Adalbert Carl Friedrich Hellwig Conrad Schnizlein (* 15. April 1814 in Feuchtwangen; † 24. Oktober 1868 in Erlangen) war ein deutscher Botaniker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Schnizl.“
Adalbert Schnizleins Vater war der Botaniker Karl Friedrich Christoph Wilhelm Schnizlein (1780–1856). Seine Mutter war Doris Schnizlein, Tochter des bayerischen Kirchenrates, Prodekans und Pfarrers Johann Friedrich Salomon Luz. Schnizlein absolvierte zunächst in Ansbach und Nördlingen eine Ausbildung zum Apotheker. Im Anschluss an seine Lehre nahm er an der Universität München ein Studium der Pharmazie auf und promovierte schließlich 1836 an der Universität Erlangen. Neun Jahre später folgte seine Habilitation.
1850 wurde Schnizlein als Nachfolger von Wilhelm Daniel Joseph Koch zum Professor für Botanik an der Universität Erlangen berufen und er übernahm die Leitung des Botanischen Gartens der Stadt.
Für Band 4 Nummer 1 (1852/63) der Flora brasiliensis des deutschen Botanikers Carl Friedrich Philipp von Martius schrieb er über die „Lacistemaceae“. Für das anfangs von Theodor Friedrich Ludwig Nees von Esenbeck veröffentlichte Genera plantarum florae germanicae verfasste er die Lieferungen mit den Nummern 25, 28 und 31.
Schnizlein war Morphologe, Systematiker und Florist sowie ein ausgezeichneter Zeichner. Er war Ehrenmitglied der naturforschenden Gesellschaft zu Bamberg und wurde am 15. Oktober 1843 mit dem Beinamen Lobelius II. als Mitglied (Matrikel-Nr. 1524) in die Gelehrtenakademie Leopoldina aufgenommen.
| Personendaten | |
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| NAME | Schnizlein, Adalbert |
| ALTERNATIVNAMEN | Schnizlein, Adalbert Carl Friedrich Hellwig Conrad (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Botaniker |
| GEBURTSDATUM | 15. April 1814 |
| GEBURTSORT | Feuchtwangen |
| STERBEDATUM | 24. Oktober 1868 |
| STERBEORT | Erlangen |