Adelheid Hanselmann

Adelheid Hanselmann, 2008

Adelheid Hanselmann-Erne (* 13. September 1946 in Schönenwerd) ist eine Schweizer Künstlerin und Goldschmiedin. Sie arbeitet vor allem in den Bereichen Malerei, Skulptur und Schmuckkunst.

Adelheid Hanselmann: Armreif, 1989, Silber

Leben

Hanselmann-Erne wurde am 13. September 1946 in Schönenwerd geboren. Sie erlernte nach dem Besuch des Vorkurses an der Kunstgewerbeschule Basel Goldschmiedin. Nach der Berufslehre bildete sie sich unter Alfred Gruber, René Küng und Johannes Burla an der Kunstgewerbeschule Basel im dreidimensionalen Gestalten weiter. 1970–1978 arbeitete sie als Goldschmiedin und Künstlerin in Olten. 1978 zog sie nach Zürich, wo sie bis 2006 als Dozentin an der Kunstgewerbeschule (später umbenannt in „Hochschule für Gestaltung“ bzw. „Zürcher Hochschule der Künste“) lehrte. Während des Studienaufenthalts im Atelier des Kantons Zürich in der Cité Internationale des Arts Paris, 1981/1982, begann sie zu malen. Von 2002 bis 2009 absolvierte sie am Alfred Adler-Institut in Zürich eine Ausbildung als psychologische Beraterin und Malleiterin. Sie lebte von 2001 bis 2016 in Olten, danach in Almens GR. Von 1970 bis 1978 war sie mit dem Oltner Künstler Urs Hanselmann (* 1944) verheiratet. Danach war der Direktor des Kunstmuseum Olten, Peter Killer ihr Partner, der sie als Künstlerin massgeblich förderte.

Werk

Bis Mitte der 1990er-Jahre arbeitete Hanselmann-Erne als Goldschmiedin und freie Künstlerin. Die Goldschmiedearbeiten charakterisieren sich wie auch ihre Bilder und Plastiken durch ihren Phantasiereichtum und ihre Handwerklichkeit. Ihr Farbempfinden wird auch von Architekten geschätzt, die sie gelegentlich für Farbberatungen und -gestaltungen beiziehen. Seit 1980 hat sie über dreissig künstlerische Beiträge zwei- und dreidimensionaler Art für öffentliche und halböffentliche Bauten geschaffen.

Bemalte Decke der Pausenhalle des Schulhauses Oberdorf in Oensingen. 1992–1994

«Die Künstlerin ist eine unermüdliche Schafferin, die die Stille ihres Ateliers liebt, nach innen lauscht und sich aber zugleich auch von aussen inspirieren lässt, die neue Wege sucht und findet.»

Kunst am Bau (Auswahl)

Ausstellungen (Auswahl)

Einzelausstellungen

  • 2001 Kunstmuseum Olten, «wellen – frei – gang». Werke von 1980 bis 2001
  • 2009 und 2018 Galerie Rössli, Balsthal

Gruppenausstellungen

  • 1975 Biel: «6. Schweizerische Plastikausstellung»
  • 1976 Vira Gambarogno TI: «Nationale Plastikausstellung»
  • 1976 Lausanne: «2. Biennale der Schweizer Kunst»
  • 1978 Winterthur: «3. Biennale der Schweizer Kunst»
  • 1979 Pfäffikon SZ: Seedamm Kulturzentrum, «30 junge Schweizer Plastiker»
  • 1981 Olten: Kunstmuseum und Stadthaus, «Solothurner Kunst der Gegenwart»
  • 1986 Brig VS: Stockalper-Palast, «Repères/Merkzeichen»
  • 1989 Dietikon ZH: «Eisen 89 – Perspektiven Schweizer Eisenplastiker 1934-1989»
  • 1991 Luzern: Kunstzone im Hof, «Kunst im Gebiet der Kirche»
  • 1996 Kultur im äusseren Wasseramt: «Kunst-Linie». Eine Ausstellung auf einem stillgelegten Bahngeleise
  • 1998 Brig: Galerie Zur Matze, «Schweizer Bildhauer als Zeichner»
  • 2000 Im Wasseramt: www.containeronline.ch, «Waschcontainer», Gemeinschaftsarbeit mit Michelle DeFalque
  • 2003 Winterthur-Wülflingen: oxyd, Rauminstallation «Die Fahrhabe der Rosa Dornbusch»
  • 2009 Starrkirch-Wil: Kunsthalle auf Zeit, «Zeichnen Sie weiter!»
  • 2016 Alte Kirche Härkingen: «iBet», mit Michelle DeFalque
  • 2016 Olten: Stadthaus, «plötzlich all dieser freie Raum – Fokus Kunst im Hammer Olten».

Tafelbilder und Skulpturen in öffentlichem Besitz

Bibliografie (Auswahl)

Commons: Adelheid Hanselmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Architekturbüro Edi Stuber, Thomas Germann, Olten. Fsp-Architekten (Fugazza, Steinmann & Partner), Wettingen
  2. ↑ Madeleine Schüpfer: «Im Wechselspiel der inneren und äusseren Wirklichkeit — Porträt der Oltner Malerin und Plastikerin Adelheid Hanselmann», Oltner Neujahrsblätter 2003, Seite 38
  3. ↑ Kunstmuseum Olten