Adinda de Wit (* um 1990) ist eine niederländische experimentelle Teilchenphysikerin. Sie erhielt 2023 den Hertha-Sponer-Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.
Adinda de Wit stammt aus den Niederlanden. Von 2009 bis 2012 studierte sie an der Universität Utrecht Physik und Astronomie. Bis 2013 absolvierte sie einen Master-Studiengang am Londoner Imperial College, wo sie 2017 auch mit einer Arbeit über die Suche nach neuen Higgs-Bosonen promovierte, die auf Forschungen im Rahmen des CMS-Experiments am Large Hadron Collider (LHC) des CERN beruhte.
Von 2017 bis 2020 war sie Postdoc am Forschungszentrums DESY in Hamburg, wo sie an wichtigen Messungen zur Higgs-Physik mitwirkte. Bis April 2023 war sie Postdoc an der Universität Zürich in der Arbeitsgruppe für Experimental Particle Physics von Florencia Canelli, seither ist sie Postdoc am Laboratoire Leprince-Ringuet des Institut polytechnique de Paris. Darüber hinaus ist sie Koordinatorin aller Datenanalysen im Zusammenhang mit der Higgs-Physik in der CMS-Kollaboration.
2023 war sie eine der Hauptverantwortlichen für den Nature-Artikel zum 10. Jahrestag der Entdeckung des Higgs-Bosons, in dem über präzise Messungen der Higgs-Kopplungen berichtet wird.
Im Juni 2026 wurde sie am habilitiert.
2023 erhielt de Wit gemeinsam mit Belina von Krosigk den Hertha-Sponer-Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft „für ihre herausragenden experimentellen Beiträge zur ersten Beobachtung der Higgs-Bottom-Quark-Yukawa-Kopplung und zur präzisen Bestimmung der Higgs-Kopplungen.“, die im Rahmen des CMS-Experiments gelangen, einem Meilenstein der Teilchenphysik. Im selben Jahr erhielt sie außerdem den CMS Young Researchers Prize und den Guido-Altarelli-Preis. Für 2026 wurde de Wit der Prix Jacques Herbrand der Académie des sciences zugesprochen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wit, Adinda de |
| KURZBESCHREIBUNG | niederländische Teilchenphysikerin |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |