Adolf von Wurmb

Simeon Friedrich Johann Baptist Adolf von Wurmb (* 1. Dezember 1832 in Kremsier; † 21. September 1888 in Koritschan in Mähren) war ein kaiserlich österreich-ungarischer Feldmarschall-Lieutenant. Er war zuletzt Leiter sämtlicher Militär-Bildungs- und Erziehungs-Anstalten im Kaiserreich.

Herkunft

Seine Eltern waren der K.K. Major Heinrich Ludwig von Wurmb (* 22. März 1800; † 1. März 1863) und dessen Ehefrau Franziska Nepomucena Dieditz (* 24. Juni 1813; † 8. Mai 1882).

Leben

Er trat am 16. September 1846 in die Olmüzer Kadettenkompanie ein und wurde 1848 Leutnant bei der Kaiser-Infanterie. Er machte die Kämpfte des Jahres 1848 in Italien unter Feldmarschall Radetzky mit. Ebenso kämpfte er in 1849 in Ungarn in den Gefechten um Komorn.

Im Jahr 1853 wurde er zum Oberleutnant befördert und diente als solcher zwei Jahre lang in der General-Adjutantur des Armeekommandos in Verona. 1859 wurde er Hauptmann zweiter Klasse und nach einem Monat bereits Hauptmann erster Klasse. Er wurde noch mehrmals außer der Tour zur Beförderung vorgeschlagen, blieb aber 12 Jahre Hauptmann. Im Sardischen Krieg von 1859 zeichnete er sich in allen Gefechten und Schlachten aus, besonders in der Schlacht von Solferino. Dafür erhielt er das Militär-Verdienstkreuz mit Kriegsdekoration und wurde nochmal außer der Tour zur Beförderung vorgeschlagen. Wurmb war Kompaniechef und erhielt 1861 auch das Kommando über die Regimentskadettenschule. Er kämpfte 1866 im Deutschen Krieg, wo er sich in der Schlacht bei Trautenau auszeichnen konnte. Er wurde mit dem Ordens der Eisernen Krone dritter Klasse mit Kriegsdekoration ausgezeichnet und abermals zur Beförderung vorgeschlagen. 1867 erhielt er das Kommando über die Kadettenschule in Prag. Hier konnte er das Niveau soweit heben, dass der damaliger Statthalter und kommandierende General in Prag General Koller ihn wiederholt belobigte. 1870/71 gab er das Kommando über die Schule ab, absolvierte einen Infanterie-Kurs und später die Kriegsschule mit Auszeichnung. Dafür wurde er endlich am 1. Mai 1872 Major im Infanterie-Regiment Nr. 21 ernannt. Am 1. November 1872 wurde er Generalstabsoffizier und Generalstabschef der 25. Infanterie-Truppen-Division. Als General Koller zum Reichskriegsminister ernannt wurde, holte dieser Wurmb ins Ministerium und machte ihn zum Chef der sechsten Abteilung; damit wurde Wurmb Leiter sämtlicher Militär-Bildungs- und Erziehungs-Anstalten im Reich. Er machte sich sogleich an die Arbeit das Ausbildungssystem zu modernisieren und erhielt 1881 dafür das das Ritterkreuz des Leopold Ordens. 1882 wurde er dann zum Generalmajor befördert. Am 1. November 1887 wurde er zum Feldmarschall-Lieutenant und Kommandeur der 3. Infanterie-Truppen-Division ernannt, dazu erhielt er das Kleinkreuz des St. Stephan-Ordens. Wurmb war aber schwer erkrankt und musste um seine Pensionierung bitten. Er starb bald darauf an einem Hirntumor.

Familie

Wurmb heiratete am 7. Februar 1868 in Lemberg Marie Honorine Fränkel (* 20. Januar 1848; † 28. Mai 1884). Das Paar hatte mehrere Kinder:

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Kaiserlich-königliches Armee-Verordnungsblatt: Personal-Angelegenheiten, Band 38, 15. April 1888
Personendaten
NAME Wurmb, Adolf von
ALTERNATIVNAMEN Wurmb, Simeon Friedrich Johann Baptist Adolf von
KURZBESCHREIBUNG kaiserlich österreich-ungarischer Feldmarschall-Lieutenant, Leiter sämtlicher Militär-Bildungs- und Erziehungs-Anstalten im Kaiserreich
GEBURTSDATUM 1. Dezember 1832
GEBURTSORT Kremsier
STERBEDATUM 21. September 1888
STERBEORT Koritschan