Spielern (Counter-Strike, Unreal Tournament und weitere) Protest hervorrief. Angeblich stoppte Asus im Jahre 2000 dadurch die Entwicklung dieses Treibers. Im Mai 2001 baute Asus diese Technologie allerdings wieder in seine Treiber ein. Zwar gab es keinen offiziellen Weg, das 3D-SeeThrough-Feature zu aktivieren, doch waren ein paar Registry-Einträge kein Hindernis für willige Cheater. Nach einer Online-Petition und einer Umfrage auf der Asus-Website (hier stimmten gut 90 % gegen die Weiterführung der 3D-SeeThrough-Technologie) wurde mit der Version 12.40 der Wallhack aus den Treibern entfernt.
Apple zog im Sommer 2013 Teile seiner Produktion bei Foxconn ab und gab Aufträge an Pegatron, die OEM-Sparte von Asus. Laut Beobachtern der Organisation China Labor Watch sind die Arbeitsbedingungen dort nicht viel besser; auch dort gebe es Kinderarbeit, exzessive Arbeitszeiten, unzureichende Löhne, Verletzung von Sicherheitsbestimmungen und Misshandlungen durch das Management. Auch dort werden Gesetze und Regelungen des Apple-Verhaltenskodex' für Zulieferer gebrochen.