Adolf Ey

Adolf Ey (vor 1931)

Karl Julius Adolf Ey (Pseudonym: Julius Adolf) (* 18. Januar 1844 in Clausthal; † 18. September 1934 in Hannover) war ein deutscher Gymnasiallehrer und Schriftsteller. Der Philologe und Romanist schrieb Romane und Erzählungen, deren Handlungen in seiner Harzer Heimat spielten.

Leben

Adolf Ey (Zeichnung von August Heitmüller, um 1929)

Adolf Ey kam in Clausthal zur Welt. Sein Vater war Carl Ludwig Ey (20. Mai 1809–6. März 1888). Adolf Ey erwähnt das in seinen Lebenserinnerungen (Berlin 1914). Er absolvierte das Gymnasium und studierte dann von 1863 bis 1866 an der Universität Göttingen, zuerst Theologie, dann Neue Sprachen. Während seines Studiums wurde er Mitglied der Burschenschaft Brunsviga.

1866 bis 1869 hatte Adolf Ey an einem Englischen Institut nahe dem Genfersee eine Stellung als Lehrer inne. 1870 ging er nach Lüneburg, um dort sein Examen für das höhere Lehramt abzulegen. Im Folgejahr ging er 1871 als Gymnasiallehrer für neuere Sprachen zunächst nach Hannover an das dortige Lyceum II, 1873/74 nach Flensburg an das Königlich evangelische Gymnasium, um 1874 erneut an das hannoversche Lyzeum zurückzukehren, an dem er zehn Jahre später, 1894, zum Oberlehrer befördert wurde.

Zum 1. April 1892 wurde Ey zum Professor berufen und wirkte vom 1. Mai desselben Jahres an der hannoverschen Technischen Hochschule zugleich als Dozent für die französische Sprache (bis 2. März 1896).

Nachdem Adolf Ey den Verband der deutschen neuphilologischen Lehrerschaft gegründet hatte, wurde er zum 1. Oktober 1898 in den Ruhestand versetzt, wodurch er sich seinen schriftstellerischen Tätigkeiten widmen konnte.

Adolf Ey schrieb vor allem volkstümliche Gedichte, Erzählungen und Märchen, die häufig in seiner Oberharzer Heimat spielten. 1914 veröffentlichte er seine Autobiographie unter dem Titel Bekenntnisse eines alten Schulmeisters.

In den Kunst- und Kulturzeitschriften Jugend und Simplicissimus konnten Werke von – und über – Adolf Ey 88 mal nachgewiesen werden.

Auszeichnungen

Werke

Eigene

Mitwirkung

Siehe auch

Literatur

Commons: Adolf Ey – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Adolf Ey – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. 1 2 3 4 5 6 7 Hugo Thielen: EY, (1) ... (siehe Literatur)
  2. 1 2 Vergleiche die GND-Nummer der Deutschen Nationalbibliothek
  3. ↑ Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934, S. 110.
  4. ↑ Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band II: Künstler. Winter, Heidelberg 2018, ISBN 978-3-8253-6813-5, S. 185–186.
  5. ↑ Unsere Toten. In: Burschenschaftliche Blätter, 49. Jahrgang (Dez. 1934), H. 3, S. 84.
  6. ↑ siehe Weblinks
  7. 1 2 Helmut Zimmermann: Adolf-Ey-Straße. In: Die Strassennamen der Landeshauptstadt Hannover, Verlag Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1992, ISBN 3-7752-6120-6, S. 8
  8. ↑ anonym: Hannoversche Köpfe aus Verwaltung, Wirtschaft, Kunst und Literatur, (August Heitmüller zeichnete die Köpfe. Wilhelm Metzig entwarf die Gesamtausstattung des Werkes.), Bd. 1. Verlag H. Osterwald, Hannover (um 1929), ohne Seitennummern
  9. ↑ Adolf-Ey-Straße in Clausthal-Zellerfeld. In: strassen-in-deutschland.de. Abgerufen am 31. März 2020.
Personendaten
NAME Ey, Adolf
ALTERNATIVNAMEN Ey, Karl Julius Adolf; Ey, Julius Adolf; Ey, Julius A.; Adolf, Julius
KURZBESCHREIBUNG deutscher Theo- und Philologe, Lehrer, Professor und Heimatdichter
GEBURTSDATUM 18. Januar 1844
GEBURTSORT Clausthal
STERBEDATUM 18. September 1934
STERBEORT Hannover