A. J. Croce

A.J. Croce bei einem Auftritt; 2007

Adrian James Croce (* 28. September 1971 in Bryn Mawr) ist ein US-amerikanischer Singer-Songwriter und Pianist.

Leben

Kindheit

Adrian James Croce wurde am 28. September 1971 als Sohn der Singer-Songwriter Jim Croce und Ingrid Croce in Bryn Mawr, Pennsylvania, USA geboren. Im September 1973, acht Tage vor A.J.s zweitem Geburtstag, kam sein Vater im Alter von 30 Jahren bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Kurz zuvor war die Familie nach San Diego gezogen. Als Croce vier Jahre alt war, wurde er Opfer körperlicher Gewalt, die von dem neuen Partner seiner Mutter ausging. Infolgedessen verbrachte er sechs Monate im Krankenhaus und erblindete für die nächsten sechs Jahre auf beiden Augen. Später erlangte er das Augenlicht auf einem seiner Augen wieder zurück. 1987, als Croce 15 Jahre alt war, fiel das Haus seiner Familie einem Feuer zum Opfer.

In seiner Kindheit hörte Croce viel Musik von Ray Charles und Sam Cooke, sowie Soul, frühen Rock ’n’ Roll, Jazz und Blues. Inspiriert von Ray Charles und Stevie Wonder begann er, Klavier spielen zu lernen.

Karriere

Seinen ersten bezahlten Auftritt hatte Croce im Alter von 12 Jahren, als er für eine Gage von 20 Dollar ein 25–30 Minuten langes Set aus Coversongs bei einer Bar Mitzvah spielte. Mit 15 Jahren begann er als professioneller Musiker zu arbeiten und trat mit 16 Jahren regelmäßig in den Nachtclubs San Diegos, sowohl als Gastmusiker als auch als Bandleader, auf.

Im Alter von 17 Jahren lernte Croce während eines Aufenthalts in Arlo Guthries Haus Mae Boren Axton kennen. Die beiden verstanden sich gut und Boren Axton lud Croce zu einer Aufnahmesession mit Jack Clement, einem bekannten Country-Musik-Produzenten, nach Nashville ein.

Seinen ersten Plattenvertrag unterschrieb Croce im Alter von 19 Jahren bei Private Music. Für das Label nahm er insgesamt zwei Studioalben auf: Sein Debüt, A.J. Croce, produziert von T-Bone Burnett and John Simon, und That’s Me in the Bar, produziert von Jim Keltner.

Noch vor seinem 21. Lebensjahr tourte Croce mit Größen wie B. B. King und Ray Charles.

Croces drittes Album, Fit to Serve, wurde 1998 in Memphis aufgenommen und erschien bei Platinum Records. 2000 erschien das Album Transit bei Higher Octave Music.

Im Jahr 2003 gründete Croce sein eigenes Musiklabel Seedling Records. Seine nächsten drei Alben produzierte Croce selbst. Das Album Adrian James Croce, sein einziges pop-orientiertes Album, gewann bei den San Diego Music Awards 2004 den Preis für das beste Pop-Album. Auf dem 2006 erschienenen Album Cantos ist unter anderem Ben Harper als Gastmusiker zu hören. Sein folgendes Album, Cage of Muses, erhielt 2009 eine 4-Sterne-Bewertung von Rolling Stone.

2012 spielte A.J. Croce erstmals öffentlich ein gesamtes Set aus Liedern seines verstorbenen Vaters. 2013 unterschrieb er einen Vertrag bei Compass Records. Im Jahr 2014 gab Croce einen Vortrag bei TEDx LaJolla, einem unabhängig produzierten TED.

Privatleben

Croce lebt in East Nashville, Tennessee. Im August 1994 heiratete er Marlo Gordon Croce, welche 2018 verstarb. Die beiden haben zwei gemeinsame Kinder, Camille und Elijah.

Diskografie

Commons: A.J. Croce – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Christopher Hislop: A.J. Croce brings live show to The Loft In: seacoastonline.com, 5. März 2015 (englisch). 
  2. ↑ George Varga: A.J. Croce's healing new album of classics, 'By Request,' follows death of his wife: 'She was my best friend' In: The San Diego Union-Tribune, 7. Februar 2021 (englisch). 
  3. ↑ A Conversation With A.J. Croce. In: Magnet Magazine. 31. März 2022, abgerufen am 3. Juli 2026 (amerikanisches Englisch).
  4. 1 2 3 Robin Caudell: Don't mess around with A.J. (Memento des Originals vom 12. November 2013 im Internet Archive) In: Press-Republican, 16. Mai 2019 (englisch). 
  5. 1 2 A.J. CROCE. In: Compass Records. (englisch).
  6. ↑ Mayer Danzig: A.J. Croce on Character Building Experiences and Coping with Celebrity In: Twangville, 2. Februar 2021 (englisch). 
  7. ↑ Don Rhodes: A.J. Croce has got a name of his own In: The Augusta Chronicle, 18. September 2018 (englisch). 
  8. ↑ That's Me in the Bar – A.J. Croce bei AllMusic (englisch). Abgerufen am 4. Juli 2026.
  9. ↑ Stewart Oksenhorn: The 'Twelve Tales' trail brings A.J. Croce to Aspen In: The Aspen Times, 1. März 2013 (englisch). 
  10. ↑ John F. Butland: AJ Croce In: Exclaim!, 1. April 2000 (englisch). 
  11. ↑ Alli Marshall: The point is to continue to try new things and not just settle on one sound In: Mountain Xpress, 11. November 2012 (englisch). 
  12. ↑ Cantos. In: Ben Harper. 18. Mai 2006 (englisch).
  13. ↑ Daniela Reichert: AJ Croce "Cage Of Muses". In: Rolling Stone. 23. Juni 2009.
  14. ↑ George Varga: A.J. Croce pays heartfelt tribute to his dad In: The San Diego Union-Tribune, 11. Januar 2012 (englisch). 
  15. ↑ Album premiere: A. J. Croce's 'Twelve Tales' In: USA Today, 28. Januar 2014 (englisch). 
  16. ↑ Speakers. In: TedXLaJolla. Archiviert vom Original am 15. Juni 2021 (englisch).
  17. ↑ Steven Spearie: A.J. Croce shares musical passion with late father In: The State Journal-Register, 21. Juni 2017 (englisch). 
  18. ↑ Francesca Gariano: All About Jim Croce's Son A.J. — and How He’s Celebrating the Late ‘Time in a Bottle’ Singer Today. In: People. 13. Oktober 2024, abgerufen am 14. Januar 2026 (englisch).
  19. ↑ INGRID'S STORY. Abgerufen am 19. September 2026 (amerikanisches Englisch).
Personendaten
NAME Croce, A. J.
ALTERNATIVNAMEN Croce, Adrian James
KURZBESCHREIBUNG US-amerikanischer Singer-Songwriter
GEBURTSDATUM 28. September 1971
GEBURTSORT Bryn Mawr