Schneeweiße Strandfilzblume

Schneeweiße Strandfilzblume

Schneeweiße Strandfilzblume (Achillea maritima)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Carduoideae
Tribus: Anthemideae
Gattung: Schafgarben (Achillea)
Art: Schneeweiße Strandfilzblume
Wissenschaftlicher Name
Achillea maritima
(L.) Ehrend. & Y.P.Guo

Die Schneeweiße Strandfilzblume (Achillea maritima) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Schafgarben (Achillea) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie gedeiht an den Sandstränden des Mittelmeerraumes.

Beschreibung

Habitus im Habitat
Habitus
Blütenkörbchen im Detail mit Röhrenblüten

Vegetative Merkmale

Die Schneeweiße Strandfilzblume ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 50 Zentimetern erreicht. Die oberirdischen Pflanzenteile sind dicht weißfilzig behaart und sie riecht aromatisch. Die aufsteigenden Stängel verholzen etwas. Die Stängel sind sehr dicht beblättert.

Die wechselständig an den Stängeln angeordneten Laubblätter sind mit breitem Grund sitzend. Die weißfilzige, dickliche Blattspreite ist länglich und ganzrandig oder fein gekerbt-gesägt.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht Juni bis September. Die Gesamtblütenstände enthalten vier bis acht körbchenförmige Teilblütenstände. Die Blütenkörbchen sind bei Durchmessern von 8 bis 10 Millimetern kugelig und enthalten nur Röhrenblüten. Die Hüllblätter sind weißfilzig. Die Röhrenblüten sind goldgelb.

Die Achänen sind gebogen.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.

Verbreitung

Die Schneeweiße Strandfilzblume gedeiht an den Sandstränden des Mittelmeerraumes von Marokko bis zur Sinai-Halbinsel und von Portugal bis Irland, von Frankreich und Italien bis Zypern, zur Türkei, Georgien, Syrien und Israel. Auf den Kanarischen Inseln ist ihre Ursprünglichkeit zweifelhaft. In Großbritannien und auf den Kanalinseln ist Achillea maritima früher vorgekommen.

Systematik

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen (Basionym) Filago maritima durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, Seite 927. Die Neukombination zu Achillea maritima (L.) Ehrend. & Y.P.Guo wurde 2005 durch Friedrich Ehrendorfer und Yan Ping Guo in Willdenowia, Band 35, Seite 50 veröffentlicht. Weitere Synonyme für Achillea maritima (L.) Ehrend. & Y.P. Guo sind: Diotis candidissima Desf. nom. illeg., Diotis maritima (L.) Cass., Otanthus maritimus (L.) Hoffmanns. & Link.

Die Art Achillea maritima (L.) Ehrend. & Y.P.Guo gehört zur Sektion Achillea sect. Otanthus aus der Gattung Achillea.

Je nach Autor gibt es etwa zwei Unterarten:

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Die neue Kosmos-Mittelmeerflora. Franckh-Kosmos-Verlag Stuttgart 2008, ISBN 978-3-440-10742-3, S. 90.
  2. ↑ Otanthus maritimus bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  3. 1 2 Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). In: Werner Greuter, E. von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae.: Datenblatt Achillea maritima In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.
  4. 1 2 Friedrich Ehrendorfer, Yan Ping Guo: Changes in the circumscription of the genus Achillea (Compositae-Anthemideae) and its subdivision. In: Willdenowia. Volume 35, 2005, S. 49–54, doi:10.3372/wi.35.35102.
  5. 1 2 3 Achillea maritima. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science, abgerufen am 28. Mai 2026.
Commons: Schneeweiße Strandfilzblume (Achillea maritima) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien