Adolf Mathias Birke (* 12. Oktober 1939 in Wellingholzhausen; † 10. August 2024 in Halle (Saale)) war ein deutscher Historiker und Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität München.
Birke studierte Geschichte, politische Wissenschaft und Philosophie an den Universitäten Berlin und Cambridge. 1968 wurde er in Berlin über das Thema „Bischof Ketteler und der deutsche Liberalismus“ promoviert. Die Habilitation folgte 1976.
Birke war zunächst Privatdozent und ab dem Wintersemester 1978/79 Professor am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. Von 1982 bis 1985 hatte er eine Professur für neuzeitliche Geschichte an der Universität Bayreuth inne. Von August 1985 bis August 1994 war er Direktor des Deutschen Historischen Instituts London. Nach seiner Rückkehr aus London lehrte er bis zur durch einen schweren Schlaganfall bedingten Emeritierung im Jahr 2000 an der Universität München.
Birke war Mitglied der Royal Historical Society und korrespondierendes Mitglied der Berliner Wissenschaftlichen Gesellschaft. Von 1982 bis 1995 war er Präsident der Prinz-Albert-Gesellschaft. Er war Mitglied der Vereinigung für Verfassungsgeschichte. Er wurde mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Der Katholik Birke wurde nach dem Requiem in der Laurentiuskirche auf dem angrenzenden Laurentiusfriedhof am Neumarkt zu Halle beigesetzt. Er war in zweiter Ehe mit der Anglistin Sabine Volk-Birke verheiratet; die Anglistin Dorothee Birke und die Wirtschaftswissenschaftlerin Franziska Birke sind seine Töchter.
Festschrift
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Birke, Adolf M. |
| ALTERNATIVNAMEN | Birke, Adolf Mathias (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Neuzeithistoriker |
| GEBURTSDATUM | 12. Oktober 1939 |
| GEBURTSORT | Wellingholzhausen |
| STERBEDATUM | 10. August 2024 |
| STERBEORT | Halle (Saale) |