Adalbert Pasdirek-Coreno (* 10. Dezember1869 in Neutitschein; † nach 1931) war ein österreichischer Architekt, Kunsthandwerker und Stadtbaumeister in Graz.
Leben
Er war der Bruder des Malers, Gymnasialprofessors und Mitglieds des Grazer Gemeinderats Ladislaus Hans Pasdirek (*1858; † 14. Mai 1945 in Graz) und besuchte das k.k. Staatsgymnasium in Brünn. Ab 1888 studierte er an der Akademie der bildenden Künste Wien, wo er 1891 den Spezialschulpreis und Rosenbaum-Preis für die „beste Lösung der Aufgabe Entwurf bronzener Torflügel für Haupteingang zu einem Kunstmuseum“ erhielt. 1898 eröffnete er ein Architekturbüro in Brünn. Im Jahr 1900 wurde Adalbert Pasdirek-Coreno zum Lehrer an der Fachschule für Holzbearbeitung in Bozen ernannt.
Ab 1903/04 wohnte er in Graz und baute hier zahlreiche Villen.
Für 1922 ist belegt, dass Pasdirek-Coreno zusammen mit L. Zehetmeier Schürfrechte an einer Brauneisenerz-Mine in Pisweg ob Gurk (Kärnten) besaß.
Bauten
Seine frühen Arbeiten in Graz sind vermutlich noch von Otto Wagner beeinflusst.
Achleitner konzediert ihm, dass er mit seinen mediterran wirkenden, kubisch aufgebauten Häusern mit Dachterrassen die Weichen Richtung Moderne stellte.
Beispiele
Staatsgewerbeschule in Komotau – Chomutov, Školní 1060/50 (1902, 1927 durch Umbau und Erhöhung um Obergeschoss und Dachgeschoss stark verändert)
Villa Goldmann in Komotau – Chomutov, Čelakovského 1090/22 (früher Schillerstraße) (1903)
Villa Pramberger in Graz, Hilmteichstraße 22 (1905) (seit 2018 unter Denkmalschutz)
↑Karl Albrecht Kubinzky:Es gab eine besondere Villa im Stiftingtal ... In: meine BIG. Bürger:inneninformation der Stadt Graz. März 2022, S.13 (graz.at[PDF] im PDF S. 7).